Max und Moritz Reloaded

Test

"Max und Moritz machten beide, als sie lebten, keine Freude ..." -- frei nach dem Klassiker von Wilhelm Busch lässt Regisseur Thomas Frydetzki die beiden Lausbuben (Willi Gerk und Kai-Michael Müller) auf das heutige Hamburg los. Als missratene Söhne einer versoffenen Prostituierten (Katy Karrenbauer) konsumiert das Duo Alkopops in rauen Mengen und stiehlt Autos, selbst wenn es sich dabei um Polizeiwagen handelt.

Zur Strafe werden die Burschen nach Thüringen in ein Erziehungscamp gebracht. Dort sollen die zwei schwulen Ex-NVA-Kameraden Axel Schultz (Sebastian Krumbiegel, "Die Prinzen") und Henry Maschke (Toni Krahl, "City") den ungezogenen Brüdern Manieren beibringen. Doch selbst die ruppigsten Methoden der selbsternannten Pädagogen fruchten nicht. Erst der skrupellose Bordell-Besitzer Mörder-Hannes (Ben Becker), dem Max und Moritz den Ferrari klauen, zwingt die zwei Taugenichtse in die Knie.

Im Zusatzmaterial der DVD gibt es noch einige Improvisationen von Schauspieler Ben Becker zu sehen (ca. 10 Min.) und die B-Roll, welche einen kurzen Blick hinter die Kulissen gewährt. Bei den Interviews verrät Becker, wie er zu dieser Rolle kam und woher er so viele unanständige Schimpfwörter kennt. SN n

Fazit

Film-Check: Dieser Streich von Regisseur Thomas Frydetzki ging gehörig in die Hose. Außer derben Sprüchen, sinnlosen Gewaltdarstellungen, hölzern agierenden Darstellern und peinlichen Gags hat die Möchtegern-Satire mit Comic-Charakter nichts zu bieten.Der Wilhelm-Busch-typische, doppelbödige Galgenhumor geht dieser "Max und Moritz"-Vergewaltigung komplett ab.
DVD-Fazit: Das Bild im Cinemascope-Format wurde stark verfremdet, der Sound in 5.1 gefällt. Das Bonusmaterial ist unterhaltsamer als der Streifen selbst.

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