Lilja 4-ever

Test

Täglich werden auf der ganzen Welt minderjährige Mädchen missbraucht und zur Prostitution gezwungen. Die traurige Geschichte der 16-jährigen Lilja (Oksana Akinshina) steht stellvertretend für all diese Schicksale: Von der Mutter verlassen und der Freundin verraten, ist das russische Mädchen auf sich alleine gestellt.

Um über die Runden zu kommen, verkauft sie ihren Körper an zahlungswillige Freier. Schmerzen und Frust lassen sie zu Drogen greifen. Als sie sich verliebt und ihr Angebeteter ihr einen Job in Schweden verspricht, hofft Lilja auf ein besseres Leben. Aber am Flughafen wartet nur der nächste Zuhälter mit dem nächsten Kunden auf sie ...

Von den Boni auf der zweiten Disc hatten wir uns mehr erhofft. Das ca. 90-minütige Interview mit Regisseur Lukas Moodysson ("!Zusammen!") ist zwar sehr ausführlich und bietet auch interessante Informationen, doch ein Making of und ein Interview mit der Darstellerin hätten nicht geschadet.

So bleiben als Boni nur der Unicef-TV-Spot, ein Diakonie-TV-Spot, eine selbstablaufende Fotogalerie (ca. 1:30 Min.) sowie eine Vorschau auf weitere DVDs des Anbieters.MN

Fazit

Film-Check: Das erschütternde Sozial-drama wurde von Regisseur Lukas Moodysson schonungslos und doch gefühlvoll in Szene gesetzt. Die junge Hauptdarstellerin überzeugt mit ihrer Leistung.
DVD-Fazit: Eine traurige Geschichte ohne Happyend. Sehenswert ist der Film aufgrund der bestürzenden Bilder, die sich einprägen. Technisch hat die Doppel-DVD nicht viel zu bieten. Bild und Ton sind akzeptabel, als Bonus gefällt das Interview.

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