Ich habe Elon Musks Lieblingsspiel gezockt - es ist wirklich super
Kolumne
Unser Autor hat das Lieblingsspiel des berühmten Tech-Milliardärs Elon Musk selbst ausprobiert und ist begeistert - und süchtig nach diesem Game.
Elon Musk ist vor allem für drei Dinge bekannt. Erstens ist er der reichste Mensch der Welt mit einem unfassbaren Vermögen von über 250 Milliarden US-Dollar. Zweitens ist er der Chef der wohl populärsten Elektroauto-Marke der Welt, Tesla. Und drittens hat er eine der bekanntesten Social-Media-Plattformen, Twitter, gekauft - und das soziale Netzwerk seitdem massiv heruntergewirtschaftet. Nun ist eine neue Biografie über Elon Musk erschienen, in der ein für mich als Gamer interessantes Detail steckt: das liebste Videospiel des umstrittenen Milliardärs.
Elon Musk hat unglaublich viel Geld - und ein Lieblingsspiel
Wie die US-Tech-Website The Verge berichtet, wird in dem neuen Buch von Walter Isaacson mit dem schlichten Titel "Elon Musk" das Strategiespiel "The Battle of Polytopia" als das liebste Mobile-Game des Tesla- und Twitter-Chefs aufgeführt.
Als ich das am Mittwochabend las, wurde ich neugierig. Nicht etwa, weil ich Elon Musk so mag, denn das Gegenteil ist der Fall. Sondern, weil es mein Interesse weckte, dass der vermögendste Mensch der Welt nicht nur ein liebstes Videospiel hat - sondern laut den Beschreibungen aus der neuen Biografie auch eine außerordentliche Leidenschaft für ebendieses Game hegt.
Laut Elon Musk würde man beim Polytopia-Spielen lernen, ein besserer CEO zu werden. Außerdem habe Musk drei Lektionen fürs Leben durch das Game gelernt: "Empathie ist kein Vermögenswert", "nutze jeden Zug voll aus" und "engagiere dich immer stärker".
Solche Wunder soll ein Videospiel bewirken können? Das musste ich selbst ausprobieren.
Das liebste Spiel von Elon Musk ist echt super
Polytopia ist ein rundenbasiertes Strategiespiel, das solchen Spiele-Klassikern wie Xcom und Civilization spielerisch sehr ähnlich ist. Das Game eines kleinen schwedischen Indie-Studios ist auf PC, Mac, Linux, Android, iOS, Nintendo Switch verfügbar und - wie passend - in Autos von Tesla.
Ich habe Polytopia auf meinem Android-Smartphone gezockt und dabei gleich zwei positive Dinge bemerkt: Erstens ist das Spiel im Singleplayer-Modus komplett kostenlos, auch keine nervige Werbung unterbricht das Spielerlebnis. Und zweitens ist das Spiel außerordentlich gut auf einem Smartphone spielbar.
In Elon Musks Lieblingsspiel geht's um Kämpfe und Eroberung
Und so versank ich für mehrere Stunden in mein Smartphone und schlug mich durch mehrere ausgiebige Runden in Polytopia. Eigentlich wollte ich noch eine Runde Mario Kart auf der Nintendo Switch zocken und früh ins Bett gehen. Beides wurde durch Polytopia zunichtegemacht.
Das ist mir bei einem Mobile-Game schon seit Jahren nicht mehr passiert. Doch Elon Musks liebstes Spiel ist wirklich großartig. Als besonders motivierend empfand ich den Ablauf aus Erkunden, Reich und Armee aufbauen zu Beginn einer Session und dann Erobern der zunächst neutralen Gebiete der Gegner, die nach dem ersten Angriff zu Feinden werden.
Das Ziel ist simpel, der Weg dorthin mitunter schwer: Erobere die gesamte Karte.
Lektionen fürs Leben dank Elon Musks liebstem Spiel?
Dass dieses Spielziel motivierend für einen Mann wie Elon Musk erscheint, kann ich gut nachvollziehen. Es passt zu seinem Verhalten in der echten Berufswelt. Seine drei Lektionen fürs Leben aus Polytopia ließen sich so oder so ähnlich auch in vielen anderen Videospielen ausfindig machen, doch ich verstehe nach mehreren Stunden mit Polytopia, wie man zu diesen Schlüssen kommt.
Ob ich jetzt auch bereit bin, CEO eines globalen Milliardenkonzerns zu werden? Immerhin soll man ja genau das bei Polytopia lernen. Ehrlicherweise lautet meine persönliche Antwort: nein, das denke ich eher nicht. Allerdings hat mir mein kleines Experiment zwei Dinge gebracht. Einerseits ein besseres Verständnis dafür, wie der reichste Mensch der Welt tickt. Und andererseits ein neues Spiel, das mir extrem gut gefällt und das ich in nächster Zeit noch viel mehr zocken werde.
