Ich hab die Schnauze voll von Marvel: Deadpool & Wolverine hat mich mies enttäuscht - doch ein anderer Kino-Blockbuster hat alles wieder gut gemacht
Kolumne
Marvel hat unseren Autor enttäuscht, doch ein anderer Film mauserte sich zu einem hervorragenden Kinobesuch.
Gibt's bei dieser Hitze etwas Schöneres als mit einem kühlen Getränk und lecker Popcorn im klimatisierten Kinosaal zu sitzen und einen brandneuen Blockbuster auf der großen Leinwand zu genießen? Bestimmt, aber neben Grillen und Schwimmbad gehe ich auch im Sommer gern ins Kino. Allerdings muss der Film dann auch gut sein. Bei Deadpool & Wolverine habe ich den Saal enttäuscht verlassen, und dabei bin ich eigentlich Marvel-Fan. Doch ein anderer Film hat das alles wiedergutgemacht und mich absolut begeistert.
Langweilig und unlustig: Marvel hat mich enttäuscht
Mit über 1,2 Milliarden US-Dollar Umsatz an den weltweiten Kinokassen liegt der aktuelle Marvel-Film Deadpool & Wolverine zurzeit auf Platz 2 der erfolgreichsten Kinofilme des ganzen Jahres. Nur ein anderer Streifen kann das mit rund 1,65 Milliarden US-Dollar noch toppen - und das völlig zurecht, denn der erfolgreichste Film 2024 hat mich enorm begeistert. Aber trotzdem muss man zugeben: Marvel ist wieder zurück zu alter Stärke gekommen. Nur mich hat der Film trotzdem enttäuscht.
Dabei mag ich Ryan Reynolds gern und einige Witze im aktuellen Marvel-Film haben auch wirklich gut gezündet. Doch schon während der Vorstellung verriet mir das Publikum im Sonntagabend gut besetzten XXL-Kinosaal, dass mich der Film offenbar weniger begeistert als andere. Die Stimmung war ausgelassen und es gab viel ausladendes Gelächter. Doch ich war die meiste Zeit gelangweilt und froh, als ich die rund 2 Stunden Laufzeit hinter mich gebracht hatte.
Mein nächster Kinobesuch nach diesem enttäuschenden Ausflug hat mich dafür umso mehr begeistert und diesen enttäuschenden Besuch in meinem liebsten Lichtspielhaus wieder mehr als wettgemacht.
Spannend und gruselig: Film-Blockbuster ist ein absolutes Kino-Highlight
Was ich mir als Nächstes angeschaut habe? Als bekennender Science-Fiction-Fan, dem die Liebe für das Genre von seinem Vater mit auf den Weg gegeben wurde, kann es auf diese Frage natürlich nur eine Antwort geben. Kleiner Tipp: Der besagte Film landet aktuell mit knapp 230 Millionen US-Dollar weltweitem Kinokassen-Umsatz auf Platz 13 der erfolgreichsten Kinofilme des Jahres.
Die Rede ist natürlich von Alien: Romulus, dem Science-Fiction-Horrorfilm von Fede Alverez, seines Zeichens Regisseur von Evil Dead und Don't Breath. Was hat mir am neuen Alien-Film so gut gefallen? Da wäre einerseits die düstere, bedrückende und dadurch einnehmende Atmosphäre. Ich saß rund 2 Stunden im Kinosaal, doch gedanklich und emotional habe ich mich zusammen mit den Schauspielerinnen und Schauspielern in einem Raumschiff am anderen Ende der Galaxie befunden. Apropos Schauspieler.
Die machen nämlich auch einen wirklich hervorragenden Job in Alien: Romulus, allen voran Cailee Spaeny als "Rain Carradine" und David Jonsson als "Andy". Cailee Spaeny (Priscilla) hat mich vor einigen Monaten bereits im "wichtigsten Film des Jahres" begeistert und wird zu Recht als aufstrebender Hollywood-Star gehandelt. Und David Jonsson (Pray) verkörpert im neuen Alien-Film sehr überzeugend einen humanoiden Roboter, der einem schnell ans Herz wächst. Beide zusammen sorgen außerdem für den dritten großen Positivpunkt am Film.
Denn Alien: Romulus wird über seine gesamte Laufzeit hin nie langweilig, im Gegenteil. Der Science-Fiction-Streifen ist die ganze Zeit wahnsinnig spannend, man kommt als Zuschauer kaum zum Durchschnaufen. Krasser Kontrast also zu Deadpool & Wolverine, wo meine Gedanken während der Filmvorführung immer wieder vor Langeweile abschweiften. Die Spannung zieht der Film wirklich auch bis ganz zum Schluss durch. Super! Damit steht für mich eine Entscheidung bereits jetzt fest.
Wenn Alien: Romulus in ein paar Monaten auf 4K-Blu-ray erscheint, zücke ich gern den Geldbeutel, um den Film in bestmöglicher Qualität für meine Sammlung zu kaufen. Und ich freue mich bereits jetzt darauf, den Film dann zu Hause direkt noch mal zu schauen. Dann auch im Herbst bei der passenden Atmosphäre. Wobei Alien: Romulus auch an einem Hochsommertag mit deutlich über 30 Grad problemlos geschafft hat, dass es mir im Kinosaal mehrfach eiskalt den Rücken runtergelaufen ist.
