[21/05/2026] Für mich sind MMORPGs untrennbar mit World of Warcraft Classic verbunden. Wahrscheinlich ist WoW sogar das Spiel, in dem ich insgesamt am meisten Zeit verbracht habe – obwohl ich nie etwas anderes als Classic gespielt habe.2005, noch mit Dial-up-ISDN, musste ich die Zeitbegrenzung unseres Routers „hacken“, damit ich schön weiter süchtig sein konnte. Hat natürlich keiner gemerkt, bis dann irgendwann die Rechnung kam … meine Eltern hat’s gefreut. Ein halbes Jahr später hatten wir zum Glück endlich ’ne DSL-Flat, und dann ging’s ab zum Raiden in MC, später auch AQ40 und Naxx. Blöd nur, dass es da zwischendurch noch so etwas wie ein Abi gab, um das ich mich auch kümmern musste. Kurz vor BC habe ich dann das Abo gekündigt – statt des Abis – und WoW nie wieder angefasst. Bis natürlich die Classic-Server kamen.Da war ich dann wieder drin, habe mehrere Chars im Hardcore-Modus auf Level 60 gespielt, natürlich immer nur Schurke. Aber diese alte Gildenatmosphäre aus der OG-Zeit kam nie wieder richtig auf. Das lag weniger am Spiel selbst, sondern vor allem an den Leuten. Oder daran, dass man so eine Zeit einfach nicht wiederholen kann.Andere MMORPGs habe ich auch ausprobiert: Warhammer Online nach riesigem Hype, aber kaum bis zum Max-Level gespielt. SWTOR habe ich, ähnlich wie WoW damals, kurz vor der Free-to-Play-Umstellung aufgehört und danach nie wirklich das Bedürfnis gehabt, zurückzukommen. Ragnarök Online war mein erstes MMORPG, das ich viel mit zwei Kumpels gespielt habe, aber wegen des Dial-up-Internets nie so tief, wie ich gern gewollt hätte. New World habe ich mit vielen Kollegen aus der Redaktion und ein paar Freunden gezockt. Das Spiel selbst war zwar kacke, aber das Gruppenerlebnis hat mich sehr an die alten WoW-Zeiten erinnert. Denn am Ende geht es für mich in MMORPGs nicht um Quests, Level, Loot oder Endgame. Es geht um die Leute, mit denen man diese Welten erlebt. (Dominik Pache)