[29/06/2018] Ich gehöre NICHT zu den vielen, vielen Star Wars-Fans weltweit. Was ich aber George Lucas, Erfinder des Krieg der Sterne-Universums, hoch anrechne: Bereits 1982 erkannte der Filmemacher, welch großes Potenzial in dem damals noch sehr jungen Medium „Computerspiele“ steckt. Er gründete Lucasfilm Games (1991 umbenannt in Lucasarts), räumte dafür einige Zimmer seines Landhauses auf der Skywalker Ranch frei und quartierte dort eine Handvoll Programmierer ein. Einer davon war Ron Gilbert (auf dem Foto links), der nicht nur am Konzept von Maniac Mansion mitarbeitete, sondern auch die revolutionäre SCUMM-Engine entwickelte. SCUMM steht für Script Creation Utility for Maniac Mansion. Damit konnte man mit relativ geringem Aufwand Abenteuerspiele umsetzen, die sich von Textadventures durch eine grafische Benutzeroberfläche abhoben. Sämtliche Grafiken in Maniac Mansion kamen mit einer Auflösung von 160 x 200 Pixel bei maximal 16 Farben aus. Schließlich mussten die 55 Räume des Spiels mit 450 manipulierbaren Objekten und 73 Soundeffekten alle auf die 170 KByte der C64-Diskette passen, was laut Ron Gilbert viel herausfordernder war, als sich mit den 64 KByte Hauptspeicher des Heimcomputers zu begnügen. Spätere Spiele von Lucasfilm Games wie Zak McKracken and the Alien Mindbenders (1988), Indiana Jones und der letzte Kreuzzug (1989) und The Secret of Monkey Island (1990) nutzten ebenfalls die SCUMM-Engine – und enthielten witzige Anspielungen auf Maniac Mansion.