Aus der U-Bahn in die Wildnis: Eine beeindruckende Endzeitwelt wartet 20 Jahre nach dem Atomkrieg darauf, entdeckt zu werden.
Manche Fortsetzungen sind der reine Horror. Wenn sich zu wenig an Spielmechanik und Szenerie ändert, kann sich selbst die spannendste Serie schnell abnutzen. Als nun 4A-Games auf der E3 endlich den dritten Teil der Shooter-Reihe Metro vorstellte, war zwar das bekannte Schauer-Feeling wieder da, doch es wurde auch recht schnell ersichtlich, dass man neue Wege gehen möchte. So braucht sich kein Spieler vor Stillstand zu fürchten. Die neuen Pfade führen raus aus den U-Bahn-Netzen Moskaus und rein in den Überlebenskampf in der russischen Wildnis.
Quelle: Deep Silver
Blutig: Was es mit der Maske auf sich hat? Wir wissen es nicht. Sicher hingegen ist, dass die Landschaft drumherum in allen vier Jahreszeiten erforschbar sein wird. (PC)
Offene Welt?
Quelle: Deep Silver
Schweres Gerät: Mit einer dicken Armbrust geht es in der russischen Wildnis in den Überlebenskampf. Ob das ausreicht? (PC)
Metro: Exodus bietet nun eine recht offene erkundbare Welt und sperrt den Spieler nicht mehr in die engen Bahnschächte des Moskauer Untergrunds. Interessanterweise werben die Entwickler nicht mit dem gerne genutzten "Open World"-Kampfbegriff. Laut 4A-Games handelt es sich vielmehr um "riesige, nicht-lineare Levels". Vielleicht auch ein Zugeständnis an die Storylastigkeit? Die erzählerische Dichte der Vorgänger soll mindestens erreicht werden. Weiterhin mit von der Partie sind zudem zahlreiche Gegner, wie beispielsweise blutdürstige Mutanten. Die Kampf- und Schleichelemente werden mit Survival- und Horrorzutaten gespickt. Die Formel ist so neu also nicht. Ein besonderer Clou ist dagegen, dass die neue Oberwelt sogar in allen vier Jahreszeiten zu erforschen ist. Hauptfigur Artjom lässt nicht nur den Moskauer Untergrund hinter sich, sondern trifft in der russischen Wildnis potenziell auf mehr Abwechslung als viele andere Open-World-Protagonisten in anderen Spielen.
Grafischer Gigant?
Das Ziel des tapferen Kämpfers: Mit einem Trupp Soldaten eine neue Heimat für die Überlebenden der nuklearen Katastrophe zu finden. Neben Jahreszeitenwechseln gibt es auch ein dynamisches Tageszeitensystem sowie wechselndes Wetter. Waffen und Ausrüstung haben Spieler weitgehend selbst herzustellen. Für Dramatik soll die Geschichte sorgen, welche wieder einmal lose auf Dmitry Glukhovskys Romanen basiert. So ist vorgesehen, dass nicht alle Kameraden den Weg in die neue Heimat überleben. Die Handlung wird sich zudem im Verlauf verästeln, was zu einem höheren Wiederspielwert führen soll. Wie genau das funktioniert, haben die Entwickler aber noch nicht verraten. Infos gibt es dagegen bereits zum Schnellreisesystem. Damit die Distanzen im weitläufigen Spiel nicht zu groß erscheinen, wird man einen altmodischen Zug als Fortbewegungsmittel nutzen können.
Quelle: 4A Games
Unglaublich detailliert: Man beachte das Kondenswasser an eurer Gasmaske und die stimmungsvolle Beleuchtung
Die Erwartungen sind hoch, bürgten doch die beiden Vorgänger für Qualität. Grafisch scheint jedenfalls kaum etwas schiefgehen zu können. Der E3-Trailer sah regelrecht bombastisch aus. Bedenken sollte man jedoch, dass dieser auf PC-Hardware lief, welche aber der neu vorgestellten Xbox One X nahekommen soll. Wie gut der Titel auf regulären PS4-Konsolen und der normalen Xbox One aussehen wird, können wir aktuell noch nicht abschätzen. Klar ist, dass die native 4K-Auflösung der One X vorbehalten ist. Ob die PS4 Pro mithalten kann? Bis 2018 wissen wir es sicher.
Entwickler: 4A Games | Hersteller: Deep Silver
