Life is Strange: True Colors angekündigt - Vorschau mit allen Infos zum Adventure
Special
Square Enix hat mit Life is Strange: True Colors den neueste Teil der beliebten Adventure-Reihe angekündigt, der wieder neue Charaktere, Schauplätze und eine neue mysteriöse Kraft mit sich bringt. In unserer Vorschau haben wir alle Informationen zum Spiel für euch zusammengefasst.
Über sechs Jahre ist es jetzt her, dass die französischen Entwickler von Dontnod Entertainment mit Life is Strange einen überraschenden Adventure-Hit landeten. Seitdem hat sich die Anthology-Serie zu einer festen Größe des Genres entwickelt. Im Rahmen der digitalen Präsentationsshow "Square Enix presents" hat der japanische Publisher nun mit Life is Strange: True Colors den neuesten Teil der Reihe angekündigt. Entwickelt wird das Spiel von Deck Nine Games, die sich bereits mit dem Prequel Before the Storm auszeichnen konnten und unter Beweis gestellt haben, dass sie Life is Strange können.
Das wurde auch während der Präsentation des neuen Spiels sofort wieder deutlich. Schon der Trailer zum Auftakt der rund zehnminütigen Präsentation versprühte auf Anhieb jede Menge Life-is-Strange-Charme. Wie Creative Director Zak Garriss erklärt, befindet sich das Spiel schon seit 2017 in der Entwicklung, wurde also vermutlich kurz nach der Fertigstellung von Before the Storm begonnen. "Es liegt uns sehr am Herzen und wir freuen uns sehr, es heute mit euch zu teilen. Im Kern geht es in dem Spiel um Empathie - darum, wie wir eine Verbindung zu anderen aufbauen", erklärt der Creative Director.
Neue Protagonistin
Dem Anthology-Konzept der Reihe treu bleibend, bekommen wir es in Life is Strange: True Colors (jetzt kaufen 20,20 € ) mit neuen Charakteren, Schauplätzen, einer neuen geheimnisvollen Kraft sowie einer unabhängigen Story zu tun. Protagonistin ist Alex Chen, eine junge asiatisch-amerikanische Frau, die aus
Quelle: Square Enix
In Haven Springs wird Alex nicht nur mit ihren Bruder Gabe (rechts) wieder vereint, sondern lernt auch dessen besten Freund Ryan (links) kennen.
einer zerrütteten Familie stammt und nun nach ihrem Platz in der Welt sucht. Dargestellt wird Alex von der bisher recht unbekannten japanischen Schauspielerin Erika Mori. "Was ich an Alex am meisten liebe, ist, dass sie eine kluge, widerstandsfähige junge Frau ist, die zu Beginn des Spiels bereits ein schwieriges Leben im Pflegesystem hinter sich hat. Aber sie hat trotzdem die Hoffnung für die Zukunft, dass sie irgendwo einen Ort findet wird, den sie Zuhause nennen kann", beschreibt Erika Mori ihre Rolle als Alex.
Auf der Suche nach diesem Ort, kommt Alex schließlich nach Haven Springs, einem kleinen verschlafenen Örtchen am Fuße der Rocky Mountains. Hier lebt ihr Bruder Gabe, den sie seit acht Jahren nicht gesehen hat. Darüber hinaus trifft Alex hier viele weitere interessante Charaktere wie Gabes besten Freund Ryan und eine gewisse Steph Gingrich, die Kenner der Serie bereits aus Before the Storm kennen dürften. Als Alex sich schließlich endlich heimisch zu fühlen scheint, kommt ihr Bruder Gabe bei einem tragischen "Unfall" ums Leben. Um die Wahrheit hinter seinem Tod aufzudecken und die hinter die Geheimnisse der Kleinstadt Haven Springs zu gelangen, muss Alex schließlich ihre übernatürliche Gabe akzeptieren, die sie selbst als Fluch empfindet und lange Zeit unterdrückt hat.
Quelle: Square Enix
Ein Gesicht, das Kennern der Reihe bekannt vorkommen dürfte. Steph Gingrich hat es offenbar auch irgendwie nach Haven Springs verschlagen.
Die Kraft der Empathie
Nach Max' Zeit-Manipulation und Daniels Levitationskräften erwartet uns in Life is Strange: True Colors eine neue mysteriöse Fähigkeit. Alex hat die Kraft der Empathie und kann die Emotionen anderer Menschen spüren, die sich ihr als verschiedenfarbige Auren um die Personen darstellen. Wenn sie sich auf ihre Kraft einlässt, kann sie sogar die Ursachen für die Gefühle erkennen. Diese Fähigkeit ist aber auch nicht ohne Risiko. Alex kann sich mit besonders starken Gefühlen infizieren und sogar die Kontrolle darüber verlieren.
Quelle: Square Enix
Alex erkennt in Form einer farbigen Aura um Personen deren aktuelle Gefühlslage. Sind diese Gefühle besonders stark, kann sie auch von ihnen übermannt werden.
"Diese Kraft ist ein Schlüsselelement des Spiels, und unterliegt eurer Kontrolle. Und es gibt zahlreiche Gelegenheiten, diese Kraft einzusetzen, wenn ihr frei die Straßen und Ecken von Haven Springs erkundet", erklärt Game Director Zak Garriss. Damit weißt er auch gleich auf eine weitere Neuerung des Spiels hin, dass diesmal wesentlich offener gestaltet ist. Von vielen Spieler habe man nämlich das Feedback vernommen, dass diese sich noch mehr Erkundung wünschen. So ist die zentrale Hauptstraße von Haven Springs nun ein großes Gebiet, das sich nach Belieben erforschen lässt und so einige Geheimnisse und optionale Inhalte bereithält.
Wie für Life is Strange üblich, greift das Spiel verschiedene Themen und Altagsprobleme auf, mit denen sich die Figuren auseinandersetzen müssen. Dabei geht es in True Colors vor allem um Freundschaft, Familie, Verlust und die Frage der eigenen Zugehörigkeit. Mit der Zeit kann Alex entsprechende Bindungen zu den verschiedenen Bewohnern der Stadt aufbauen und die Entscheidungen, die man als Spieler dabei trifft, sollen sich auf das Leben und die Zukunft der Stadt auswirken. Auch ihre eigenen Gefühle wird Alex ergründen können. Dabei besteht die Wahl zwischen Ryan und Steph als mögliche romantische Partner.
Quelle: Square Enix
Das malerische Städtchen Haven Springs lädt zum Verweilen und Erkunden ein. Die Entwickler versprechen, dass es viel zu Entdecken gibt.
Alles aus einem Guss
Neben einer neuen packenden Story mit interessanten Charakteren stand auch technischer Fortschritt auf dem Plan der Entwickler. So wurden zum ersten Mal in der Reihe alle Charaktere im aufwendigem Performance-Capture-Verfahren aufgenommen und gerendert. Auch grafisch macht das Spiel deutliche Schritte nach vorne und glänzt mit deutlich gestiegenem Detailgrad. Der ursprünglich von der Reihe so einzigartig umgesetzt Acryl-Stil
Quelle: Square Enix
Alex ist eine musikalische Person. Sie spielt Gitarre und singt auch selbst.
bleibt aber zumindest in Ansätzen erhalten. Für die Umsetzung und Kombination der unterschiedlichen Technologien, kommt erneut die von Deck Nine entwickelte Storyteller-Software zum Einsatz, die bereits bei Before the Storm gute Arbeit geleistet hat. Übrigens: Erstmals in der Serien-Geschichte wird das Spiel zu Release mit vollständiger deutscher Lokalisierung und Sprachausgabe erscheinen.
Eine wichtige Rolle wird auch wieder die Musik spielen. Gerade das erste Life is Strange und Before Storm begeisterten mit einer fantastischen Auswahl von lizenzierten Musikstücken, die häufig bestimmte Szenen herausragend untermalten. Das soll auch in True Colors wieder der Fall sein. Einen ersten Vorgeschmack gibt der Titel Haven des Multiinstrumentalisten Novo Amor, der im Ankündigungstrailer zu hören ist. Außerdem arbeiten die Entwickler mit der Liedermacherin mxmtoon zusammen, die als die Singstimme von Alex auftritt. Die Protagonistin ist also selbst auch wieder sehr musikalisch angelegt. Den Komponisten des Original-Soundtracks des Spiels, wollten die Entwickler noch nicht verraten.
Wenn ihr euch jetzt bereits auf Life is Strange: True Colors freut, braucht ihr auch gar nicht mehr so lange warten. In einem halben Jahr soll es bereits so weit sein. Das Spiel soll nach aktueller Planung am 10. September 2021 für PC, PS4, PS5, Xbox One, Xbox Series X/S und Stadia erscheinen. Und das beste dabei: Alles an einem Stück. Zwar ist die Handlung des Spiels wieder in fünf Kapitel unterteilt, aber vom bisher üblichen Episoden-Format hat man sich verabschiedet. Stattdessen erscheint das komplette Erlebnis auf einmal. Neben der Standardversion wurden auch bereits eine Deluxe- und Ultimate-Variante angekündigt. In der Ultimate Edition wird unter anderem eine Remaster-Collection von Life is Strange und Life is Strange: Before the Storm enthalten sein. Diese Remaster werden aber auch einzeln erhältlich sein. Der Herbst wird also ein Fest für Life-is-Strange-Fans und alle die es noch werden wollen.
