Die Götter müssen verrückt sein! Kriegsgott Ares ist Odysseus!
Nach dem leicht uninspirierten "Metal Slug 4" ist die Serie nun endlich wieder fit. In Teil fünf bietet Entwickler SNK-Playmore fast alles das, was treue Fans der Serie erwarten. So fallen vor allem die Levels wieder etwas kürzer aus, sind dafür aber weitaus interessanter als die oft künstlich in die Länge Szenarios des vierten Teils und fesseln endlich wieder lange an den Bildschirm. Dank witziger neuer "Slug"-Gefährte wie etwa dem toll animierten Spinnen-Slug und der Möglichkeit, zwei Waffen gleichzeitig zu führen (bekannt schon aus Teil vier), macht die Action niemals Pause. Der Schwierigkeitsgrad ist wie immer recht hoch angesetzt -- ein Treffer, und euer Kämpfer geht über den Jordan und verliert zu allem Überfluss auch noch seine momentan aktive Extrawaffe. Wie in den Vorgängern kann sich der Spieler auch hier wieder mit Endlos-Continues durch die fünf knackigen Levels mogeln und ärgert sich dann über die relativ kurze Spieldauer. Wer dagegen wirklich Spaß mit "Metal Slug 5" haben will, macht Folgendes: Die Anzahl der erlaubten Versuche begrenzen und die kniffligen aber immer fairen Stages möglichst unbeschadet meistern -- denn die wahren Stärken der "Metal Slug"-Spiele sind nicht nur die tolle 2D-Grafik, sondern vor allem der hervorragend durchdachte Levelaufbau. Die Markenzeichen der Serie -- filigran animierte 2D-Sprites aller Formen und Größen und der fies-schwarze Humor sind natürlich auch wieder mit von der Partie. Ein wieder einmal mit 25 Euro angenehm günstiges Fest für zweidimensionale Aushilfs-Rambos, die gerade im Zweispieler-Modus voll auf ihre Kosten kommen wollen.
