Lichter

Test

Nach den Filmen "23", "Crazy" sowie "Nach fünf im Urwald" verabschiedete sich Regisseur Hans-Christian Schmid diesmal von dem Coming-of-Age-Thema. In "Lichter" greift er das Schicksal einiger "Wende-Opfer" im deutsch-polnischen Grenzgebiet an der Oder auf.

Da wäre zum einen Andreas (Sebastian Urzendowsky), der Zigaretten über die Grenze schmuggelt und seinen Komplizen aus Eifersucht an die Polizei verrät. Oder Kolja (Ivan Shvedoff), Anna (Anna Yanovskaya) und Dimitri (Sergei Frolov) -- Flüchtlinge aus der Ukraine, die alle ihr Glück in Deutschland suchen, aber an der Oder scheitern.

Dann gibt es noch Sonja (Maria Simon), eine deutsche Dolmetscherin, die endlich mal das Richtige tun will, und den polnischen Taxifahrer Antoni (Zbigniew Zamachowski ), der verzweifelt versucht, das Geld für das ersehnte Kommunionkleid seiner Tochter aufzutreiben. Die Geschichten all dieser ganz unterschiedlichen Menschen haben nicht nur durch den Fluss Berührungspunkte.

Die Ausstattung der DVD kann sich sehen lassen: Sie offeriert neben einem informativen Audiokommentar zwei lohnenswerte Making ofs, eine Fülle an geschnittenen Szenen sowie vier Interviews mit Darstellern und Crewmitgliedern. MS

Fazit

Film-Check: Für diesen Streifen gewann Schmid u.a. den Internationalen Kritikerpreis 2003. Lebensnah, authentisch und fast schon beiläufig erzählt er vom derzeitigen Zustand im Grenzgebiet.
DVD-Fazit: Anhängern des Deutschen Films sei dieses Episodendrama ans Herz gelegt. "Lichter" lohnt mit seinen unspektakulären, nichtsdestotrotz zum Nachdenken anregenden Geschichten über Menschen beiderseits der Oder einen Blick. Für den Kauf sprechen nicht zuletzt auch die ausführlichen, interessanten Extras.

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