Madden NFL 19 in der E3-Vorschau: ​Auf (fast) jeder verdammten Plattform

Special Christian Dörre
Ein Grund zur Freude: Die Madden-Reihe erscheint endlich auch wieder für den PC.
Quelle: Electronic Arts

In jedem Jahr erscheint ein Teil der Football-Simulation Madden NFL von EA Sports. Das ist für Fans des Schweinsleders mit Konsole stets ein Grund zur Freude, doch PC-Gamer mit Football-Faible gehen seit Jahren leer aus. Das ändert sich jetzt, denn der neueste Teil erscheint endlich auch wieder für den Rechenknecht. Wir haben Madden NFL 19 bereits im Rahmen der E3 2018 angespielt und verraten, was euch erwartet.

Die EA play-Pressekonferenz im Vorfeld der E3 2018 in Los Angeles bot nur wenige Überraschungen. Die zwei positiven Ausnahmen waren jedoch, dass Electronic Arts wohl aus dem Debakel mit Star Wars Battlefront 2 sowie dem letzten Need for Speed gelernt hat und nun konsequent auf Lootboxen verzichtet (ausgenommen natürlich Ultimate Team, aber das ist ein anderes Thema) und natürlich die Ankündigung, dass die beliebte Football-Reihe Madden mit dem neuesten Teil auch endlich wieder für den PC erscheint. Wir durften Madden NFL 19 (jetzt kaufen ) nach der Pressekonferenz bereits anspielen und verraten euch hier, was sich im Vergleich zum Vorgänger getan hat.

Mehr Realismus, mehr Gefahr für den QB

Wir durften in der E3-Demo zwar nur zwischen den New England Patriots und den Philadelphia Eagles wählen, doch das reichte schon, um einige Veränderungen im Gameplay auszumachen. So sind Laufspielzüge nun ein wenig schwieriger als in den letzten Jahren, da die Spieler nun nicht mehr innerhalb von Millisekunden tollkühne Pirouetten und Richtungswechsel vollführen. Man hat jetzt mehr Gefühl für das Gewicht des Spielers und dessen Masse und Antritt wirken sich darauf aus, wie flink eine Aktion gelingt. Das fühlt sich weitaus realistischer an als noch im letzten Jahr, wo der Running Back gefühlt federleicht war.

Zudem agiert nun auch die Defense aufmerksamer und lässt sich nicht mehr so leicht mit Cross Routes überlisten. Überhaupt wurde den KI-Kameraden ein bisschen mehr Hirn und mehr Aggressivität spendiert. Wer mit seinem Quarterback gerne lange in der Pocket verharrt, sollte sich darauf einstellen, nun häufiger gesackt zu werden. Man sollte nun in der Rolle des Ballverteilers noch besser das Spielfeld im Auge haben, damit man sich nicht auf dem Boden wiederfindet oder unter Druck aus Versehen in die Double Coverage wirft, um einen Sack zu vermeiden. Mit anderen Worten: Man braucht jetzt tatsächlich den Blick und die Nerven eines NFL-Quarterbacks.

Doch auch abseits des Spielgeschehens machte Madden NFL 19 in unserem kurzen Hands-on eine gute Figur. Die Soundeffekte klingen nun noch brachialer als im letzten Teil der Reihe. Als Patriots-Wide-Receiver Julian Edelman einmal von ein Defense-Hünen weggetackelt wurde, zuckten wir ob des durch Mark und Bein gehenden dumpfen Geräusches selbst am Controller zusammen. Sehr erfreulich ist zudem, dass man nun nach einem Touchdown in der Endzone frei jubeln kann. Bewegt ihr den rechten Stick in eine bestimmte Richtung, vollführt euer Spieler einen bestimmten Jubel oder gar mit seinen Teamkollegen zusammen eine einstudierte Choreografie. Nur hinknien konnten wir uns nicht. Seltsam.

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