Der beste Marvel-Held aller Zeiten? Das MCU hat jetzt ein riesiges Problem
Kolumne
Die Logik in Superhelden-Filmen und -Serien darf man nicht allzu sehr hinterfragen. Aber irgendwann ist auch mal Schluss, findet unser Autor in seiner Kolumne.
Mit Superheldinnen und Superhelden ist das immer so eine Sache. Es gibt Typen wie Batman von DC oder Hawkeye aus dem Marvel Cinematic Universe, die über keinerlei Superkräfte verfügen. Deshalb müssen sie sich technischer Hilfsmittel und echten Waffen bedienen, um nicht vollends gegen die Kolleginnen und Kollegen mit ihren besonderen Begabungen abzustinken. Und dann gibt es Superman, ebenfalls bei DC, oder Captain Marvel aus dem MCU, die auf dem Papier völlig "overpowered" (Neudeutsch: op) sind, und Gefahr laufen, Langeweile statt Dramatik zu versprühen.
Marvel und DC - das Problem mit zu starken Heldinnen und Helden
The Flash kann sich in atemberaubender Geschwindigkeit bewegen, hat aber Defizite im Hinblick auf Verteidigung und darin, ein Kino-Publikum für sich zu begeistern. Spider-Man wird von seinem Spinnen-Sinn gewarnt und schwingt sich galant durch luftige Höhen, redet allerdings zu viel. Egal, wie stark eine Heldin oder ein Held auf dem Papier sein mag, hat er oder sie doch auch immer signifikante Schwächen, die zumindest etwas Spannung für all die Abenteuer in Comics, Serien oder auf der Kinoleinwand garantieren.
Was aber, wenn jemand wie Superman quasi unbesiegbar erscheint? Übermenschliche Stärke, Hitzeblick, Überschallgeschwindigkeit, vermeintliche Unverwundbarkeit und nicht ganz doof in der Birne - wer soll gegen so jemanden eine Chance haben? Die Lösung ist Kryptonit, eine grüne Materie, die unseren Supermann in Sekundenschnelle dahinwelken lässt.
Gegen Captain Marvel, die neben all den Kräften eines Supermans zusätzlich auch noch durch den intergalaktischen Raum reisen kann, scheint im MCU überhaupt kein Kraut gewachsen zu sein. Die Tatsache, dass sie der Menschheit sowie ihren Kolleginnen und Kollegen bei den Avengers so selten zu Hilfe eilt, wird mit dem Umstand "erklärt", dass sie einfach viel zu sehr damit beschäftigt ist, im Universum für Zucht und Ordnung zu sorgen. Gähn.
Marvel hat den stärksten Superhelden aller Zeiten erschaffen - und ein riesiges Problem mit der Logik
Achtung: Es folgen Spoiler zum Finale der ersten Staffel der krisengebeutelten Marvel-Serie Secret Invasion! Wie wir bereits wissen, ließ Nick Fury am nie gezeigten Ende von Avengers: Endgame die DNA sämtlicher im Kampf verletzter Superheldinnen und Superhelden sammeln. Dank dieser Blutproben war es möglich, Formenwandlerin G'iah, gespielt von Game of Thrones-Star Emilia Clarke, die Superkräfte unter anderem folgender Marvel-Charaktere zu übertragen:
- Captain America & Winter Soldier
- Hulk
- Groot, Mantis & Drax (Guardians of the Galaxy)
- Abomination (Gegenspieler in Der Unglaubliche Hulk)
- Frost Beast (bekannt aus dieser Postcredits-Scene)
- Captain Marvel
Sogar die unglaubliche Kraft von Avengers Endgegner Thanos wohnt der neu geschaffenen Superheldin jetzt inne. Während der sechs Folgen von Secret Invasion auf Disney Plus, fragten sich ohnehin schon viele Fans, wo denn bitteschön die Avengers sind und warum Thor, Hulk, Spider-Man und Co. sich dem Problem nicht einfach annehmen? Mit G'iah, die offenbar auf der Seite der Avengers zu stehen scheint, wird dieses Logikloch noch viel größer. Egal, ob gut oder böse - wer im Marvel Cinematic Universe soll ihr in Zukunft noch das Wasser reichen können? Und warum ist sie nicht zur Stelle, falls es irgendwann doch mal wieder spannend im MCU werden sollte?
Quelle: Screenrant
