DVD-Review: Liebe braucht keine Ferien

Test Patrick Köllner

Cameron Diaz und Kate Winslet tauschen ihre Häuser und lernen dadurch vielleicht den Mann fürs Leben kennen

Seit es Hollywood gibt, heißt es dort: Trends kommen und gehen. Dass die verschiedenen Genres in ihrer Beliebtheit dem Wandel der Zeit unterliegen, ist ja auch ganz normal. Zwei Filmgattungen aber verblüffen mit einer über Jahrzehnte hinweg konstanten Popularität: Horror und romantische Komödien.

Jürgen Vogel spielt mal wieder den schrägen, aber nichtsdestotrotz sympathischen Proleten Jürgen Vogel spielt mal wieder den schrägen, aber nichtsdestotrotz sympathischen Proleten Den großen Studios kommt das sehr entgegen, denn im Gegensatz zu Action- und Sci-Fi-Streifen können Komödien auch ohne Multimillionen-Budget wie großes Kino aussehen. Voraussetzungen dafür sind eine interessante Location -- im Idealfall New York City -- und die richtige Besetzung. Die Devise lautet, dass Rekordgagen für große Stars nie Fehlinvestitionen sein können. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. So spielte "Liebe braucht keine Ferien" weltweit zwar beachtliche 200 Millionen Dollar ein, gilt bei Kosten von 85 Mio. und einem US-Box Office von nur 63 Mio. aber als Flop.

Findet Iris (Kate Winslet) ihr Glück in Hollywood? Findet Iris (Kate Winslet) ihr Glück in Hollywood? Nach den Blockbustern "Was Frauen wollen" mit Mel Gibson und Helen Hunt sowie "Was das Herz begehrt" mit Diane Keaton und Jack Nicholson sollte Nancy Meyers´ insgesamt vierte Regiearbeit ein weiterer Ensemble-Hit werden. Dafür standen ihr mit Cameron Diaz, Kate Winslet, Jude Law und Jack Black gleich vier der gegenwärtig angesagtesten Darsteller zur Verfügung.

Tapetenwechsel

Witwer Graham (Jude Law) ist ein echter Dandy Witwer Graham (Jude Law) ist ein echter Dandy Die Londoner Journalistin Iris (Winslet) ist seit Jahren unglücklich in einen Arbeitskollegen verliebt. Das drohende Weihnachtsfest stürzt die Single-Frau noch tiefer in die Depression. Rettung verspricht Amanda (Diaz) aus Los Angeles, deren Job beim Film sie zwar reich, aber nicht glücklich machte. Auf der Suche nach einem Feriendomizil stößt Amanda im Internet auf Iris´ Annonce, in der sie ihr Haus zum Urlaubstausch anbietet. Kurz entschlossen fliegt Amanda nach England und lernt dort Iris´ Bruder Graham (Law) näher kennen. Iris wiederum freundet sich in L.A. mit dem Filmkomponisten Miles (Black) und einem altehrwürdigen Drehbuchautoren (Eli Wallach) an.

Ein Satz noch zur DVD: Bis auf den Hauptfilm findet sich darauf leider nichts von Bedeutung.

Fazit

Film-Check: Eigentlich hat Nancy Meyers alles richtig gemacht. Sie inszenierte den Selbstfindungstrip zweier Paare mit der aus ihren früheren Werken bekannten Leichtigkeit und konnte dafür auf vier Stars zurückgreifen, bei denen sich andere Regisseure schon für Cameos bedanken würden. Trotzdem will der Funke nicht ganz überspringen. Dass gleich mehrere Klischees bedient werden, ist dabei gar nicht mal so schlimm – damit rechnet man ja hier schließlich. Die Chemie zwischen den Figuren stimmt aber leider nicht so ganz. Cameron und Jude wirken noch einigermaßen glaubhaft, Jack und Kate allerdings nimmt man einfach nicht ab, dass sie ein Paar sein könnten.
DVD-Fazit: Technisch den Ansprüchen genügend, enttäuscht die Disc bei der Ausstattung mit Special Features. Trailer, Making of und der Audiokommentar mit Regisseurin und Crew bleiben amerikanischen DVD-Käufern vorbehalten.

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