Kaum zu glauben: Universal veröffentlicht George A. Romeros Splatter-Orgie als ungeschnittenen Director´s Cut!
Wenn man Leute auf der Straße fragt, ob sie schon mal einen Zombie-Film gesehen haben, werden die meisten bejahen. Zur Präzisierung folgt dann oft noch "Den mit dem Kaufhaus". Verantwortlich dafür ist der heute 65-jährige New Yorker Filmemacher George A. Romero, der das Publikum bereits 1968 mit einem neuartigen Konzept für Horrorstreifen überraschte.
In seinem Schwarz-Weiß-Schocker "Die Nacht der lebenden Toten" verwandelten sich Verstorbene in menschenfressende Bestien, die nur durch die Zerstörung ihrer auf Sparflamme laufenden Gehirne gestoppt werden konnten.
1978 folgte eine Art Fortsetzung in Farbe. In "Zombie" ("Dawn of the Dead") verschanzte sich eine Hand voll Überlebender der fortgeschrittenen Zombie-Seuche in einer US-typischen, ländlichen Shopping-Mall, die sich über die Jahre als "Kaufhaus" in die Köpfe deutscher Zuschauer brannte.
Geburt des Splatterfilms
Mit der expliziten Gewaltdarstellung in "Zombie" überschritt Romero eine Grenze, über die sich davor nur Amateur-Filmer wie Hershell Gordon Lewis gewagt hatten. "Zombie" wurde zum Kassenknüller und sorgte für viele (italienische) Plagiate, die durch ihre klinisch detaillierten Brutalitäten zur Zensoren-Zielscheibe wurden.
Mit Romeros "Zombie 2 -- Das letzte Kapitel" ("Day of the Dead") war die größte Splatter-Welle der Filmgeschichte 1985 dann auch schon wieder verebbt. Das Verlangen der Fans nach einem vierten Film dagegen wuchs ständig an. Zwei Jahrzehnte später hatte der Meister endlich ein Erbarmen.
