Es müssen nicht immer In-Ears sein: Open-Ear-Kopfhörer punkten mit viel Tragekomfort

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Es müssen nicht immer In-Ears sein: Open-Ear-Kopfhörer punkten mit viel Tragekomfort
Quelle: Anker, Baseus; Shokz

Kopfhörer in Open-Ear-Bauweise bieten vielleicht nicht den mächtigsten Bass, doch ihre Vorteile sind nicht zu unterschätzen: Man fühlt sich weniger abgeschottet und kann die Earbuds stundenlang komfortabel tragen, egal ob im Büro oder beim Sport. PC Games stellt drei ausgewählte Modelle von 70 bis 200 Euro vor und verrät Vor- und Nachteile.

Der erste Kandidat im Ring sind die erst im Februar erschienenen Bowie MC1 vom Hersteller Baseus, die angesichts einer UVP von knapp 70 Euro mit einer durchschnittlichen Amazon-Bewertung von 4,4 von 5 Sternen positiv überraschen. Die pro Kopfhörer 5,2 Gramm leichten Earbuds werden von oben auf die Ohrmuschel gesetzt und dann ein bisschen heruntergeschoben bis sie perfekt sitzen. Diese Trageweise sorgt dafür, dass man die Open-Ear-Kopfhörer auch über mehrere Stunden hinweg komfortabel tragen kann, ohne dass sich ein Druckgefühl zeigt oder gar Schmerzen auftreten. Auch das Herausfallen, das bei In-Ear-Modellen schon mal auftreten kann, ist bei Earbuds im Open-Ear-Stil quasi ausgeschlossen.

Die Open-Ear-Kopfhörer lassen sich über mehrere Stunden hinweg komfortabel tragen. Quelle: Baseus Die Open-Ear-Kopfhörer lassen sich über mehrere Stunden hinweg komfortabel tragen.

Hersteller Baseus verweist in der Artikelbeschreibung nicht nur auf die angenehm Silikon-Oberfläche sondern wirbt auch mit einer IP57 Staub- und Wasserzertifizierung sowie einer Akku-Laufzeit von neun Stunden. Inklusive der Aufladungen im Case soll man sogar auf insgesamt 40 Stunden kommen. Wie viel am Produktversprechen von satten Bässen dran ist, hängt sicher auch von der Vorliebe der Trägerinnen und Träger ab - Fakt ist aber, dass Open-Ear-Kopfhörer in dieser Disziplin in der Regel nicht mit hochwertigen In-Ears oder gar Over-Ear-Headphones mithalten können.

Die Bowie MC1 können über eine sogenannte Multipoint-Verbindung mit zwei Geräten gleichzeitig gekoppelt bleiben, zum Beispiel dem Tablet im Wohnzimmer und dem Smartphone in der Hosentasche. Damit auch beim Telefonieren unterwegs Wind- und andere Umgebungsgeräusche nicht die Unterhaltung stören, ist eine adaptive DNN-Rauschunterdrückung an Bord, die filtert unerwünschte Effekte heraus.

Spannend bei den Baseus-Open-Ears ist nicht nur die generell niedrige Preisempfehlung des Herstellers (69,99 Euro), sondern dass die Ohrhörer derzeit zu einem Deal-Preis von knapp unter 50 Euro erhältlich sind.

Open-Ear-Alternative von Soundcore

Die im Dezember in Deutschland erschienenen Open-Ear-Hörer C40i von der Anker-Untermarke Soundcore verfolgen einen ähnlichen Ansatz wie das Modell von Baseus - auch hier werden die Earbuds elegant von oben auf die Ohrmuschel aufgesetzt. Sie schlagen mit einer UVP von 99,99 Euro auf und sind damit eine Preisschublade darüber angesiedelt. Derzeit profitiert man von einem Rabatt-Angebot.

Klein, leicht, angenehm zu tragen: Die C40i werden von oben auf die Ohrmuschel gesteckt und sitzen dort sicher. Quelle: Anker Soundcore Klein, leicht, angenehm zu tragen: Die C40i werden von oben auf die Ohrmuschel gesteckt und sitzen dort sicher.

Ein Pluspunkt bei fast allen Kopfhörern von Soundcore ist die sehr umfangreiche iOS- und Android-App. Damit lassen sich zum Beispiel verschiedene Soundprofile konfigurieren, auch das Verbinden mit einem zweiten Endgerät ist bei den C40i möglich, ohne jedes Mal den Bluetooth-Kopplungsvorgang durchführen zu müssen. Praktisch ist auch die Pause- und Play-Funktion durch einen kleinen Button auf der Rückseite der Ohrhörer. Der Tragekomfort wird, zum Beispiel in den Kundenbewertungen des Versandriesen Amazon, von vielen Nutzerinnen und Nutzern als sehr positiv beschrieben.

In puncto Tonqualität überzeugen die C40i mit einer klaren, natürlichen Wiedergabe und sind beispielsweise für Podcast-Fans ideal. Wer basslastige Musik genießen möchte, ist aber mit Kopfhörern anderer Bauart besser aufgehoben. Die Akku-Leistung der C40i liegt mit rund sieben Stunden im mittleren Bereich, inklusive Aufladungen im beiliegenden, handlichen Case kommt man aber auf rund 20 Stunden.

Shokz OpenFit - Komfort und starker Sound

Preislich spielen die OpenFit-Ohrhörer von Shokz in einer anderen Liga als die Modelle von Baseus und Soundcore. Das liegt sicher auch an der recht ungewöhnlichen Bauweise der OpenFit: Der Ohrhörer wird so angelegt, dass der flexible, softe Ohrbügel oben über das Ohr gelegt und sanft dahinter "befestigt" wird. So sitzen die OpenFit äußerst angenehm - selbst während stundenlangen Tragens fällt das Gewicht von 8,3 Gramm pro Hörer nicht unangenehm auf, als Träger vergisst man das Accessoire sogar eher als es störend zu finden.

Ungewöhnliches Design: Die OpenFit von Shokz haben sich optisch von vielen Konkurrenzprodukten ab. Quelle: Shokz Ungewöhnliches Design: Die OpenFit von Shokz haben sich optisch von vielen Konkurrenzprodukten ab.

Ähnlich wie die bei den Modellen von Baseus und Soundcore ist man mit den OpenFit nicht komplett von der Umwelt angeschnitten, das kann zum Beispiel beim Radfahren oder beim Spaziergang in einer vielbefahrenen Innenstadt ein großer (Sicherheits-) Vorteil sein. Darüber hinaus sorgt die etwas massivere Bauweise für einen vergleichsweise druckvollen, intensiven Sound im Open-Ear-Bereich - mit deutlich mehr Bassdruck als zum Beispiel bei den C40i.

Wie das Soundcore-Produkt können auch die OpenFit mit bis zu zwei Zuspielern gleichzeitig gepairt werden - also zum Beispiel einem Smartphone und einem Laptop. Rechnet man die drei Akku-Ladungen, die im (recht großen) Case schlummern mit, kommen die OpenFit auf eine Gesamt-Laufzeit von über 25 Stunden.

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