Die Mädchen sind zurück. Diesmal suchen sie in München nach Männern und einer Wohnung
Mit "Mädchen Mädchen" (2001) kopierten deutsche Filmproduzenten typische US-Teenie-Klamotten und landeten damit einen Überraschungserfolg. Neu war, dass hier nicht wie sonst üblich notgeile männliche Pubertierende auf der Suche nach dem ersten vorzeitigen Samenerguss waren, sondern drei Mädchen und ihre Orgasmusforschung im Mittelpunkt standen. Das Zielpublikum war dankbar.
Wenn man so einen kostengünstigen Treffer landet, bleibt eine Fortsetzung nicht aus. Inken (Diana Amft), Lena (Karoline Herfurth) und Lucy (Jasmin Gerat ersetzt Felicitas "Victoria" Woll) haben die Schule hinter sich gebracht und gehen zum nächsten Lebensabschnitt über: dem Studium im sommerlichen München. Leider bringt das Studentenleben seine Tücken mit sich, wie z.B. die fast unlösbare Aufgabe, eine halbwegs passable und bezahlbare Wohnung für die WG zu finden.
Nachdem das geschafft ist, geht der (Beziehungs-)Stress aber erst richtig los. Inken macht mit dem schnöseligen Yuppie-Nachbarn rum, Lena turtelt mit einem Zahnarzt, weil ihr Freund ein schlampiger Musiker ist, und Lucy gerät an einen erfolgreichen Klavierspieler, der sich aber lieber für einen anderen ausgibt.
Reh-Streichler
Wer etwas über die Entstehung dieses Films erfahren möchte, hat auf dieser DVD gleich mehrfach Gelegenheit dazu. Den Anfang macht ein Audiokommentar von Diana Amft, Produzentin Viola Jäger und Autorin Maggie Peren. Letztgenannte Damen erwecken mit ihren ernsthaft-analytischen Bemerkungen teilweise den Eindruck, als würden sie einen David-Lynch-Film und keine Sex-Komödie einfachster Strickart besprechen.
Weiter geht's mit Darsteller-Infos (je eine Texttafel zu den Hauptdarstellerinnen), sechs Interviews mit Cast & Crew, einer B-Roll und entfallenen Szenen mit optionalem Multi-Angle-Kommentar, den Musikvideos "Funky Freakshow" und "Distorted Overdrive", einem nicht ganz ernst gemeinten Persönlichkeitstest und dem Trailer. PK n
