Metro: Exodus in der gamescom-Vorschau – Atmosphäre pur
Special
Am 22. Februar erscheint mit Metro: Exodus endlich der Nachfolger zu Metro 2033 und Last Light. Ganz so lange mussten wir aber nicht warten, um mit Held Artjom erneut durch das postapokalyptische Russland zu ziehen. Auf der gamescom 2018 in Köln durften wir einen neuen Abschnitt am PC anzocken, der uns voll in seinen Bann zog.
Das ebenso wie seine Vorgänger auf den Metro-Romanen von Dmitri Gluchowski basierende Exodus spielt etwa zwei Jahre nach den Geschehnissen von Last Light und knüpft an die dort erzählte Geschichte von Protagonist Artjom an. Davon erfahren wir bei unserem Hands-on auf der gamescom 2018 in Köln jedoch nicht viel. Stattdessen werden wir und auch unser Held ins kalte Wasser geworfen. Artjom droht zu ertrinken und wird von einer mysteriösen Fremden an Land gezogen und wiederbelebt. Von ihr erfahren wir, dass eine Gruppe von Plünderern wohl unsere Frau gefangengenommen hat. Nachdem Artjom das letzte bisschen Wasser ausgehustet hat, schnappt er sich auch gleich seine Waffen sowie ein paar wenige Kugeln und zieht los.
Intensive Feuergefechte
Nach ein paar Metern finden wir zudem eine alte Armbrust, die wir ausrüsten, um leise vorzugehen, denn in der angrenzenden Siedlung wimmelt es vor Fieslingen.
Quelle: Deepsilver
Die Spielwelt in Metro: Exodus ist wunderschön umgesetzt und überhaupt wird eine großartige Atmosphäre aufgebaut.
Die Areale sind recht weitläufig, aber dennoch so gestaltet, dass wir auch ohne Artjoms Kompass den rechten Weg finden. Als wir ein paar alte Hütten durchsuchen, um dort Ressourcen zu sammeln, damit wir Pfeile für die Armbrust sowie weitere Waffenverbesserungen herstellen, werden wir dennoch unachtsam und laufen einem Trupp Gegner in die Arme. Wir erschießen den Ersten und ziehen uns danach schnell zurück, denn nur nach wenigen Treffern beißt Artjom bereits ins Gras. Wir wechseln unsere Stellung, schleichen durch das Gestrüpp und sorgen so dafür, dass unsere Feinde nicht mehr wissen wo wir uns befinden. Das ging relativ problemlos. An der KI sollte man also bis zum Release noch ein wenig arbeiten.Da sich ein Gegner jedoch plötzlich umdreht, als wir uns an ihn heranschleichen, entbrennt das Feuergefecht erneut. Nachdem wir etwa fünf Feinde beseitigt haben, ergeben sich die beiden übrigen Fieslinge, die wir niederschlagen und deren Taschen plündern. Das ist auch nötig, denn wir haben zu viel Munition und auch einige Medi-Packs verbraucht. Ein hoher Preis für diesen Sieg, denn Metro-typisch ist Munition rar gesät. Glücklicherweise können wir mit den gesammelten Materialien ein paar Pfeilspitzen craften und nehmen uns vor, nun wirklich vorsichtiger zu sein. Wir schleichen also durch den Wald, halten Abstand zu Siedlungen sowie einzelnen Zelten und Hütten und schalten Gegner leise aus, wenn uns welche in die Quere kommen.
Wunderschöne Wildnis
Waren wir zuvor noch im Abendrot unterwegs, wird es nun langsam Nacht und aus dem Gebüsch können wir beobachten, wie ein Rudel Wölfe umherzieht. Als wäre das nicht schon genug, ertönt plötzlich lautes Gebrüll und ein riesiges Mutantenwesen stampft auf die Lichtung vor uns. Wir sind nun wirklich froh, uns für die leise Vorgehensweise entschieden zu haben. Die Atmosphäre bei unserem nächtlichen Waldspaziergang ist fantastisch. Statt die Kulisse und das Geschehen ständig mit Musik zu unterlegen, lassen 4A Games lieber die Natur für sich sprechen. Stille, leises Säuseln des Windes, dann plötzlich ein Knacken im Unterholz, Wolfsgeheul oder die schweren Schritte eines Mutanten - Metro: Exodus (jetzt kaufen 18,90 € ) sorgt für eine stete Anspannung. Zudem ist die Landschaft wunderbar hübsch und detailliert, dass man fast vergessen könnte, durch die Postapokalypse zu wandern.
Quelle: Deepsilver
Ob wir gegnerische Stützpunkte und Siedlungen im offenen Kampf oder still und leise angehen, liegt ganz bei uns. Metro-typisch haben wir aber wenig Munition, was die erste Option erschwert.
Kleinere Techniktücken
Dennoch fielen uns beim Zocken der PC-Version auch einige technische Unsauberkeiten, die bis zum Release Anfang nächsten Jahres noch behoben werden sollten. Neben einigen Clipping-Fehlern sowie einigen Objekten, in denen sich Artjom verkeilen konnte, sorgte auch zum Teil starkes Tearing dafür, dass man ein wenig aus der Spielwelt herausgerissen wurde. Glücklicherweise bot Metro: Exodus während unseres Hands-ons aber auch so viele coole Momente, dass wir doch wieder ins spannende Geschehen gezogen wurden. So gehen wir beispielsweise ein paar Plünderern in die Falle und lauschen hilflos deren Gespräch, was sie nun mit uns anstellen wollen, oder wir stolpern in eine kleine Höhle, wo uns plötzlich eine Art mutierter Krebs unter Wasser ziehen will.
Quelle: Deepsilver
Beim Anspielen konnten wir einige Gegner viel zu leicht austricksen. Bis zum Release sollten Entwickler noch an der KI schrauben.
Metro: Exodus fesselt uns trotz der genannten technischen Makel so sehr, dass unser einstündiger Anspieltermin wie im Flug vergeht. Zum Abschluss unserer Demo dringen wir in eine größere Siedlung ein und werden aufgrund eines verfehlten Schusses entdeckt. Das darauf folgende Feuergefecht ist packend und intensiv. Wir bleiben in Bewegung, gehen in Deckung, doch gegen die feindliche Übermacht haben wir letztlich keine Chance, da wir zuvor eben zu viele Medi-Packs verbraucht haben. Beim zweiten Versuch stellen wir uns etwas geschickter an, doch wir müssen nach einem gezielten Kopfschuss die Maus aus der Hand legen.
