Mittelerde: Schatten des Krieges Preview - Kampf-Gameplay, Technik und Demo-Fazit
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Mittelerde: Schatten des Krieges in der E3-Vorschau: Was sagt die Hands-on-Demo über PC-Technik und Kampfsystem aus?
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Mordors Schatten 2: Neue Gameplay-Features in der E3-Vorschau
Held Talion ist mobiler als im Vorgänger: Beim Anspielen auf dem PC griffen wir auf ein Xbox-One-Gamepad zurück, hier aktivierte ein Druck auf den linken Analogstick den neuen Elbensprint. Zusammen mit dem bekannten Boost-Modus, der beim Überspringen von Hindernissen per Druck auf die A-Taste vom Stapel gelassen wird, könnt ihr jetzt in einem Affenzahn durch Mittelerde: Schatten des Krieges sausen. Auch weil die Boost-Möglichkeit nun auch beim Klettern angeboten wird, etwa wenn Talion die hohen Mauern einer feindlichen Festung oder einen Turm erklimmt. Noch viel akrobatischer ist der neue Doppelsprung: Am Rand einer Klippe wuchtet sich Talion mit A in die Luft - noch einmal A drücken und schon macht er einen sehenswerten Salto, mit dem ihr entfernte Kanten erreicht. Sehr nützlich!
Quelle: Warner Bros. Interactive
E3-Hands-on zu Mittelerde: Schatten des Krieges - Vorschau zu Skills, Inventar, Loot und Open-World: Eine der positiven Überraschungen der Messe (4)
Das aus Batman: Arkham City entliehende Kampfsystem feiert eine Rückkehr, wird aber behutsam von Monolith verfeinert. So füllt ihr mit Kombos jetzt eine zweigeteilte Machtanzeige: Ist die eine Spalte voll, könnt ihr eine Exekution ausführen oder einen gegnerischen Ork sofort umpolen, sodass er an eurer Seite kämpft. Verzichtet ihr aber darauf und sammelt weiter Treffer, ohne selbst Wunden davonzutragen, füllt sich schließlich auch die zweite Spalte. Dann werden "brutale Exekutionen" verfügbar; ein solcher Takedown treibt in Mittelerde: Schatten des Kriegers niedrigstufige Orks sofort vor lauter Angst in die Flucht.
Darüber hinaus gibt es jetzt auch noch die Elbenrage; diese zusätzliche Energieleiste füllt sich durch Kills. Ist sie voll, aktiviert ihr Celebrimbors "Elbenzorn" - im Folgenden läuft das Spiel kurz in Zeitlupe ab und ein Schwarm von Geisterabbildern eures Elbenbegleiters vernichtet große Mengen an Orks in der Nähe; jeder Druck auf den Angriffsbutton ruft einen weiteren Geist herbei. Diese extrem mächtige Fähigkeit eignet sich hervorragend, um scheinbar aussichtslosen Situationen zu entkommen, und ist nebenbei auch noch fantastisch animiert mit sehr flüssigen Angriffsbewegungen.
Gegen Ar-Gul den Vielfraß hat mir das aber auch nicht geholfen.
Prozedural und erinnerunsgwürdig: Meine Nemesis-Geschichte
Meine Fehde mit Ar-Gul zeigt gut die Besonderheiten und das große Potenzial des neuen Nemesis-Systems für neue, interessante Geschichten auf, die für jeden Spieler einzigartig sind. Denn der fette Kerl mit dem großen Hammer entwickelte sich auf der E3 innerhalb kürzester Zeit zu einem extrem lästigen Erzfeind von Held Talion. Das Biest mit dem Trollblut, dessen Schläge nicht parierbar waren und denen ich stattdessen ausweichen musste, hatte jede Menge Unterstützung von Verbündeten und rief noch mehr Ork-Freunde per Signalhorn zu sich, sobald er meinen Avatar erspäht hatte.
Es folgte ein spektakuläres Gefecht, in dessen Verlauf es mir gelang, einen wilden Drachen zu zähmen. Das Viech war zufällig vorbeigeflogen; nachdem ich es mit Pfeilen gespickt hatte, war sein Wille gebrochen und Talion konnte sich per "Dominieren"-Fähigkeit auf den Rücken der Echse schwingen. In Mittelerde: Schatten des Krieges mit einem Drake über die Open-World zu fliegen, ist ein besonderes Erlebnis. Den Drachen dann aber auch noch auf Kommando Feuer speien und Sturzflüge ausführen zu lassen sowie arglose Caragors in den Klauen des Untiers nach oben zu tragen und das Monster die Reittiere auf Knopfdruck fressen zu lassen - dieses Gefühl ist unbezahlbar.
Doch Drache hin, Drache her, am Ende war Ar-Gul einfach stärker als ich, der Level-Unterschied von drei XP-Stufen machte sich deutlich bemerkbar. Talion sackte erschöpft zu Boden - und Ar-Gul? Der schnappte sich einfach das Schwert des Waldläufers und brach es in zwei! Der Monolith-Entwickler neben mir und ich saßen einen Augenblick in schockierter Stille da - dann informierte mich der Designer, dass dieser Gegenstand nunmehr unrettbar verloren sei. Und tatsächlich: Im Inventar hatte Talion jetzt nur noch ein schwächliches Level-1-Schwert, die Stufe-29-Klinge war verschwunden. Wenn also schon der Tod Talion nicht stoppen kann (einen kurzen Respawn später machte ich mich schon wieder auf die Jagd nach dem inzwischen auf Stufe 34 aufgestiegenen Ar-Gul), dann gibt es in Mittelerde: Schatten des Krieges doch zumindest für die Items Permadeath. Was für eine coole Idee!
Quelle: Warner Bros. Interactive
E3-Hands-on zu Mittelerde: Schatten des Krieges - Vorschau zu Skills, Inventar, Loot und Open-World: Eine der positiven Überraschungen der Messe (6)
Noch zwei Mal konfrontierte ich Ar-Gul in der Folge. Beide Male war er gerade in eine eigene Quest verstrickt und lauerte anderen Ork-Hauptmännern auf, um sie auszuschalten und seine eigene Position zu stärken. Seine Plan: den Herrscher der örtlichen Festung herausfordern und zum Warlord aufsteigen. Der mächtige Ar-Gul, inzwischen mit einem "Epic" hinter dem Namen ausgezeichnet (was eine höhere Chance auf epischen Loot bei seiner Leiche mit sich bringt), wollte und wollte nicht sterben. Selbst als ich ihn einmal bis auf einen Milimeter Lebensenergie heruntergekämpft hatte, bekam er durch den "Second Chance"-Perk noch die Möglichkeit, seinen Tod hinauszuzögern - und natürlich gelang es mir ausgerechnet in diesem Augenblick nicht, das folgende Quick-Time-Event erfolgreich abzuschließen. Nebenbei war Ar-Gul auch viel zu hochstufig, um ihn mit meinem Level-29-Waldläufer zu rekrutieren - um das zu schaffen, hätte ich ihn erst "beschämen" müssen, um seine Erfahrungsstufe zu senken.
Erst beim dritten Anlauf war Ar-Gul fällig, hinter uns lagen erschöpfende Gefechte, den Weg zu diesem Moment pflasterten zahllose Leichen geringerer Hauptmänner und normaler Orks. Und als Schatten des Krieges-Held Talion nach einer Stunde E3-Demo seiner jüngsten Nemesis endlich den Kopf von den Schultern trennte und anschließend einen epischen Edelstein zum Verbessern seiner Ausrüstung einsammelte, da war klar: Das neue Mittelerde-Actionspiel von Warner Bros. Interactive und Monolith wird den Vorgänger wohl in allen Belangen übertrumpfen.
Schatten des Krieges: Die PC-Technik - Was kann die Grafik wirklich?
Verbesserungsbedarf besteht einzig noch bei der Technik von Mittelerde: Schatten des Krieges. Downgrade-Diskussionen drängen sich förmlich auf, denn selbst auf dem PC hat die Grafik mehr mit dem drei Jahre alten Vorgänger gemeinsam als mit dem allerersten Schatten des Krieges-Gameplay-Video. Vergleicht doch nur mal diese zwei Clips, der eine vom Februar, der andere aus dem Mai:
Allerdings hat Mittelerde: Schatten des Krieges-Entwickler Monolith bis zum Release ja auch noch ein paar Monate Zeit für (optischen) Feinschliff. Erst kürzlich bat man sich sechs zusätzliche Wochen aus, als Veröffentlichungstermin wird mittlerweile der 10. Oktober angepeilt.
