Angespielt mit Video: Magrunner Dark Pulse mit vertauschter Physik

Special Marc Sauter

Magrunner Dark Pulse erinnert in vielerlei Hinsicht stark an Portal, soll aber nach hinten hinaus mit Shooter-Elementen und Horror-Szenen punkten, denn die Entwickler verknüpfen Puzzles mit H.P. Lovecrafts Cthulhu-Mythos. Fraglich bleibt nur, warum sich gleichfarbig magnetisierte Objekte anziehen, statt sich abzustoßen.

Nach dem großen Erfolg von Portal und Portal 2 verwundert es wenig, dass das Grundgerüst Nachahmer findet. Magrunner Dark Pulse ist einer davon, wenngleich der Titel von Frogwares und 3 AM Games durchaus eigene Elemente mit sich bringt. Das Prinzip aber, mit einer Magnet- statt einer Portal-Kanone erst durch insgesamt 45 Testkammern und später Höhlen zu rätseln, ist ebenso abgeguckt wie der böse große Konzern, der alles lenkt - Prism, ich hör dir trapsen. Das Spielprinzip beinhaltet magnetische Rätsel, also Objekte, die sich entweder gegenseitig anziehen oder abstoßen. Im späteren Verlauf kommen auch Shooter- und Grusel-Elemente hinzu, unser Vorschau-Video zeigt diese jedoch nicht.

So gilt es Gegenstände zu stapeln, Sprungbretter zu aktivieren, Plattformen zu bewegen und so fort. Völlig unlogisch ist leider die Farbgebung: Der Physikunterricht lehrt, dass sich gleichgeladene Magnete abstoßen, unterschiedlich geladene hingegen anziehen. In Magrunner Dark Pulse ist dies genau anders herum implementiert, zwei grüne Kisten ziehen sich also an - eine grüne und eine rote hingegen stoßen sich ab. Das stiftete bei uns zu Beginn Verwirrung, nachvollziehen können wir diese Entscheidung nicht. Dennoch gefielen uns die Rätsel, ohne übermäßig zu fordern.

Technisch basiert Magrunner Dark Pulse auf der angestaubten Unreal Engine 3, welche zudem nicht ausgereizt wird. Die Grafikoptionen bestehen aus nur zwei Unterpunkten, Kantenglättung oder anisotrope Filterung ist per Menü nicht zuschaltbar. Weiterhin ist die vertikale Synchronisation dauerhaft aktiv, was einen leichten Lag provoziert. Per Treiber-Forcierung kann jedoch Vsync abgeschaltet sowie FXAA (Geforce) oder MLAA (Radeon) aktiviert werden, was dem Spiel sichtlich gut tut. Den Physik-Part übernimmt Nvidias Physx samt mehreren Apex-Modulen. Magrunner Dark Pulse kostet rund 20 Euro.

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