Der Manchurian Kandidat

Test Marc Kirzeder

Bissige Extras

Die Filmrechte für "Der Manchurian Kandidat" besaßen jahrelang das Studio United Artists und Frank Sinatra (1915 - 1998), der im Original von John Frankenheimer den Bennett Marco spielte. Vor zehn Jahren kaufte Franks jüngste Tochter Tina Sinatra die Rechte. Als sie ihren Vater damals fragte, was er von einem Remake des Stoffes halte, soll er von der Idee begeistert gewesen sein. Mehr erfährt man im Making of "Der Feind in der Mitte -- Hinter den Kulissen von ,Der Manchurian Kandidat'" (ca. 14 Min.), in dem auch ein Interview mit Tina Sinatra gezeigt wird.

Warum die Schauspieler in ihren Rollen so gut funktionierten, erklären Regisseur Jonathan Demme und Cast-Mitglieder ausführlich in "Die Darsteller von ,Der Manchurian Kandidat'" (ca. 12 Min.). Unter "Zusätzliche Szenen" (ca. 10 Min., mit Kommentar von Demme und Drehbuchautor Daniel Pyne) findet man außerdem eine längere Szene des Rückblicks auf den Hinterhalt. Um den Rhythmus des Filmes nicht zu verlangsamen, wurde diese Szene gekürzt. Zwei entfallene Szenen mit fiktiven TV-Interviews von Meryl Streep als Eleanor Shaw sind unter "Schnitte" (ca. 3 Min.) zu finden.

Obendrein darf man "Probeaufnahmen mit Liev Schreiber" (ca. 3 Min.) beiwohnen. Hier studiert der Raymond-Darsteller mit der zweifachen "Oscar"-Gewinnerin Streep eine Schlüsselszene des Films ein. Abschließend wurde die aufschlussreiche Diskussion einer Runde von "Politik-Experten" (ca. 10 Min.) über die zu diesem Zeitpunkt anstehenden amerikanischen Präsidentschaftswahlen beigesteuert.

Fazit

Film-Check: Jonathan Demme ("Das Schweigen der Lämmer") liefert mit seiner Version des Verschwörungs-Thrillers "Botschafter der Angst" ein souveränes, spannendes Remake ab. Die Story hat auch nach der US-Präsidentschaftswahl nichts an Brisanz verloren. "Oscar"-Preisträger Denzel Washington verkörpert die Entwicklung seiner Figur glaubhaft.
DVD-Fazit: Demme gelang die handwerklich gut gemachte Wiederaufbereitung eines Klassikers, dessen Plot heute näher an der Realität ist als 1962. Hochkarätig besetzt, bezieht der Film seine Qualität v.a. auch aus dem glaubwürdigen Auftreten der Charaktere. Die gu- ten Extras entsprechen denen der Code-1-Scheibe, Bild und Ton sind durchschnittlich.

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