Marvel: Rückkehr von Robert Downey Jr. als Iron Man? Auch das wird das MCU nicht retten
Kolumne
Was macht ein Comeback von Iron Man und Co. mit dem Marvel Cinematic Universe?
Nicht mehr lange, und mit Wolverine & Deadpool erscheint dank Previews am 24. Juli 2024 der einzige Film des MCU in diesem Jahr. Einen erneuten Flop kann sich Disney nicht leisten und es sieht tatsächlich gut aus. Deadpool 3 könnte der zweite Milliarden-Hit für Disney in diesem mehr als turbulenten Kinojahr werden. Anschließend geht es 2025 mit dem neuen Captain America weiter. Ob Hauptdarsteller Anthony Mack aber zum Publikumsliebling taugt, muss sich erst noch zeigen.
Kehren die alten Avengers zu Marvel zurück?
Immer dann, wenn ein neuer MCU-Film wie The Marvels dermaßen an den Kinokassen untergeht, werden die Rufe von Millionen Fans nach der alten Garde der Heldinnen und Helden immer lauter. Mutmaßungen und handfeste Gerüchte um eine Rückkehr von Iron Man und Co. halten sich hartnäckig. Denn bei allem Respekt vor Captain Marvel, Ant-Man oder dem neuen Captain America. Robert Downey Jr., Chris Evans oder Scarlett Johansson werden sie niemals ersetzen können. Und das hat einen simplen Grund.
Egal, ob beim Marvel Cinematic Universe, bei Star Wars oder bei Der Herr der Ringe. Ja, es ist sogar egal, ob Filme, Serien oder Videospiele. Mit früheren Heldinnen und Helden verbindet man nicht nur die Handlung und die Qualität der erzählten und erlebten Abenteuer. Man verbindet sein eigenes Leben und die damalige Zeit damit. Wie bitte?
Als Robert Downey Jr. 2008 das erste Mal in die Rüstung von Iron Man schlüpfte, war ich zarte 28 Jahre alt. Die Dreißig im Blick, die Vernunft im Leben hält immer mehr Einzug, aber ohne Kind und Kegel trotzdem die Nächte zum Tag gemacht. Das damalige Lebensgefühl verbinde ich mit dem "jungen" Iron Man. Über die Jahre hinweg sind wir beide reifer und älter geworden. Und das nicht ohne Folgen.
Robert Downey Jr. opferte sich als Iron Man im Kampf gegen Thanos und rettete somit seine Mitstreiter und die Hälfte der Bevölkerung des Universums. Ich hingegen schneide mittlerweile tagsüber die eigene Hecke. Alles hat seine Zeit und kein Marvel-Held der Welt wird es jemals wieder schaffen, erneut eine derart gefühlt enge Verbindung mit mir aufzubauen. Was wahrscheinlich auch darauf zurückzuführen ist, dass ich die neuesten Entwicklungen des MCU um Deadpool 3 als großen Quatsch empfinde und einfach nicht mehr Zielgruppe bin. Doch was bedeutet dies für ein potenzielles Comeback von Robert Downey Jr.?
Rettet Robert Downey Jr. als Iron Man das MCU?
Sollte es tatsächlich zu einem Wiedersehen mit dem "alten" Iron Man kommen, werde ich selbstverständlich wieder ins Kino rennen. Doch ich werde feststellen, dass es sich nicht mehr wie damals anfühlt. Viel wahrscheinlicher ist es, dass hohe Erwartungen enttäuscht werden. Und die nächste Generation an Marvel-Fans, die keine so große emotionale Verbindung zu Robert Downey Jr. hat, wird sehr wahrscheinlich emotional viel weniger abgeholt.
Ein Comeback von Robert Downey Jr., Chris Evans oder Scarlett Johansson dürfte Disney extrem viel Geld kosten, aber lediglich einen kurzen positiven Effekt auf das MCU haben. Ob dieses Strohfeuer potenzielle 20-Millionen-Gagen rechtfertigt, wird man sehen. Wie bereits weiter oben erwähnt: Alles hat seine Zeit und ich bin davon überzeugt, dass die Tage der alten Superhelden-Garde trotz möglicher Comebacks gezählt sind. Da neue Heldinnen und Helden die Lücke, die Iron Man, Captain America oder Black Widow hinterlassen haben, offensichtlich nicht schließen können, wird selbst eine Rückkehr der Marvel-Ikonen das MCU nicht retten.
