Marvel's Spider-Man 2 im Test: Kommen zwei Spinnen nach New York, ist Spielspaß garantiert

Test Matthias Dammes 53,99 €
Marvel's Spider-Man 2 im Test: Kommen zwei Spinnen nach New York, ist Spielspaß garantiert
Quelle: Sony

Die Spinnenmänner sind zurück auf der PS5, diesmal gleich im Doppelpack. Wir haben uns im Test angeschaut, ob Marvel's Spider-Man 2 an die hervorragende Qualität der Vorgänger anknüpfen kann und welche Verbesserungen es gibt.

Seit Stan Lee und Steve Ditko im Jahr 1962 Spider-Man erschaffen haben, hat sich die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft in den vergangenen 60 Jahren zu einem der wichtigsten und beliebtesten Helden von Marvel Comics entwickelt. Das liegt zum großen Teil auch daran, dass Peter Parker ein normaler Teenager von nebenan ist, der mit Mühen und Problemen des Alltags zu kämpfen hat, mit denen sich jeder identifizieren kann. In Marvel's Spider-Man von Insomniac Games haben die Entwickler genau diesen Spagat aus Superhelden-Leben und persönlichen Herausforderungen gut eingefangen, auch wenn Peter dort bereits ein erwachsener Mann mit mehreren Jahren Erfahrung im Spinnenkostüm ist.

Die jugendliche Unbekümmertheit nahmen die Entwickler schließlich mit dem Ableger Miles Morals in den Blick, der sich als zweiter Spider-Man an Peters Seite aufschwingt. In Marvel's Spider-Man 2 schlüpfen wir nun in die Rolle beider Spinnenmänner, um die Menschen von New York City zu beschützen - auch wenn J. Jonah Jameson gerne das Gegenteil behauptet.

Zwei Spinnen für New York

Neun Monate sind seit den Ereignissen von Spider-Man: Miles Morales vergangen. Die Stadt pulsiert wie immer und die Menschen haben sich daran gewöhnt, dass es inzwischen zwei Spider-Men gibt, die auf den Straßen für Recht und Ordnung sorgen.

Unsere Helden haben wieder Zeit, sich mit den normalen Problemen ihres Lebens zu beschäftigen. Peter ist nach wie vor auf der Suche nach einem neuen Job. Miles bereitet sich darauf vor, aufs College zu gehen, hat aber Probleme, einen Bewerbungsaufsatz über sich selbst zu schreiben. MJ verfolgt ihre Karriere beim Daily Bugle und hadert mit den Anforderungen ihres temperamentvollen Bosses.

Die nächsten Bedrohungen, die den beiden Spider-Men wieder alles abverlangen werden, lassen aber nicht lange auf sich warten. Schon in den ersten Spielminuten wirft uns das Spiel in einen fantastisch inszenierten Kampf mit einem von Spider-Mans üblichen Gegenspielern und setzt damit den Ton für die packende Spinnenaction und epische Bosskämpfe, die sich durch das ganze Spiel ziehen.

Das Besondere ist dabei nur, dass wir diesmal zwei Helden verkörpern. So wechseln wir immer wieder die Perspektive von Peter zu Miles und umgekehrt. In den Auseinandersetzungen mit großen Bedrohungen müssen beide häufig auch zusammenarbeiten.

Peter und MJ sitzen in einer Riesenradgondel, während sie sich verliebt an ihn schmiegt. Quelle: PC Games Es bleibt auch Zeit für ruhige Momente, in denen sich die Charaktere unter der Maske entwickeln können. Gut gefallen hat uns, dass die Story aber nicht nur aus anhaltender Action besteht. Das Spiel nimmt sich auch die Zeit für ruhigere Momente und Charakterentwicklung. So nutzen die Entwickler unter anderem auch Flashbacks, die teilweise sogar spielbar sind, um gewisse Storyelemente zu erzählen.

Auch sonst verfügen die Hauptmissionen über angenehme Abwechslung abseits des Superhelden-Business. Bisweilen übernehmen wir sogar die Kontrolle über andere Charaktere. So gibt es wieder ein paar wenige Abschnitte, in denen wir Mary Jane steuern. Diese Missionen wurden im Vergleich zum Vorgänger auch deutlich spannender gestaltet.

Der Fokus liegt dabei zwar weiterhin auf Stealth, doch MJ hat ihre am Ende des ersten Teils ergatterte Stun Gun dabei. Mit der kann sie inzwischen ziemlich gut umgehen, wodurch sie spielerisch eine wesentlich aktivere Rolle in ihren Abschnitten einnimmt.

MJs Waffe ist nur ein kleines Detail von vielen Aspekten in Spider-Man 2, die klarmachen, dass es sich hier um eine waschechte Fortsetzung handelt, die auf allem aufbaut, was bisher im Universum vorgefallen ist. Sei es das Hauptspiel des ersten Teils, seien es dessen DLCs, sei es der Ableger Miles Morales.

Vorwissen aus all diesen Spielen wird häufig vorausgesetzt. Etwas schade finden wir in diesem Zusammenhang, dass es im Spiel keinen Kodex mit Informationen über wichtige Charaktere und Ereignisse mehr gibt. Wir waren öfter in der Situation, in der wir uns nicht mehr an alle Details bestimmter Ereignisse erinnern konnten, und uns gewünscht hätten, diese schnell nachlesen zu können.

Spider-Man nutzt seine Webwings, um durch die Straßen von New York zu gleiten. Quelle: PC Games Mit den Webwings durch die Stadt zu segeln macht unheimlich viel Spaß.

Flieg kleine Spinne, flieg

Einer der Höhepunkte des Vorgängers war das nahezu perfekt umgesetzte Fortbewegungssystem von Spider-Man. Das Schwingen durch die Straßen von New York fühlte sich wunderbar und geschmeidig an. Daran hat sich auch im zweiten Teil nichts geändert.

Auf Knopfdruck schießen wir einen Spinnenfaden automatisch zu einem geeigneten Haltepunkt und schwingen an diesem, solange wir die entsprechende Taste halten.

So weit, so bekannt, aber die Entwickler haben das Bewegungsrepertoire diesmal um eine spannende Neuerung ergänzt, die uns so viel Spaß gemacht hat, dass es das Schwingen bei uns fast vollständig verdrängt hat. Die Spinnenmänner sind jetzt nämlich auch mit Webwings ausgestattet, mit denen wir, ähnlich zu einem Wingsuit, durch die Lüfte gleiten können.

Um diese neue Art der Fortbewegung so richtig zur Geltung kommen zu lassen, nutzen wir in der Stadt die zahlreichen Luftströme zu unserem Vorteil aus. So nutzen wir die aufsteigenden Abgase aus Klimaanlagen auf Häuserdächern, um ordentlich an Höhe zu gewinnen.

Zusätzlich machen wir uns Strömungen in den Straßenschluchten oder entlang von Brücken zunutze, um mit einem Affenzahn durch New York zu heizen.

Bildergalerie

Die ganze Fortbewegung durch die Stadt wird dadurch noch rasanter und lässt uns innerhalb kürzester Zeit auch ohne Schnellreise vor Harlem an der Nordspitze Manhattans bis nach Coney Island im Süden Brooklyns gelangen. Hervorragend ist dabei auch, dass egal wie schnell wir durch die Stadt hetzen, es dabei nie zu technischen Mängeln kommt. Zu spät ladenden Texturen oder Ähnliches konnten wir nicht beobachten. Hier haben die Entwickler exzellente Optimierungsarbeit geleistet, um die Leistung der PS5-SSD richtig zu nutzen.

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 06/2026 play5 06/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk