Lies of P erstmals angespielt: Das Schauermärchen von Pinocchio in der Gamescom-Vorschau

Special Stefan Wilhelm
Lies of P erstmals angespielt: Das Schauermärchen von Pinocchio in der Gamescom-Vorschau
Quelle: Neowiz

Neowiz, das koreanische Entwicklerteam hinter dem Souls-like Lies of P, hat auf der Gamescom 2022 nicht nur einen schicken Trailer präsentiert, sondern uns auch erstmals selbst Hand anlegen lassen. Wir haben uns als Roboter-Pinocchio durch die düstere Stadt Krat gemetzelt und verraten, warum hier nicht nur das schräge Setting Lust auf mehr macht!

Hätten wir einen Euro für jedes Souls-like, in dem wir als Maschinenkrieger in einer altertümlichen, düsteren Stadt gegen durchgeknallte Roboter kämpfen und dabei die Steampunk-Version einer bekannten Geschichte erleben, dann hätten wir zwar erst zwei Euro - aber es ist trotzdem bemerkenswert, dass es schon mehrmals passiert ist. Während uns der Genre-Kollege Steelrising in eine Alternativwelt zur Zeit der Französischen Revolution befördert, erzählt Lies of P eine klassische Märchengeschichte - mehr oder weniger. Denn das hier ist vermutlich nicht der Pinocchio, den die meisten von uns noch aus ihrer Kindheit kennen!

In den mechanischen Schuhen des nicht mehr ganz so unschuldigen Holzjungen werden wir in die zerfallene Stadt Krat geschickt, in der wahnsinnig gewordene Marionetten ihr Unwesen treiben. Das Ziel: Meister Gepetto finden, der offenbar hinter all dem steckt, und dabei endlich ein richtiger Mensch werden.

Vertrautes Gameplay

Wie die Vorschauversion verrät, wird das Spiel dabei in Kapitel aufgeteilt sein, die uns wohl in verschiedene, abgetrennte Zonen der Stadt schicken. Wir erwachen ohne Intro auf den Straßen von Krat und fühlen uns als alte Souls-like-Hasen sofort zu Hause. Aktivierbare Checkpoints lassen uns aufleveln und Gegner wiederbeleben, wir sammeln Erfahrungspunkte, die wir beim Tod verlieren und messen uns in harten Kämpfen mit Feinden, die uns mit wenigen Schlägen ins Jenseits befördern.
Es gilt, den ruckartigen Angriffen der Maschinen präzise auszuweichen oder sie abzublocken, und dann mit einer unserer drei Startwaffen zurückzuschlagen. Neben Säbel, Rapier oder Stachelrad haben wir dank unseres mechanischen Arms dabei noch ein paar Asse im Ärmel: Mit ölbetriebenen Legion-Waffen schießen wir etwa einen Greifhaken aus dem Arm, um Gegner an uns heranzuziehen oder ihnen nach einem meterhohen Sprung in den Rücken schlagen zu können.
Lies of P erstmals angespielt: Das Schauermärchen von Pinocchio in der Gamescom-Vorschau (4) Quelle: Neowiz Lies of P erstmals angespielt: Das Schauermärchen von Pinocchio in der Gamescom-Vorschau (4) Ein besonders harter Gegner ließ sich mit diesem Manöver manchmal betäuben und dann per Finishing-Move erledigen. Wie das genau funktioniert, konnten wir aber noch nicht in Erfahrung bringen. Denn neben der Tatsache, dass wir Souls-like-typisch die Spielsysteme vor allem durch Eigeninitiative lernen müssen, waren manche der Tutorialfenster noch ziemlich kryptisch formuliert und teils holprig übersetzt.

Öliges Gemetzel

Lies of P erstmals angespielt: Das Schauermärchen von Pinocchio in der Gamescom-Vorschau (3) Quelle: Neowiz Lies of P erstmals angespielt: Das Schauermärchen von Pinocchio in der Gamescom-Vorschau (3) An Komplexität dürfte es dem Kampfsystem nicht mangeln - immerhin kommt jede Waffe neben leichten und aufladbaren, schweren Angriffen noch mit einer einzigartigen Fable-Attacke daher, die sich durch erfolgreiche Treffer auflädt. Blocken ist in Lies of P (jetzt kaufen 95,92 € )üübrigens keine sonderlich gute Idee, wenn wir es nicht gerade mit perfektem Timing tun, denn der volle Schaden wird nur abgewehrt, wenn wir den Angriff parieren.

Das Kampfgefühl überzeugt, denn auch wenn wir strenggenommen gegen Maschinen antreten, gestaltet sich das Trefferfeedback saftig. Muss wohl all das Öl sein, mit dem die Roboter betrieben werden! Auch das schaurige Design der Gegner kann sich sehen lassen, besonders der leblos grinsende Smoking-Träger mit der Axt ist uns im Gedächtnis geblieben. Ansonsten warten im Anfangsgebiet noch die üblichen Verdächtigen, wie Gewehrschützen, Bombenwerfer und (mechanische) Hunde, die uns in verschiedenen Konstellationen unter Druck setzen.

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