Geheimnisse des MCU: Special zu den skurrilsten und interessantesten Fan-Theorien

Special Nicolai Brülke Lukas Schmid
Geheimnisse des MCU: Special zu den skurrilsten und interessantesten Fan-Theorien
Quelle: Marvel Studios

Ungeklärte Fragen sind im bekanntesten Film-Franchise der Welt genauso zahlreich wie die kreativen und aufmerksamen Fans der Charaktere rund um die Avengers. Wir zeigen euch die zehn skurrilsten und interessantesten Theorien rund um das MCU, die zum Nachdenken anregen.

Mit Eternals läuft gerade der 26. Film des Marvel Cinematic Universe (MCU) auf der Kinoleinwand. Bei dieser Anzahl ist es nicht verwunderlich, dass nicht alle aufkommenden Fragen beantwortet werden können und gewisse Details nicht genauer erklärt werden.

Das ist aber auch oft gar nicht nötig, denn die Fans sind kreativ genug, sich selbst Lösungen zu überlegen und Theorien aufzustellen. Einige interessante von ihnen, sowohl zu bereits erschienenen als auch noch ausstehenden Filmen und Serien, erklären wir euch in diesem Special.

Achtung, dieser Artikel enthält Spoiler!

Theorie #1: Spider-Man in Iron Man 2

Unsere erste Theorie behandelt den finalen Akt aus Iron Man 2 aus dem Jahr 2010. Genauer gesagt geht es um den kleinen Jungen mit einem Iron-Man-Helm auf dem Kopf, der bei dem Angriff der Hammer-Drohnen auf die Stark Expo von Iron Man gerettet wird.

Fans stellten die Theorie auf, dass dieser Junge der junge Peter Parker alias Spider-Man ist. Und das, obwohl zur Erscheinungszeit des Films noch niemand wusste, dass Spidey ein Teil des MCU werden wird. Sony, welche die Rechte an Spidey halten, und Marvel hatten damals noch keinen entsprechenden Deal ausgearbeitet.
Geheimnisse des MCU: Special zu den skurrilsten und interessantesten Fan-Theorien (1) Quelle: Concorde Geheimnisse des MCU: Special zu den skurrilsten und interessantesten Fan-Theorien (1) Diese Vermutung lässt sich aber tatsächlich mit einigen Hinweisen verfestigen. Zum einen wird die Stark Expo nämlich im New-York-City-Bezirk Queens abgehalten. Dort liegt auch der bekannte Wohnsitz Peter Parkers. Zeitlich würde es ebenfalls passen, da jeder MCU-Film in einer festgelegten Zeit spielt, um die chronologische Richtigkeit der Timeline zu gewährleisten.

Iron Man 2 spielt demnach im Jahr 2009, während der Film The First Avenger: Civil War, welcher den ersten Auftritt des roten Krabblers im MCU markiert, im Jahr 2016 stattfindet. In diesen 7 Jahren könnte der Junge aus der Szene sehr wohl zu einem Jugendlichen im Alter Peter Parkers herangewachsen sein.

Ein weiterer Beleg könnte eine Aussage Peters aus Spider-Man: Homecoming sein, in welcher er zu Tony Stark sagt: "Ich wollte nur wie Sie sein". Für die Verfechter dieser Theorie ist das ein Beweis dafür, dass ihn das Ereignis aus Iron Man 2 so sehr geprägt hat, dass er Tony seitdem als sein Vorbild betrachtet.

Falls diese Theorie nun immer noch nicht glaubwürdig genug für euch sein sollte, habt ihr die Rechnung ohne Spider-Man-Schauspieler Tom Holland gemacht. Dieser bestätigte nämlich in einem Interview von 2017, dass er diese Theorie kennt und sie so cool fand, dass er sie an den Präsidenten der Marvel Studios, Kevin Feige, weitergab. Dessen Antwort darauf sei gewesen, dass er die Idee ebenfalls gut finden würde und dieser Junge von damals an Peter Parker sei.

Falls das stimmt, ist es cool zu sehen, wie die Fans mit der Erschaffung dieser Theorie rückwirkend selbst Einfluss auf die Story der Filme genommen haben.

Theorie #2: Tony Stark ist nicht tot

Das tragische Ende von Tony Stark in Avengers: Endgame, bei dem er sich selbst opfert, um das Universum zu retten, ist eine der berührendsten Szenen im Marvel-Filmuniversum. Eine Zukunft ohne den Sprüche klopfenden Eisenmann ist für viele Fans unvorstellbar. Doch vielleicht müssen sie in kommenden Filmen gar nicht auf ihren Lieblingshelden verzichten, wenn man der folgenden Theorie Glauben schenkt.
Geheimnisse des MCU: Special zu den skurrilsten und interessantesten Fan-Theorien (2) Quelle: Square Enix / Marvel Geheimnisse des MCU: Special zu den skurrilsten und interessantesten Fan-Theorien (2) Sie besagt nämlich, dass Tony nur körperlich gestorben ist. Sein Bewusstsein jedoch wurde mittels einer von ihm entwickelten Technologie in eine Art Cloud hochgeladen und lebt als eine KI-Version seiner selbst weiter. Dass es dieses System im MCU gibt, haben wir bereits an Charakteren wie J.A.R.V.I.S oder Ultron gesehen. Und auch in den Comics gibt es bereits mehrere AI-Versionen des genialen Tüftlers.

Als Beweis für diese Theorie nennen die Fans eine Szene am Ende von Avengers: Endgame, bei der sich das Hologramm von Tony zu seiner Tochter Morgan dreht, und zwar so, als ob er genau wüsste, wo sie steht. Eine Fähigkeit, die man von stinknormalen Hologrammen eigentlich nicht erwartet.

Trotzdem ist eine Rückkehr Tonys in das MCU ziemlich unwahrscheinlich, da Schauspieler Robert Downey Jr. nach Endgame seinen Austritt aus den Marvel-Filmen bekanntgegeben hatte.

Theorie #3: Verstecktes Unterwasser-Reich in Black Panther: Wakanda Forever?

Der überraschende Tod von Chadwick Boseman im letzten Jahr erschütterte die Marvel-Welt und hinterließ eine tiefe Lücke in den Reihen der Avengers. Dennoch erwartet uns mit Black Panther: Wakanda Forever nach aktuellem Stand 2022 der zweite Teil der Black-Panther-Reihe. Und das ohne König T'Challa, der die Geschichte Wakandas entscheidend geprägt hat.

Wie die Produzenten den Verlust der Hauptfigur ausgleichen und die Geschichte des legendären Königreichs weitererzählen, werden wir erst erfahren, wenn der Film in die Kinos kommt. Die Fans spekulieren aber bereits über die Handlung des Streifens, der zur 4. Phase des MCU gehören wird. Zuschauer von Avengers: Endgame haben bei einer Lagebesprechung der überlebenden Avengers nach dem Snap von Thanos die Konversation zwischen Natasha Romanoff und Okoye mitbekommen, bei der es um ein Erdbeben an der afrikanischen Küste geht.
Namor, der Herrscher von Atlantis, wäre kein einfacher Gegner für die Wakandaner. Quelle: Marvel Namor, der Herrscher von Atlantis, wäre kein einfacher Gegner für die Wakandaner. Okoye sieht dieses Erdbeben aber als unwichtig an und schenkt ihm deswegen keine Beachtung. Viele vermuten hinter dieser Reaktion allerdings mehr als nur Desinteresse und schließen dadurch auf die mögliche Handlung in Black Panther 2.

Vor allem die Comic-Kenner glauben, dass die Wakandaner im neuen Film auf das versunkene Königreich Atlantis und dessen Herrscher Namor treffen, womit ein neuer Held seinen Weg in das MCU finden würde. In den aktuellen Black-Panther-Comics erfährt man nämlich den Zusammenhang zwischen Wakanda und Atlantis.

Beide Reiche lebten abgeschottet von der Außenwelt und haben sich sehr hoch entwickelt, ohne jeglichen Kontakt zur restlichen Zivilisation. König T'Challa brach aber mit dieser Tradition, was schließlich auch dazu führte, dass Thanos den letzten Infinity-Stein in Wakanda in seinen Besitz bringen und die Hälfte aller Lebewesen, also auch die Bewohner von Atlantis, auslöschen konnte.

Das dürfte dem Herrscher der Unterwasserwelt nicht sehr gefallen haben. Ob dieses Erdbeben allerdings tatsächlich ein Zeichen für die Ungereimtheiten zwischen Wakanda und Atlantis war, wird erst der Release des Films zeigen.

Theorie #4: Stan Lees Identität in den Filmen

Den meisten Fans der Marvel-Filme dürfte bekannt sein, dass der Comicautor und Erschaffer vieler Bekannter Marvel-Helden, Stan Lee, bis zu seinem Tod in jedem Marvel Film bis Avengers: Endgame einen kleinen Cameo-Auftritt hatte. Was für viele nur ein witziges Detail aufgrund eines Running-Gags darstellt, hat für andere allerdings deutlich mehr Bedeutung.
Geheimnisse des MCU: Special zu den skurrilsten und interessantesten Fan-Theorien (4) Quelle: Marvel Geheimnisse des MCU: Special zu den skurrilsten und interessantesten Fan-Theorien (4) Denn laut der Theorie soll Stan Lee in den Filmen gar nicht sich selbst spielen, sondern eine Figur, die mal wieder aus den Comics bekannt ist. Diese Figur heißt Uatu und gehört einer uralten außerirdischen Rasse an. Die Mitglieder dieser Rasse werden auch Watcher, also Beobachter, genannt. Einen von Ihnen bekommt man auch in der neuen Serie What If...? zu sehen.

Ihre Aufgabe ist es, überall im Universum die Phänomene des Lebens zu dokumentieren, ohne dabei in die jeweiligen Welten einzugreifen. Uatu ist dabei speziell für die Beobachtung der Erde zuständig und soll sich dort der Theorie nach getarnt als alter Mann unter die Menschen mischen und die übernatürlichen Aktivitäten der Superhelden beobachten.

Dem widersprechen würde allerdings sein Auftritt in Guardians of the Galaxy, da der nicht auf der Erde angesiedelt ist. Hier besagt die Theorie, dass sein Auftritt sich trotzdem um erdische Angelegenheiten dreht, da Peter Quill, alias Star-Lord, ursprünglich von dort kommt.

Wie bereits bei der ersten Theorie gelang auch diese an das Ohr der Produzenten, welche sie in einen ihrer Filme einbauten. In zwei Szenen aus Guardians of the Galaxy Vol.2 sieht man Stan Lee in einem gelben Raumanzug auf einem Stein im Weltraum sitzen. Neben ihm stehen ein paar Watcher, denen er die Geschichten erzählt, die er auf der Erde erlebt hat.

Mit dieser Szene haben die Produzenten diese Theorie nochmal zusätzlich angefeuert. Was immer die Rolle des legendären Comicautors letztendlich war, er hat das Geheimnis wahrscheinlich mit ins Grab genommen. Seit Stan Lees Tod 2018 wünschen sich die Marvel-Fans aber trotzdem, den Miterschaffer ihres Universums auch in Zukunft zumindest in Form von Bildern in den neuen Filmen sehen zu können.

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  1. Seite 1 Geheimnisse des MCU: Special zu den skurrilsten Fan-Theorien, Nummer 1-4
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