Tomb Raider - Die Wiege des Lebens

Test Patrick Köllner

Nur wenige Menschen können sich mit mehreren Gegnern gleichzeitig prügeln und dabei auch noch sexy aussehen. Angelina Jolie gehört dazu. Als Lara Croft sorgt sie auf DVD erneut für Krawall im Heimkino

Anfang der 80er gab es eine Erscheinung namens "Videospiele", die zunächst noch als Kinderkram belächelt wurde. Inzwischen ist Hollywood längst mit dem Zocker-Business vernetzt. Fast jeden großen Film kann man mittlerweile zu Hause nachspielen. Das nennt sich Refinanzierung und ist ziemlich lukrativ.

Andersrum wurde seltener ein Schuh draus. Wann immer aus einem Game ein Film entstand, war das Ergebnis sowohl künstlerisch als auch finanziell eher unbefriedigend bis peinlich.

Dann kam "Tomb Raider" (2001). Obwohl Kritiker wenig damit anfangen konnten, wurden die Abenteuer der Archäologin Lara Croft zu einem Blockbuster, der weltweit knapp 275 Mio. Dollar einspielte. Das erzwang eine Fortsetzung. Diese war in Feuilletons ebenfalls chancenlos, lief im Kino aber deutlich schlechter als der Vorgänger.

Dabei standen mit 95 Mio. Dollar eigentlich genug Geld, mit Jan De Bont ("Speed") ein fähiger Regisseur und mit Angelina Jolie erneut die Idealbesetzung zur Verfügung. Mehr Action gab es auch.

Die Story beginnt mit einem Erdbeben in Griechenland, das den Eingang zu einem verschollenen Tempel unter Wasser freilegt. Lara Croft und ihr Team entdecken darin ein wertvolles wie gefährliches Artefakt: Einen Schlüssel, der den Weg zur legendären Büchse der Pandora aufzeigen könnte. Diesen entwendet kurzerhand eine Verbrecherbande, die sich von dem Fund ein Vermögen verspricht.

Lara macht sich auf den Weg, um den Schurken das Teil wieder abzujagen und reist mit ihrem Kumpel Terry (Gerard Butler) rund um die Welt, um schließlich in Afrika gegen Monsteraffen und Til Schweiger zu kämpfen.

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