Land of the Dead

Test Patrick Köllner

Kaum zu glauben: Universal veröffentlicht George A. Romeros Splatter-Orgie als ungeschnittenen Director´s Cut!

Leben im Exil

In "Fiddler´s Green", einem urbanen Refugium für die letzten Menschen, herrscht der rücksichtslose Kaufman (Dennis Hopper) über eine Zweiklassengesellschaft. Während wenige Reiche in Saus und Braus leben, müssen Söldner wie Cholo (John Leguizamo) und Riley (Simon Baker) für Lebensmittel-Nachschub aus der Umgebung sorgen. Nachdem Kaufman dem aussteigewilligen Cholo den Einzug in eine Luxuswohnung verweigert, stiehlt dieser den größten Panzerwagen und droht mit Beschuss der Stadt.

Kaufman beauftragt Riley und dessen Weggefährten damit, den Truck zurückzuholen. Zu den Handlangern zählt auch die zähe Slack, die witzigerweise von Asia Argento gespielt wird. Deren Vater Dario war es nämlich, der 1978 die europäische Version von "Zombie" schnitt.

Zur Freude der Fans übernahm Univer-sal für die Code 2-DVD sämtliche Extras der amerikanischen Unrated-Version (DVD VISION 13/05). Im gemächlichen Kommentar rücken Romero, Produzent Peter Grunwald und Cutter Michael Doherty zwar mit einigen Anekdoten heraus, tappen aber immer wieder in die Falle, sich einfach nur den Film anzusehen.

Außerdem: Ein allgemeines Making of (12:57), eine Set-Tour mit John Leguizamo (7:35), Featurettes zu den Zombie- und Green-Screen-Effekten (9:35, 3:19), entfallene Szenen (2:57), ein Special zum Cameo der "Shaun of the Dead"-Macher (13:00), ein Storyboard-Filmvergleich (7:56), ein "Kreischtest" (1:05, witzige CGI-Animation) und ein böses Medley mit "Szenen des Blutbads" (1:44). Abschließend gibt´s Trailer zu "King Kong" und "The Skeleton Key".

Fazit

Film-Check: Nach zwanzig Jahren ließ George A. Romero endlich wieder Zombie-Köpfe zerplatzen. Dass man von einem solchen Streifen keine schauspielerischen Glanzleistungen oder gar dramaturgische Geniestreiche erwarten kann, sollte natürlich jedem klar sein.Romero gelang es dagegen einmal mehr, seine Abrechnung mit dem Zustand der US-Gesellschaft im Allgemeinen, und den Machenschaften der Bush-Regierung im Besonderen in ein Endzeit-Szenario voller bluttriefender Ekeleinlagen zu packen. Dafür, dass das sonst niemand tun würde, zollen wir ihm Tribut. Trotzdem erfüllt "Land of the Dead" die durch die Prequels aufgebauten Erwartungen nicht.
DVD-Fazit: Bild- und Tonqualität erfüllen durchaus die Anforderungen an eine aktuelle DVD, übertreffen sie allerdings auch nicht. Das Bonusmaterial hingegen stellt qualitativ sehr, quantitativ aber nicht vollauf zufrieden.

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