Landwirtschafts-Simulator 22:Jahreszeiten, Produktionsketten, Sound & Beleuchtungssystem - Seite 2
Special 17,99 €
Wir konnten Landwirtschafts-Simulator 22 spielen und zeigen alle Features - Jahreszeiten, Produktionsketten, Sound & Beleuchtungssystem in Vorschau + Video!
Habt ihr auf den ganzen Jahreszeiten-Zinnober keine Lust, könnt ihr das Feature einfach deaktivieren und in einem gleichbleibenden Monat spielen. Alternativ verlängert ihr die Jahreszeiten auf mehrere Tage. Insgesamt soll es sogar möglich sein, ein komplettes Jahr realistisch auf etwa 360 Tage auszudehnen.
Die Jahreszeiten sind also eine schöne Ergänzung, die vorher nur über Fan-Modifikationen möglich war. Sie versprechen spielerische Abwechslung, da ihr eure Produktion immer nach dem Wetter ausrichten müsst, aber auch die optische Veränderung ist nett anzuschauen, da es etwas Auflockerung in die Welt des Landwirtschaftssimulators bringt.
In diesem Artikel
Statische Landschaften ...
Die Welt ist im LS 22 nämlich weiterhin recht statisch. Zwar überrascht das Spiel durchaus immer mal mit hübschen Lichtstimmungen in der Ferne. Im Vergleich zu anderen Open-World-Sandbox-Spielen, was die Sim ja nun mal ist, wirkt die Umgebung aber leblos und manche Textur ist auch noch sehr grob.
Quelle: Giants
Auf kürzere Distanz werden die Pflanzen auf den Feldern einfach ausgeblendet. Das ist hässlich anzuschauen und nicht mehr zeitgemäß.
Außerdem hat es ein nerviges Detail aus dem LS 19 leider auch in die neue Version geschafft. Die Fernsicht auf den Feldern ist weiterhin gering. Das führt dazu, dass die Pflanzen auf großen Feldern ab einer bestimmten Distanz einfach ausgeblendet werden und man eine flache Bodentextur sieht.
Das spart zwar Hardwareressourcen, ist aber sehr hässlich. Hier wäre eine Einstellungsoption für stärkere Rechner das Mindeste.
Auf den Straßen fahren zwar NPC-Autos und innerhalb der Ortschaften laufen NPCs herum. Die sind aber spärlich und besitzen nur eine rudimentäre KI. Die eigene Figur kann zwar umfangreich gestalten, doch schaut sie einen nur mit toten Augen aus dem Fahrersitz an. Wer den LS22 spielen möchte, sollte sich also bewusst sein, dass man auch dieses Mal grafische Abstriche in Kauf nehmen muss, mit einer Ausnahme.
... detailverliebte Fahrzeuge
Schon der LS 19 war gerade bei den zahlreichen Treckern und Geräten detailverliebt und auch der LS 22 zeigt euch die Landmaschinen bis zur letzten Schraube akkurat. Dafür haben sich die Entwickler unzählige Lizenzen reingeholt, von John Deer über Fendt, New Holland, Zetor, Landini und viele mehr sind alle mit dabei. Selbst die Biogasanlagen sind jetzt lizenziert und originalgetreu nachgebaut. Dazu kommen bei den Fahrzeugen zwei neue Entwicklungen.
Quelle: Giants
Die Landmaschinen strotzen wieder nur so vor Details.
Einerseits könnt ihr manuell schalten bei jenen Fahrzeugen, die das auch in echt erlauben. Wer will, kann sogar seine Schalthebel-Hardware anschließen und in echt die Gänge durchwechseln. Und woran erkennt man, dass man im falschen Gang ist? Na, am Sound, wenn der Motor aus Versehen aufheult. Da hat Giants ebenfalls nachgebessert.
Fahrt ihr im hohen Gang oder aktiviert ihr eure Gerätschaften, dreht euer Traktor merklich hoch. Auch kleine Details sind deutlich zu hören, beispielsweise zischt der Trecker ab und an mal, euer Grubber klappert authentisch über den Acker und die hydraulischen Pressen an eurem Anhänger strengen sich merklich an.
Das trägt zusammen mit den detaillierten Fahrzeugmodellen und Animationen enorm zur hohen Authentizität bei und Enthusiasten werden sich nicht sattsehen und -hören können.
Zumindest, wenn man sich an kräftigen Farben nicht stört, denn ein Kritikpunkt innerhalb der Community bei den ersten Gameplay-Aufnahmen waren zu grelle und satte Farben. Das optimierte Beleuchtungssystem in unserer Preview-Version bringt da zumindest leichte Anpassungen, aber vornehmlich bei der Umgebung.
Quelle: Giants
Das Helfermenü wurde noch nicht vorgestellt, aber auf der Karte kann man die KI-Unterstützung aber schon entdecken.
Die Fahrzeuge sind weiterhin sehr bunt. Hier muss man aber zur Verteidigung sagen, dass auch echte Landmaschinen frisch vom Band in den buntesten Rot-, Grün- und Blautönen um die Ecke kommen. Zwar hat der LS22 kein Schadensmodell, jedoch aber ein Schmutz-System. Wie im Vorgänger werden die Kisten also im Laufe der Zeit dreckig, was die grellen Farben etwas abschwächt.
Einen dynamischen Boden, der sich verformt, und wo man mit der Maschine auch mal im Dreck stecken bleibt, wird es aber auch im LS22 nicht geben. Und das, obwohl es ein viel gewünschtes Feature der Community ist.
Fragezeichen gibt es noch
Das neue Baumenü können wir uns leider noch nicht im Detail anschauen, genauso wie das Helfersystem, dass wohl noch kommen soll. Fans haben in einer Gameplay-Preview ein Menü dazu entdeckt. Bisher kann man die KI nur direkt auf dem Feld aktivieren, was ziemlich umständlich ist. Das Helfermenü deutet jedoch an, dass man die KI-Unterstützung jetzt zu verschiedenen Feldern oder auch Produktionsstätten schicken kann. Als wir bei Giants dazu nachfragten, erhielten wir leider nur Schweigen als Antwort.
Trotzdem macht der Landwirtschaftssimulator 22 einen deutlichen Sprung nach vorn. Stärken wie die Fahrzeuge und das Bearbeiten der Böden werden ausgebaut. Neue Features wie die Jahreszeiten und die Produktionsketten erweitern das Gameplay sinnvoll, ohne dass man Mods installieren muss. Gleichzeitig werden aber bekannte Schwächen wie das Grafikgerüst und die Zugänglichkeit nur stellenweise verbessert.
Das wird für Fans der Serie kein großes Problem sein. Die werden vermutlich noch tiefer eintauchen und bekommen mit Jahreszeiten und Produktionsketten heißersehnte Features. Auf Neulinge wird der LS aber wohl weiterhin erst einmal abschreckend wirken oder sie werden ihn belächeln. Das hängt aber vermutlich auch ein wenig vom Thema des Spiels ab.
Der Landwirtschaftssimulator 22 erscheint am 22. November für PC, PS5, PS4, Xbox Series X, Xbox One und Google Stadia.
