Ein erstaunlicher Tatsachen-Thriller über die fatalen Folgen skrupelloser Profitgier mit "Oscar"-Preisträger Nicolas Cage als Waffenschieber
Wenn es einen Fußballer gibt, der seinen Beruf perfekt beherrscht, auf jeder Position spielen kann, dabei aber bescheiden bleibt und sein Können ohne Starallüren voll und ganz in den Dienst des Teams stellt, dann ist das Ronaldinho. Sein Äquivalent unter den Hollywood-Schauspielern heißt Nicolas Cage.
Im Laufe seiner Karriere verblüffte der 1964 als Nicholas Kim Coppola geborene Kalifornier in den unterschiedlichsten Rollen. Starthilfe erhielt er dabei von seinem Onkel Francis Ford Coppola, der seinen Neffen in "Rumble Fish" (1983), "The Cotton Club" (1984) und "Peggy Sue hat geheiratet" (1986) unterbrachte.
Mit überzeugenden Leistungen in Kultstreifen wie "Arizona Junior" (1987) von den Coen-Brüdern, "Mondsüchtig" (1987) mit Cher und David Lynchs Meisterwerk "Wild at Heart" (1990) etablierte sich Cage als Charakterdarsteller.
Wechselspiel
1995 erhielt Cage für seine bewegende Rolle als Alkoholiker in "Leaving Las Vegas" den "Oscar" als bester Hauptdarsteller und stieg damit offiziell in den Olymp der Edelmimen auf. Ein Superstar aber war er immer noch nicht. Das änderte sich schlagartig mit "The Rock" (1996) und "Con Air" (1997).
Die beiden von Jerry Bruckheimer produzierten Actioner wurden Cages erste Blockbuster und verwandelten den eben noch für künstlerisch wertvolle Dramen gefeierten Star in einem Gagen-Giganten, der die Multiplexe füllte. Klar, dass einige Kritiker darüber die Nase rümpften.
Ansichtssache
Was für Filme er dreht, kann sich Cage heute aussuchen. Dabei geht er ähnlich vor wie einst Burt Lancaster oder aktuell Clint Eastwood, die sowohl in großen Publikumsstreifen als auch anspruchsvollen Low-Budget-Produktionen zu sehen waren. Aus europäischer und rein finanzieller Sicht ist der 50 Mio. Dollar teure "Lord of War" zwar ganz großes Kino, für Hollywood-Verhältnisse aber handelt es sich um einen B-Film. Zum Vergleich: Der dritte "X-Men" verschlang 210 Mio., bei "Superman Returns" wurden sogar 250 Mio. verbraten.
