Mario Party 7

Test

Kein Winter ohne eine neue Klempner-Kirmes. Wir haben uns unters Partyvolk gemischt

M an kann schon fast die Uhr danach stellen: Seit 1999 begrüßt Nintendo jedes neues Spielejahr mit einer Fortsetzung der "Mario Party"-Serie. Was einst auf dem Nintendo 64 begann, steigt heuer bereits zum vierten Mal auf dem GameCube.

STORY: Es ist wie so oft bei "Mario"-Spielen: Die Hintergrundgeschichte ist banal. Der Vollständigkeit halber erklären wir Ihnen trotzdem die offizielle Rechtfertigung für die diesjährige Party: Die Nintendo-Bande macht eine wunderschöne Kreuzfahrt. Nur Bösewicht Bowser ist sauer, denn er musste zu Hause bleiben. Also will er der Reisegruppe gehörig den Spaß verderben. Mario und Konsorten müssen ihren Urlaub unterbrechen und über diverse Spielbretter wandern, um Bowser das Handwerk zu legen. Hanebüchener Quark? Wohl wahr. Aber bei "Mario Party" war die Story schon immer nebensächlich.

SPIEL: Wer den sechsten Teil gespielt hat, kennt bereits das Grundgerüst von "Mario Party 7". Spielprinzip und Aufmachung sind nahezu gleich geblieben. Sie würfeln auf sechs Spielbrettern mit Nintendo-Charakteren um die Wette. Am Ende jeder Runde duellieren Sie sich in mehr als 80 simplen und amüsanten Geschicklichkeitstests. Ab und an kommt das mitgelieferte Mikro zum Einsatz, mit dem Sie sich schon im sechsten "Mario Party" Gehör verschaffen konnten.

Wirklich neu ist hingegen die Spielvariante für acht Partylöwen gleichzeitig. Hier teilen sich jeweils zwei Zocker einen Controller: Einer benutzt den linken Stick und den L-Knopf, der Controller-Kompagnon den C-Stick und den R-Knopf. In einem Dutzend spezieller Minispiele geht dann so richtig die Post ab.

Partybremsen sind hingegen auch diesmal wieder die mittelmäßige Technik und vor allem der lahme Einspieler-Modus: Ständiges Warten auf die Aktionen der computergesteuerten Kontrahenten macht auf Dauer nicht allzu viel Laune.

FAZIT: Vielfältige Spielbretter, großartige Minispiele und ein unglaublich lustiger Mehrspieler-Modus -- "Mario Party 7" punktet auch in diesem Jahr mit den alten Serien-Stärken. Die turbulente Achtspieler-Action ist zudem ein erfreulicher Bonus.

Dennoch empfehlen wir den Entwicklern, zu den Planungen für die nächste Party mal ein paar neue Grafiker einzuladen: Der simple Kindergarten-Look mag dem Thema angemessen sein, ist inzwischen aber gnadenlos veraltet. Etwas mehr Liebe zum Detail würde der Feier frische Impulse verleihen. fk

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