Madagascar

Test

Die Tiere sind los! Die Madagascar-Filmstars haben den Weg auf eure PS2 gefunden.

Z ebra Marty hat die Schnauze gestrichen voll vom öden Zoo-Leben. Mithilfe der ebenfalls einsitzenden Pinguine und eurer tatkräftigen Unterstützung will er fliehen. Dafür sammelt ihr zunächst Power-Karten auf, die eurem Helden eine neue Fähigkeit einbringen: Marty kann dann nach hinten austreten -- und zwar kräftig.

Türen haben fortan keine Chance mehr und ihr erkundet den Zoo völlig ungehindert. Bald schon trefft ihr Alex, den Löwen. Nach einer Filmsequenz in gelungener Spielgrafik steuert ihr die Raubkatze, die in bester Jump' n'Run-Manier ebenfalls Power-Karten sammelt.

Wenig später lenkt ihr im Wechsel vier Charaktere: Zebra Marty, Löwe Alex, Nilpferddame Gloria und Giraffe Melman. In Bonuslevels sind zudem ein Pinguin und ein Lemur spielbar. Jede Figur zeichnet sich durch andere Fähigkeiten aus: So kann Alex brüllen und extra hohe Doppelsprünge ausführen. Hypochonder Melman hat eine besondere Propeller-Fähigkeit, um möglichst lange dem ach so verschmutzten Boden fernzubleiben. Die witzigen Animationen sind wirklich gelungen: Als Marty könnt ihr nicht nur Türen eintreten, sondern auch die aufsässigen Strauße kicken. Löwe Alex kann sein Gebrüll gegen die Besucher des Zoos richten, wobei das nie unpassend wirkt, sondern einfach nur lustig ist.

Der Film als Spiel

Die Filmsequenzen fügen sich nahtlos in die spielbaren Abschnitte ein und spinnen die Handlung weiter. Die deutsche Sprachausgabe ist wirklich erstklassig -- vor allem, weil die professionellen Synchronsprecher der amerikanischen Vorbilder am Werke waren. Anders beim Film: Hier wurden deutsche Promis engagiert, den bunten Helden ihre Stimme zu leihen.

Der große Abwechslungsreichtum des Spiels hat aber nicht nur mit dem regelmäßigen Wechsel von Film- und Spielsequenzen zu tun. Tatsächlich tut ihr praktisch alle zehn Minuten etwas anderes. Ihr angelt mit Pinguinen, tretet als Nilpferd zum Wettrennen gegen Strauße an, überquert viel befahrene Straßen, bewegt euch mit der Propeller-Fähigkeit Melmans durch die Häuserschluchten New Yorks...

Die Spielvarianten sind so abwechslungsreich, dass man nur schwer wieder aufhören kann. Besonders gut hat uns die Meuterei der Pinguine gefallen: Hier steuert ihr einen kleinen Smokingträger, der sich durch Röhren und Gänge eines Lastschiffes bis auf die Brücke vorarbeiten muss, um dort das Steuer zu übernehmen.

Um den Weg für seine Kumpane frei zu machen, muss er ihr allerdings erst die Seeleute loswerden, die den Kahn nur unfreiwillig verlassen. Ihr helft ein bisschen nach, indem ihr in einen Kran steigt und die Jungs einfach von Bord schmeißt! An anderer Stelle schlüpft ihr in einen Pappkarton und watschelt unbemerkt an den Seebären vorbei. Oder ihr schnappt euch eine Ladung Bowlingkugeln und werft sie den Matrosen an den Kopf.

Bonussystem

Während eurer Reise sammelt ihr Münzen und Extraleben. Die Münzen könnt ihr später im "Zoovenir"-Shop gegen neue Minispiele oder Extras tauschen. Viele der begehrten Objekte sind nicht auf den ersten Blick zu sehen. Mit Marty zum Beispiel solltet ihr stets gegen Heuballen treten, vielleicht fällt ja etwas Wertvolles heraus.

Dieses Bonussystem mo-tiviert und lädt zum Erkunden der Levels ein. Weniger motivierend ist die Kameraführung: Zu häufig müsst ihr nachjustieren, was insbesondere in den Jump'n'Run-Passagen nerven kann. Diese sind zudem später unübersichtlich und nicht ganz einfach.

? Alexander Bidell

Wertung zu Madagascar (PS2)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Kurzweilige MissionenWitzige PräsentationHochwertige deutsche Sprachausgabe
Teils unübersichtlichKamera problematischSchwierigkeitsgrad etwas unausgewogen
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