Marvel: "Nie wieder" - Regisseur von The New Mutants hat die Nase voll von Superhelden-Filmen

News Tobias Tengler-Boehm
Marvel: "Nie wieder" - Regisseur von The New Mutants hat die Nase voll von Superhelden-Filmen
Quelle: 20th Century Fox

Der Regisseur einer der größten Marvel-Enttäuschungen hat die Nase von Superhelden voll.

Es handelt sich um eine der größten Marvel-Enttäuschungen der letzten Jahre. Und das, obwohl die Story des X-Men-Films, den mittlerweile nur noch die wenigsten Superhelden-Fans auf dem Schirm haben dürften, durchaus spannend klingt. The New Mutants wollte als Spin-Off völlig neue Wege gehen und scheiterte kläglich. Der Regisseur von damals zählt Gründe auf und ist sich sicher: "Nie wieder" Marvel.

The New Mutants: Der X-Men-Film, den kaum jemand kennt

Die Zahlen auf Rotten Tomatoe s sprechen eine deutliche Sprache. Nur 36 % der Kritikerinnen und Kritiker bewerteten The New Mutants positiv. Das Publikum zeigte sich mit 55 % zumindest nur ein klein wenig positiver gestimmt. Und das trotz toller Schauspielerinnen und Schauspieler und einer wirklich interessanten Handlung.

The New Mutants handelt von einem "Krankenhaus" in dem junge Mutantinnen und Mutanten untergebracht sind. Dort sollen sie lernen, ihre übermenschlichen Fähigkeiten zu kontrollieren, um eines Tages vielleicht sogar bei den X-Men von Professor Charles "X" Xavier aufgenommen zu werden.

Doch schon bald müssen Wolfsbane (Maisie Williams aus Game of Thrones), Magik (Anya Taylor-Joy aus Der Super Mario Bros.-Film) und Cannonball (Charly Heaton aus Stranger Things) feststellen, dass dieses vermeintliche Krankenhaus eher einem Gefängnis mit dunklen Geheimnissen gleicht. Ein potenzieller Marvel-Blockbuster als Horrorfilm. Dieses vielversprechende Experiment scheiterte kläglich und Regisseur Josh Boone hat heute noch daran zu knabbern.

The New Mutants: "Nie wieder" Marvel

Der Filmemacher wurde 2014 für das Drama "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" gefeiert. Mit dem X-Men-Film The New Mutants lernte er 2020 die Schattenseiten Hollywoods kennen. In einem aktuellen Interview stellt Josh Boone klar, dass er die Nase voll von Superhelden hätte. "Es ist immer noch so hart, weil es so traumatisch war".

Anschließend führt er mehrere Gründe für den Marvel-Flop an: "Das Studio [20th Century Fox] wurde [an Disney] verkauft. Und dann folgte die Pandemie genau dann, als sie beschlossen den Film zu veröffentlichen". Einem Budget von geschätzt 67 bis 80 Millionen US-Dollar steht ein klägliches Einspielergebnis von nicht mal 50 Millionen US-Dollar gegenüber. Der Regisseur erinnert sich:

"Wir durften nicht wirklich den Film drehen, den wir eigentlich wollten". Auf die Frage, ob er sich vorstellen könnte, jemals wieder einen Superheldenfilm zu machen, antwortet Josh Boone offen und ehrlich: "Ich würde es nie wieder tun"! Der Filmemacher hat aber auch gute Erinnerungen an den traumatischen Marvel-Flop: Obwohl die jahrelange Entwicklung von The New Mutants so "unbefriedigend" war, zeigt er sich noch heute von den Schauspielerinnen und Schauspielern begeistert. Aktuell läuft sein neuer Film "All das Ungesagte zwischen uns - Regretting You" im Kino. The News Mutants kann man bei Disney Plus im Abo streamen.

Quelle: The Direct

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