Mittelerde: Schatten des Krieges - Social-Features Online-Conquest und -Vendetta angespielt - mit Gameplay-Video
Special
Mittelerde: Schatten des Krieges ist nicht nur im Story-Modus deutlich umfangreicher als sein Vorgänger Mittelerde: Mordors Schatten. Mit neuen Features wie etwa Online-Conquest und Online-Vendetta spendiert Entwickler Monolith dem Action-Adventure auch im Sandbox-Modus spannende Gameplay-Erweiterungen. Was sich dahinter verbirgt, erfahrt ihr in unserem Anspiel-Special.
Mit Mittelerde: Schatten des Krieges sorgte Entwicklerstudio Monolith schon beim Anspiel-Event auf der diesjährigen E3 für Verzückung. Hersteller Warner Bros. Interactive legte jetzt nach und lud uns Anfang August nach Seattle ein, um uns die neuen Online-Features von Mittelerde: Schatten des Krieges vorzuführen. Nach der ausführlichen Präsentation der beiden neuen Spielmodi Online-Conquest und Online-Vendetta durften wir mehrere Stunden lang selbst das Gamepad in die Hand nehmen, um mit Held Talion Ork-Festungen in der PC-Version von Mittelerde: Schatten des Krieges zu erobern.
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Online-Conquest: Burg-Eroberungen mit Langzeitmotivation
Um den Sandbox-Modus in Mittelerde: Schatten des Krieges gehörig aufzubohren, bekommt ihr mit dem Spielmodus Online-Conquest reichlich Gelegenheit, mit eurer individuell zusammengestellten Ork-Armee Festungen anderer Spieler einzunehmen. Zugriff auf dieses neue Feature erhaltet ihr über einen entsprechenden Wegpunkt auf der Weltkarte. Nachdem ihr den Modus Online-Conquest aktiviert habt, öffnet sich das Auswahlmenü für die Burgschlachten. In einer Liste bekommt ihr die zur Verfügung stehenden Festungen angezeigt, die andere Spieler zur Eroberung freigegeben haben. Solche Festungen werden quasi als eigenständige Level-Instanz angelegt und stehen dann für eine Conquest-Mission zum Abruf bereit. Neben dem Spielernamen bekommt ihr die Art der Burganlage und deren Verteidigungswert angezeigt. Je nachdem, welchem Ork-Stamm der Festungsboss (Overlord) angehört, bestimmt dies das äußere Erscheinungsbild der Burg sowie einige der Verteidigungseinrichtungen. Je höher der Verteidigungswert einer Festung, desto schwieriger ist sie einzunehmen. Die Höhe des Wertes hängt dabei vom Rang des Spielers als auch von den in der Festung platzierten Ork-Anführern ab. Wie ihr selber an eure eigene Festung gelangt, stellen wir euch in einem gesonderten Special vor, das derzeit noch einem Embargo seitens des Herstellers unterliegt.
Quelle: Warner Bros. Interactive
Mittelerde: Schatten des Krieges - Zugriff auf die neuen Features wie etwa Online-Vendetta erhaltet ihr über entsprechende Wegpunkte auf der Karte.
Das Spielziel im Modus Online-Conquest besteht zunächst darin, vorhandene Verteidigungspunkte einzunehmen. Dafür müsst ihr über einen gewissen Zeitraum jeweils die Oberhand rund um den entsprechenden Flaggenpunkt behalten, um dann dort euer Banner zu hissen. Ein entsprechendes Icon am Flaggenpunkt zeigt euch den aktuellen Fortschritt des laufenden Eroberungsvorgangs an. Einmal eingenommene Verteidigungspunkte bleiben für den Rest der Schlacht in eurer Hand. Mit Gegenangriffen seitens der Verteidiger müsst ihr nicht rechnen. Je nach Ausbaustufe der gegnerischen Burg gilt es, bis zu sechs solcher Verteidigungspunkte einzunehmen. Sobald ihr diese Aufgabe gemeistert habt, bekommt ihr Zugang zum Thronsaal der Burg, um euch dem darin verschanzten Overlord zu stellen. Erst wenn ihr den feindlichen Burgherren ins Jenseits geschickt habt oder ihn per Talions Brandmarken-Fähigkeit dominiert, ist die Schlacht gewonnen.
Quelle: Warner Bros. Interactive
Mittelerde: Schatten des Krieges - Der gegnerische Overlord ist "gebrochen", was ihr am grünen Symbol an seinem Kopf erkennt.
Als Lohn für gewonnene Conquest-Schlachten in Mittelerde: Schatten des Krieges erhaltet ihr Erfahrungspunkte, Ingame-Währung und Beutetruhen. Letztere enthalten Waffen, Rüstungsteile oder auch Edelsteine, mit denen sich Items upgraden lassen. Upgrades sorgen beispielsweise für mehr Schaden, verbesserte Heilung oder liefern andere nützliche Buffs für Talion. Die Belohnungen für eine gewonnene Online-Conquest-Schlacht gibt es in den Kategorien Bronze, Silber und Gold. Der bestimmende Faktor für die Belohnungskategorie ist die Zeit, die ihr benötigt habt, um eine Festung einzunehmen. Ein entsprechend eingeblendeter Zeitzähler in einer laufenden Schlacht gibt euch dabei stets Auskunft, wie viel Zeit euch noch bleibt, um das Ziel zu erfüllen.
Online-Conquests lassen sich grundsätzlich in zwei Modi spielen, entweder als Ranked- oder Friendly-Variante. Letztere dient eher zum Ausprobieren der eigenen Skills und der Armee-Zusammensetzung. Belohnungen im Ranked-Modus fallen dagegen höher aus, dafür sind erlittene Verluste allerdings auch permanent, sprich entsprechende Ork-Kompagnons, die ihr in einer solchen Schlacht verloren habt, stehen euch nicht mehr zur Verfügung. Anhand gewonnener oder verlorener Schlachten im Ranked-Modus steigt oder fällt auch euer eigener Spielerrang.
Quelle: Warner Bros. Interactive
Mittelerde: Schatten des Krieges - Bevor wir die Burgmauern erklimmen, zerstören wir dort stationierte Katapult-Einheiten der gegnerischen Orks.
Taktische Vorbereitung zahlt sich aus
In unserer mehrstündigen Spiel-Session stellte sich schnell heraus, das die Burgschlachten enorm viel Abwechslung und Spieltiefe in die Welt von Mittelerde: Schatten des Krieges bringen. Hier kommen das gehörig aufgebohrte Nemesis-System, die zahlreich vorhandenen und unterschiedlichen Orks, sowie deren Klassen und Fähigkeiten voll zum Tragen. Passend dazu ist es entscheidend, die eigene Angriffstruppe entsprechend aufzustellen. Dies lässt sich im Vorbereitungsmenü vor einer Burgschlacht erledigen. Darin könnt ihr euch die Details der eigenen und gegnerischen Orks anschauen, um zu sehen, welche Stärken und Schwächen sie besitzen. Talion als auch die Orkchampions können in Mittelerde: Schatten des Krieges bis zur Levelstufe 60 aufsteigen. Die Anzahl der möglichen Skillpunkte für Talion liegt bei ca. 120, wie uns die Entwickler bei Monolith mitteilen. Dementsprechend umfangreich fällt auch die Auswahl an Fertigkeiten für Talion aus. Die Analyse der Gegner in unserer ersten Schlacht offenbart beispielsweise, dass gleich mehrere der orkischen Champions eine Schwäche gegenüber Schleichattacken besitzen. Das nutzen wir doch gleich aus und verpassen Talion passende Upgrade-Buffs, damit seine Schleichangriffe möglichst effektiv ausfallen. Ebenfalls cool sind die Anpassungen schon bestehender Fertigkeiten, um ihnen einen speziellen Effekt zu verpassen. Den schon aus dem Vorgänger bekannten Flächenzauber Geisterblitz etwa garnieren wir mit einem Vergiftungs-Upgrade. Das erweist sich in der nachfolgenden Schlacht als äußerst nützlich. Besäßen die Feinde hingegen zum Beispiel Giftresistenz, wäre der gewählte Effekt hingegen völlig nutzlos.
Da die gegnerischen Orks in Mittelerde: Schatten des Krieges bedeutend mehr Tricks und Fertigkeiten auf Lager haben, als im Vorgänger, seid ihr auch viel öfter damit beschäftigt, Talions Fertigkeiten-Setup für die jeweilige Schlacht abzuändern und zu optimieren. Gegnerische Orks mit dem Skill "Adaption" sind jetzt sogar in der Lage, sich bei wiederholten, ständig gleichen Manövern des Spielers so anzupassen, dass ihr keinen Schaden mehr damit anrichtet. In einem solchen Fall hilft nur noch, die eigene Angriffstaktik zwingend zu ändern.
Quelle: Warner Bros. Interactive
Mittelerde: Schatten des Krieges - Vor der Schlacht könnt ihr euch Details des Gegners ansehen und eure eigene Armee anpassen.
Eure eigene Armee kann aus bis zu sechs Ork-Trupps bestehen. Die entsprechenden Slots schaltet ihr mit verdienter Ingame-Währung frei. Zusätzlich lassen sich pro Slot noch drei sogenannte Siege-Upgrades freischalten, von denen immer ein Upgrade in der Schlacht aktiv sein kann. Die Auswahl der Upgrades fällt üppig aus und lädt zum Experimentieren ein. So könnt ihr beispielsweise mit Katapulten bestückte Siege Beasts mit zusätzlicher Gift-Munition ausrüsten, Ork-Tanks als berittene Caragor-Kavallerie ins Feld schicken, die Kampfmoral durch Bannerträger erhöhen oder einen mächtigen Drachen im Kampf einsetzen. Oder wie wäre es mit beschworenen Spinnen, axtschwingenden Schocktruppen oder gar mit Olog-hai-Einheiten, die Burgmauern einreißen können? Die Vielzahl der zur Verfügung stehenden Komponenten dürfte für immer neue Kombinationen sorgen, mit denen Spieler ihre Festungen samt der darin stationierten Orktruppen ausstaffieren und somit für Langzeitmotivation im Sandbox-Spiel sorgen.
Cool inszenierte Burg-Erstürmung
Beim Anspielen der Burgschlachten von Mittelerde: Schatten des Krieges in Seattle gefiel uns nicht nur die taktische Vielfalt, die das Spielsystem bietet, sondern auch die cool umgesetzte Inszenierung. So glänzte die spielbare PC-Version mit deutlich schickeren Effekten im Vergleich zum Vorgänger Mittelerde: Mordors Schatten. In Brand gesetzte Orks, freigesetzte Giftwolken - das sah schon mächtig schick aus. Generell zeigt sich das neue Mordor durchaus auch von einer schon fast freundlich anmutenden Eleganz in puncto Landschaftsvielfalt und optischer Gestaltung. Doch viel Zeit, sich an den grafischen Finessen zu erfreuen, bleibt uns nicht. Die actionreichen Gefechte im Online-Conquest-Modus verlangen uns ordentliche Konzentration ab. Stets gilt es, nicht nur den aktuellen Kampfschauplatz - sprich, den jeweils einzunehmenden Kontrollpunkt - sondern auch die eigene Truppe im Auge zu behalten. Da die Scharmützel durchaus knackig ausfallen, müsst ihr damit rechnen, dass eure eigenen Ork-Captains durchaus das Zeitliche segnen können. Sobald es für einen eurer Ork-Anführer brenzlig wird, mahnt das Symbol "Bleeding" über dessen Kopf, dass er Hilfe benötigt. Wenn ihr es schafft, die störenden Gegner zu beseitigen, könnt ihr eure angeschlagenen Orks heilen, sodass sie wieder voll einsatzfähig sind. Solltet ihr angeschlagene Ork-Captains in eurer Armee schlichtweg ignorieren, kann dies - je nach Persönlichkeit des betreffenden Orks - dazu führen, dass sich diese Einheiten von euch abwenden. Ganz nützlich: Im Verlauf einer Burgschlacht lassen sich gegnerische Ork-Anführer per Brandmarken-Fähigkeit auch auf die eigene Seite holen. Allerdings kämpfen die so umgepolten Schergen nur für die Dauer der Burgschlacht auf eurer Seite und stehen nicht permanent in eurem Ork-Kader zur Verfügung.
Quelle: Warner Bros. Interactive
Mittelerde: Schatten des Krieges - Sobald der gegnerische Overlord besiegt ist, gilt die Festung als eingenommen.
Die Duelle mit den gegnerischen Overlords im Thronraum stellen das Sahnehäubchen der Burgschlachten dar, da ihr diese Gefechte ohne Unterstützung eurer Ork-Captains austragt. Sprich, hier kommt es entscheidend darauf an, die passenden Fähigkeiten parat zu haben, um etwaige Schwächen des jeweiligen Overlords auszunutzen. Unterstützung kann Talion durch seine Beschwörungs-Skills erhalten. Neben den schon im Vorgänger Mittelerde: Mordors Schatten verfügbaren Ork-Trupp kann Talion nun auch gezielt Bestien herbeizaubern, was sich im Duell gegen einen Overlord durchaus als nützlich erweist.
Dir zahl' ich es heim: Der Online-Vendetta-Modus
Orks, die euch des virtuellen Lebens beraubt haben, konntet ihr ja schon in Mittelerde: Mordors Schatten jagen, um Rache an den jeweiligen Fieslingen zu üben. In Mittelerde: Schatten des Krieges könnt ihr das in einer erweiterten Version ausüben, der Online-Vendetta. Dahinter verbirgt sich die Option, den virtuellen Tod von befreundeten Spielern zu rächen. Wie schon beim Modus Online-Conquest, steht euch auch für eine Online-Vendetta ein entsprechendes Wegpunkt-Icon auf der Weltkarte zur Verfügung. Sobald ihr einen solchen Wegpunkt erreicht und aktiviert, bietet euch das Spiel eine Online-Vendetta-Mission an. Frei aussuchen lässt sich eine solche Mission nicht. Details zum jeweiligen Auftrag zeigen euch an, welcher eurer Freunde vom betreffenden Ork gemeuchelt wurde und wie viele besiegte Spieler der entsprechende Gegner schon auf seinem Konto verzeichnen kann. Einmal gestartet, habt ihr nun die Chance, den mörderischen Ork zu besiegen. Solltet ihr dabei versagen, steht euch diese Mission nicht gleich wieder zur Verfügung.
Quelle: Warner Bros. Interactive
Mittelerde: Schatten des Krieges - Das Belohnungssystem motiviert stets zu neuen Bestleistungen im Online-Conquest.
Wenn ihr dagegen den Auftrag erfolgreich abschließt, bekommt ihr ähnlich wie beim Modus Online-Conquest Belohnungspunkte. Cool dabei, die so gewonnenen Punkte bekommt nicht nur ihr selbst, sondern auch der gerächte, befreundete Spieler gutgeschrieben. Die Belohnungspunkte könnt ihr ausgeben, um Talion und eure Ork-Armee weiter auszubauen.
Weitere Artikel, Eindrücke und Informationen zu Mittelerde: Schatten des Krieges findet ihr auf unserer Themenseite zum Spiel.
