Metroid Prime 4: Beyond - Zweiter Neustart der Entwicklung nicht möglich - sagt Entwickler
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Die Entwickler von Retro Studios haben erklärt, warum Metroid Prime 4 trotz veränderter Spieletrends keinen zweiten Entwicklungsneustart bekam. Das Team entschied sich bewusst, an seiner ursprünglichen Vision festzuhalten.
Nach fast zehn Jahren Entwicklungszeit ist Metroid Prime 4: Beyond inzwischen für Nintendo Switch und Switch 2 erschienen. Die Reaktionen fielen überwiegend positiv aus (hier unser Metroid-4-Test), dennoch sorgten bestimmte Design-Entscheidungen für Diskussionen. In einem neuen Interview hat Retro Studios nun erstmals offen erläutert, warum das Spiel trotz interner Zweifel keinen erneuten Neustart erhielt.
Metroid Prime 4: Beyond - Ein zweiter Neustart war "ausgeschlossen"
Im Gespräch mit dem japanischen Magazin Famitsu (via Nintendo Everything) erklärte ein nicht namentlich genannter Entwickler, dass ein weiterer Entwicklungs-Reset schlicht keine Option mehr gewesen sei. Metroid Prime 4 (jetzt kaufen 35,60 € ) war bereits 2017 angekündigt worden und hatte zu diesem Zeitpunkt schon einen kompletten Neustart hinter sich, nachdem Nintendo das Projekt von Bandai Namco zu Retro Studios verlagert hatte. Eine erneute Verzögerung hätte den Rahmen des Projekts gesprengt.
Ursprünglich entstand Beyond aus dem Wunsch heraus, Open-World-Elemente stärker in die Metroid-Formel zu integrieren. Inspiriert durch den Erfolg von The Legend of Zelda: Breath of the Wild gab es laut Team viele Stimmen aus der Community, die sich ein frei erkundbares Metroid-Spiel wünschten. Gleichzeitig stellte sich jedoch früh heraus, dass klassische Open-World-Strukturen nur schwer mit dem zentralen Metroid-Prinzip des schrittweisen Fortschritts vereinbar sind.
Quelle: PC Games
Metroid Prime 4: Warum ein zweiter Neustart tabu war (2)
Hub-Welt statt klassischer Open World
Anstatt Samus von Beginn an völlige Bewegungsfreiheit zu geben, entschied sich das Team für eine Hub-basierte Struktur. Ein größerer, frei erkundbarer Bereich dient als Drehscheibe zu weiteren Arealen, die sich erst nach und nach öffnen. Um das Erkunden weniger zäh wirken zu lassen, integrierten die Entwickler ein Motorrad als Fortbewegungsmittel, das Tempo und Spielfluss bewusst steuern sollte.
Gegen Ende der Entwicklung wurde jedoch deutlich, dass sich der Geschmack vieler Spieler inzwischen weiterentwickelt hatte. Schnellere Shooter, dynamischere Actiontitel und dichtere Open-Worlds hatten den Markt geprägt. Dennoch verzichteten Retro Studios und Nintendo bewusst darauf, Metroid Prime 4 diesen Trends anzupassen. Laut dem Team hätte eine höhere Spielgeschwindigkeit das isolierte Abenteuer-Gefühl der Serie untergraben. Da ein weiterer Neustart jedoch ausgeschlossen war, blieb man der ursprünglichen Vision treu.
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Quelle: Retro Studios auf Famitsu, via Nintendo Everything
