Magic: Legends in der Vorschau: Das Hack&Slay zu Magic: The Gathering angespielt
Special
Magic: The Gathering einmal anders. Mit Magic: Legends macht das Universum einen Ausflug ins Hack&Slay-Genre und wir konnten das Spiel erstmals anspielen. In der Vorschau lest ihr, wo das Kartenspiel weiterhin durchscheint und was wir in der Anspielversion sonst noch beobachtet haben.
Seit fast 30 Jahren ist Magic: The Gathering der Pionier und einer der beliebtesten Vertreter der sogenannten Sammelkartenspiele. Mit inzwischen mehr als 20.000 Karten ist hierbei eine Fantasy-Welt entstanden, die auf einen reichhaltigen Schatz an Figuren, Monstern und Zaubern zurückgreifen kann. Mit Magic: Legens wollen die Entwickler von Cryptic Studios dieses reichhaltige Angebot nutzen, um die Welt von Magic virtuell zum Leben zu erwecken.
Dabei soll es sich jedoch nicht um eine einfache Umsetzung des Kartenspiels als Videospiel drehen. Stattdessen adaptieren die Entwickler das Spielprinzip und das Universum, um daraus ein Action-Rollenspiel im Stile von Diablo zu machen. Nach der Ankündigung während der Game Awards 2019 nähert sich das Spiel nun allmählich seiner Fertigstellung. Noch bevor Ende März die Open Beta startet, hatten wir die Gelegenheit im Rahmen eines virtuellen Events zwei Missionen geführt von einem Entwickler anzuspielen.
Welche Sorte Mana soll es denn sein?
In Magic: Legends schlüpft ihr in die Rolle eines sogenannten Planeswalker. Diese mächtigen Zauberer sind in der Lage zwischen Welten zu reisen und die Macht des Manas für ihre Zwecke zu nutzen. Zu Release wird das Spiel fünf verschiedene Klassen umfassen, in die sich eurer Charakter
Quelle: Perfect World Entertainment
Magic: Legends in der Vorschau. (7)
beliebig verwandeln kann. Weihepriester, Nekromagier, Geomagier, Gedankenmagier und Bestienrufer haben jeweils einzigartige Fähigkeiten und spezialisieren sich auf eine Form von Mana, das als schwarze, weiße, roten, blaue oder grünes Mana genutzt werden kann.
Die verschiedenen Formen von Mana spielen vor allem bei der Zusammenstellung des eigenen Fertigkeitendecks eine Rolle. Seinen Kartenspiel-Urpsrung wird das Spiel nämlich nicht gänzlich los. Aus unzähligen Zauberkarten, die den verschiedenen Manaarten angehören, stellt ihr euch ein Deck aus bis zu zwölf verschiedenen Fähigkeiten zusammen. Im Optimalfall natürlich mich passenden Synergien. Dabei müsst ihr auf gewissen Regeln wie eine Maximalzahl an Kreaturenpunkten, Manaverbrauch und andere achten. Die Skill folgen meist auch gewissen Mechaniken, die aus dem Kartenspiel stammen. Wer also bereits Erfahrung mit Magic: The Gathering hat, sollte schneller durch die vielen Unterschiedlichen Möglichkeiten um Umgang mit den Fähigkeiten blicken.
Quelle: Perfect World Entertainment
Magic: Legends in der Vorschau. (8)
Zaubern im Rotationsprinzip
Dass das nicht nur komplex klingt, sondern auch tatsächlich ist, merken wir schnell, als wir unsere ersten Schritte in einer etwas fortgeschrittenen Mission wagen sollen. Hier helfen wir einer Gelehrten des Meervolkes, die versucht ihre Leute zu erreichen. Dazu kämpfen wir uns durch den
Quelle: Perfect World Entertainment
Magic: Legends in der Vorschau. (3)
Dschungel und setzen unser mächtigen Zauber ein. Magic: Legends hat zwar wie jedes andere Hack&Slay auch einen Standardangriff auf der linken Maustaste, der ist aber längst nicht so wichtig. Ernsthaft greifen wir erst mit unseren Fähigkeiten in den Kampf ein. Dazu stehen uns immer vier, der in unserem Deck hinterlegten Skills, auf den Tasten 1-4 zur Verfügung. Haben wir einen Zauber verwendet verschwindet dieser und macht einem anderen Skill aus unserem Deck Platz.
So rotieren die Fähigkeiten auf den vier aktiven Plätzen immer wieder zufällig durch. Das soll unter anderem zu mehr taktischen Überlegungen führen, verleitete uns aber eher dazu weniger über Ausführungsreihenfolge unserer Skills nachzudenken. Gespielt haben wir in dieser Mission einen Nekromagier mit einem rot-weißem Deck, das besonders auf die Beschwörung von Kreaturen ausgelegt ist. Bis zu zehn Goblins, einen menschlichen Soldaten, einen Engel und einen Goblin Kriegshäuptling ließen sich damit beschwören, wodurch wir selbst kaum noch kämpfen brauchten. Mit anderen Zaubern in unserem Deck konnten wir zudem unsere Kreaturen noch verstärken, was auch sehr schön optisch dargestellt wird. Zum Beispiel indem die Goblins stark anwachsen.
Auch mit Koop und PvP
Ein wenig anders ging es dann in der zweiten spielbaren Mission zu. Hierbei handelte es sich um eine sogenannte Ordeal-Mission. Diese finden auf einem eng begrenzten Areal statt und erfordern bestimmte Missionsziele. So mussten wir mehrere Pumpen und einen zentralen Generator am Laufen halten, was natürlich regelmäßig von Monstern sabotiert wird. Je besser man die gestellte Aufgabe bewältigt, umso mehr Punkte sammelt man im Verlauf der Mission an. Diese wiederum bestimmen am Ende den Umfang und die Qualität der Belohnung. Wir spielten diesmal einen Geomagier mit einem schwarz-grünen-Deck, das deutlich stärker auf direkte Zauber ausgelegt war.
Trotzdem war es nicht einfach als einzelner Spieler die Missionsziele frei von Monstern zu halten. Im Koop kommt man da vermutlich deutlich einfacher zum Ziel. Magic: Legends lässt sich nämlich mit bis zu drei Spielern erleben. Neben der üblichen kooperativen Monsterjagd soll es auch PvP in Form von 1vs1-Duellen geben. Der Free2Play-Titel wird sich über Mikrotransaktionen in Form von Battlepass, Booster Packs, Klassenpaketen und anderen Services finanzieren. Wer möchte kann die Shopitems auch erspielen, indem er die sonst für Skillupgrades verwendete Währung in die Shopwährung umtauscht. Ab dem 23. März läuft die offene Beta-Phase für Magic: Legends, wo ihr euch selbst ein Bild machen könnt. Der Release soll später im Jahr für PC, PS4 und Xbox One erfolgen.
