Gruseliger Jahrmarkt, Koop-Spaß und beklemmende Atmosphäre: Little Nightmares 3 verspricht Horror-Feeling pur - trotz kleiner Trial&Error-Frustmomente.
Das Gegnerdesign in Little Nightmares 3 kann uns außerdem erneut mit seiner bizarren Art überzeugen. Wir sind auf kleinere, puppenartige Wesen getroffen und haben deren Köpfe zertrümmert, uns vor dicken Kloppern versteckt und mussten außerdem häufiger die Beine in die Hand nehmen, als uns der Bossgegner des Jahrmarkts ans Leder wollte.
Zehn Tage Regenwetter
Die Location besticht zudem wieder durch eine tolle Atmosphäre und Grusel-Feeling pur. Wie schon in den ersten beiden Teilen scheinen auch die Schauplätze in Little Nightmares 3 etwas ganz Besonderes zu werden.
Quelle: Bandai Namco
Ob die Leute auf diesem Jahrmarkt Spaß haben? Die Stimmung ist bedrückend, aber genau das gehört zur Reihe dazu.
Der Regen prasselt herunter, in der Ferne hören wir die typischen Rummelklänge und auch die restliche Stimmung sorgt für ein schaurig-schönes Horrorerlebnis. Supermassive fängt in dem Punkt gut ein, wofür die Reihe durch Tarsier berühmt geworden ist.
Obendrauf kommt da noch die fantastische Audiokulisse, die uns die meiste Zeit ein mulmiges Gefühl bereitet, schließlich können hinter jeder Ecke Gefahren auf uns lauern. Und wenn wir nur an den bekannten Little-Nightmares-Soundtrack denken, möchten wir direkt den nächsten Durchlauf starten.
Bislang stimmt die Mischung des Abenteuers erneut und es liegt nun an den Entwicklern, diese Atmosphäre über den größten Teil der Geschichte aufrechtzuerhalten. Neben dem einen recht kontraintuitiven Rätsel stört uns aber noch eine Sache im gespielten Jahrmarkt-Level.
Quelle: Bandai Namco
Zum ersten Mal können wir im Koop-Modus in das Abenteuer starten. In unserem Anspieltermin hatten wir dabei schon viel Spaß.
Trial&Error könnte ein Problem werden
Schon in den Vorgängern gab es manche Passagen, die wir nur mit Glück aufs erste Mal schaffen konnten. Trial&Error gehört zu Little Nightmares wie die knuffigen Charaktere. Obwohl es immer ein Part der Reihe war - vor allem in Fluchtsequenzen - braucht es ein gutes Balancing im Gameplay, damit sich der Ehrgeiz nicht in Frust verwandelt.
Im Jahrmarktabschnitt gibt's aber doch die ein oder andere Situation, in der wir mehrere Versuche benötigen, um erfolgreich zu entkommen. So weit, so problemlos! Wenn wir allerdings gar keinen Hinweis erhalten, in welche Richtung wir laufen sollten und mehrmals erwischt werden, ist das nicht gerade förderlich für den Spielspaß.
Quelle: Bandai Namco
Jetzt ganz leise: Manchmal entscheidet ein falscher Schritt über Leben und Tod. Die Trial&Error-Abschnitte sollten nicht zu häufig vorkommen.
Solange das nur ein- bis zweimal im kompletten Spiel passiert, können wir darüber hinwegsehen, aber zu viele Trial&Error-Passagen sollten die Entwickler nicht einbauen. Tarsier hat den Mix immer gut hinbekommen, bei Supermassive lässt sich das nach einem Kapitel noch nicht final einschätzen.
Hin und wieder gibt's außerdem Schwierigkeiten, wenn wir über schmale Bretter sprinten. Die Perspektive täuscht gerne und wir machen einen Abgang in die tiefe, schwarze Leere. Mit diesen Problemen kämpften die ersten beiden Teile aber auch immer wieder, das ist also nichts Neues und verschmerzbar.
Die clevere KI
Nach unserem Durchgang im Koop-Modus probierten wir das Level schließlich noch einmal mithilfe eines KI-Begleiters aus. Je nachdem, welchen Charakter wir wählen, übernimmt der NPC die andere Figur.
Während wir uns gemeinsam mit einem Mitspieler entscheiden können, wer von beiden beispielsweise die Räuberleiter gibt, stellt sich die KI an die dafür vorgesehene Stelle und leistet uns von selbst Hilfestellung. Insgesamt lässt sich sagen, dass das Abenteuer im Einzelspielermodus einfacher wird.
Meinung
Unser KI-Begleiter sprintet in Fluchtszenen meistens voraus und zeigt uns damit den vorgesehenen Weg. Dadurch sparen wir uns manche Trial&Error-Passagen, wenn wir der Figur schlichtweg stumpf folgen. Das kann je nach Spielertyp positiv sein, für einige aber vielleicht auch den Erkundungsreiz nehmen.
Wir hatten in unserer Session allein und im Koop trotz der kleineren Probleme und noch einiger Fragezeichen aber viel Spaß und freuen uns auf den Release. Es bleibt spannend, ob Supermassive mit Little Nightmares 3 an die erfolgreichen ersten Teile anknüpfen kann. Am 10. Oktober wissen wir spätestens mehr, wenn die kleinen Albträume auf PC, PS5, Switch 2 und Xbox Series X/S erscheinen. Zum Abschluss gibt's noch eine wichtige Info für alle Unentschlossenen: Ab dem 17. September kann eine kostenlose Demo auf allen Plattformen heruntergeladen und gespielt werden.
