Lords of the Fallen im Test: Da können sich andere Souls-Klone eine Scheibe abschneiden!
Test 26,99 €
Mit dem neuen Reboot bekommt das Universum von Lords of the Fallen eine zweite Chance. Ob das Soulslike seinen Vorbildern gerecht wird, erfahrt ihr im Test.
Nach Axiom zurückkehren könnt ihr allerdings nicht nach Belieben, sondern nur an Überresten, also dem Pendant zu den Leuchtfeuern aus Dark Souls, oder an anderen vorgegebenen Stellen. Ein Sprung in die Unterwelt will also gut überlegt sein. Jedoch seid ihr häufig dazu gezwungen, weshalb Lords of the Fallen stets eure volle Konzentration fordert. Mit der Laterne könnt ihr bereits einen Blick in die Unterwelt werfen und nachsehen, ob ein Wechsel nötig ist. Um die alternativen Passagen zu nutzen, müsst ihr in den meisten Fällen gänzlich ins andere Reich springen Außerdem gibt es Gegnertypen, die bei Sichtkontakt im Lampenschein versuchen, euch in die andere Welt zu ziehen. In Anlehnung an die Mimics aus Dark Souls gibt es zudem Feinde, die sich als herumliegende Gegenstände tarnen und euch postwendend nach Umbral befördern, ohne dass ihr euch dagegen wehren könnt. Schließlich ist Lords of the Fallen ein Soulslike und euch somit nicht gerade wohlgesonnen!
Überlebenskampf in der Unterwelt
Die parallel gestalteten Welten sind eine willkommene Abwechslung und verleihen dem sonst traditionellen Titel einen spannenden Twist, der die Spielerfahrung sowohl bei der Erkundung als auch im Kampf bereichert. Ganz ausgereift ist das Konzept allerdings nicht: Die Laterne gibt euch durchs Aufblinken zwar einen Hinweis, wenn ihr euch einem potenziellen Punkt zum Rasten nähert, allerdings an keinen sonstigen relevanten Stellen.
Dadurch lassen sich schnell mal ein Durchgang oder eine Leiter übersehen, die es in Axiom nicht gibt. Ihr wollt schließlich nicht alle zwei Sekunden die Lampe zücken - das würde den Spielfluss merklich unterbrechen.
Quelle: CI Games
Wenn ein Sprung nach Umbral erforderlich war, bemerkten wir das meistens erst, wenn wir in eine Sackgasse gerieten und sonst nicht weiterkamen. Dadurch mussten wir immer mitdenken, was ja eigentlich etwas Positives ist. Die ständige Sorge, etwas Wichtiges zu verpassen, ist es nicht.
Auffällige Hinweise auf relevante Punkte in der anderen Welt würden wohl dem Geist eines Soulslikes widersprechen. Die Spiele sind nun einmal darauf ausgelegt, dass man sich alles selbst erschließen muss.
Subtile Hinweise hätten wir uns an manchen Stellen dennoch gewünscht, vor allem wegen der teilweise unübersichtlichen Levelstruktur. Einige Male irrten wir durch Gebiete, weil wir weder in Axiom noch in Umbral den richtigen Weg finden oder nicht erkennen konnten, wo der Mechanismus versteckt war, der einen Durchgang öffnen sollte.
Quelle: CI Games
Zusätzlich verloren wir trotz der eigentlich linearen Gestaltung der Areale durch die optische Eintönigkeit gerne mal den Überblick. Abhilfe schaffen Karten, die in der Spielwelt zu finden sind und zwar nicht das gesamte Gebiet zeigen, aber dafür Hinweise geben, welchen Weg ihr einschlagen müsst. Die Unübersichtlichkeit wird dadurch aber nicht ganz ausgeglichen.
Zudem sind die Überreste, an denen ihr unter anderem rasten und Erfahrungspunkte ausgeben könnt, eher spärlich verteilt. Es gibt zwar die Möglichkeit, an bestimmten Stellen mithilfe von Setzlingen provisorische Überreste zu erschaffen, die Ressource dafür ist allerdings rar und ihr könnt nur einen Punkt auf einmal aktivieren.
Dennoch sorgt das Feature für weniger Frust im Falle eines Ablebens, da der Weg so abgekürzt werden kann. Das notwendige taktische Vorgehen hinsichtlich der Platzierung eines Setzlings - lohnt es sich oder lohnt es sich nicht? - ist zudem eine feine Sache.
Simple Gestaltung, spaßige Kämpfe
Und apropos Ableben: Lords of the Fallen verfügt über eine Mechanik, die an die Wiederauferstehung in Sekiro: Shadows Die Twice erinnert. Doch anstatt euch nach einem Todesstoß einfach wieder aufrappeln zu können, werdet ihr im Falle eures Bildschirmtods nach Umbral verfrachtet. Schafft ihr es danach bis zu einem Überrest, könnt ihr nach Axiom zurückkehren. Geht eure Lebensleiste in dieser Phase erneut leer, sterbt ihr letztendlich doch und werdet wie gewohnt zurückgesetzt.
