Knights of the Temple II

Test

Im Namen des Herrn: Mit Schild und Schwert ziehen Sie als Tempelritter Paul de Raque in den Kampf gegen die Armeen der Hölle.

D as erste "Knights of the Temple" war zwar kein Meilenstein, doch wer ein lineares und einfach gestricktes Mittelalter-Hack'n'Slay mit einem guten Kampfsystem suchte, war zufrieden. Der Nachfolger will alles besser machen, versagt dabei aber in vielerlei Hinsicht:

STORY: Machen wir's kurz: Paul de Raque ist inzwischen Großmeister des Tempelordens und zieht erneut aus, um Dämonen davon abzuhalten, das Tor zur Hölle aufzustoßen. Dazu benötigt er drei uralte Artefakte, die über die ganze Welt verstreut sind.

SPIEL: Mit dem Schiff machen Sie sich also auf die Artefakten-Suche und bereisen dabei unter anderem eine römische Stadt, eine Pirateninsel oder eine Unterwasserfestung. Bevor Sie jedoch die Klinge zücken und Unholde niederstrecken, unterhalten Sie sich mit den friedlichen Einwohnern der jeweiligen Orte. Die verkaufen Ihnen Waffen und Hilfsmittel, liefern wertvolle Hinweise für Ihre Hauptmission oder bieten kleine Nebenjobs an. Ob Sie die Zusatzaufträge annehmen oder lieber Ihrer Kernaufgabe nachgehen, bleibt ganz Ihnen überlassen. Sobald Sie die nötigen Informationen haben, machen Sie sich auf ins Feindgebiet und metzeln sich den Weg zum Artefakt frei. Laufen Sie auf einen Gegner zu, wird dieser automatisch markiert und Ihre Schwerthiebe können nicht mehr ins Leere gehen. Leider gibt es keine Möglichkeit, einen anderen Gegner manuell anzuvisieren. Für Fernangriffe nutzen Sie Ihre Armbrust, und wenn's hart auf hart kommt, machen Sie Gebrauch von Ihren Spezialfähigkeiten. Sie heilen sich selbst, machen sich vorübergehend unbesiegbar, lähmen Gegner oder grillen sie mit einem gewaltigen Gewitter. Jeder erledigte Widersacher bringt Erfahrungspunkte, mit denen Sie neue Angriffe und Fähigkeiten erlernen und alte verbessern.

FAZIT: Das ist so ärgerlich!! Technisch ist "Knights of the Temple II" tadellos. Es ruckelt nix, die Animationen des Helden sind geschmeidig und realistisch, aufwändige Licht- und Schatteneffekte verleihen der detaillierten Mittelalter-Szenerie einen authentischen Look und die Texturen sind auch schön abwechslungsreich. Spielerisch aber ist die Ritter-Parade ein Schuss in den Ofen. Die Steuerung ist träge, das Leveldesign unnötig verworren, die Gegner saublöd und die störrische Kamera kann dem agilen Helden nicht folgen. Man muss schon ein dickes Fell haben und sehr scharf auf die Thematik sein, um über diese Patzer hinwegzusehen. cg

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