DVD-Review: Kings of Rock - Tenacious D

Test Steve Buchta

Die Hollywood-Rocker Jack Black und Kyle Gass erkunden das hinter gutem Gitarrenspiel steckende teuflische Geheimnis

Der junge JB (Troy Gentile) hat eine Auseinandersetzung mit seinem Vater (Meat Loaf, li.) Der junge JB (Troy Gentile) hat eine Auseinandersetzung mit seinem Vater (Meat Loaf, li.) Echte Rock-Fans wissen es längst: Ungeachtet der Popularität des Sängers werden nur die Lead-Gitarristen unsterblich. Virtuosen wie Eddie van Halen (Van Halen), Angus Young (AC/DC) oder Pete Townshend (The Who) wurden zu lebenden Legenden. Doch was ist das Geheimnis des meisterhaften Akkordwechsels? Jack Black ("School of Rock") und sein Bandkollege Kyle Gass wollen es ergründen.

Zum Missfallen seines strengen Vaters (Meat Loaf) ist der junge JB (Troy Gentile) ein glühender Rockmusik-Anhänger. Nach einem handfesten Streit verlässt er das Elternhaus für immer. Jahre später lernt JB (Jack Black) in Los Angeles den Straßenmusiker KG (Kyle Gass) kennen. Einer Eingebung in Form seltsamer Muttermale folgend, gründen die beiden die Band Tenacious D. Infolge eines mysteriösen Tipps machen sie sich auf die Suche nach dem "Plektron des Schicksals".

Cameo-Auftritte

Für KG (Kyle Gass) und JB (Jack Black) macht sich das harte Rock`n´Roll-Training endlich bezahlt Für KG (Kyle Gass) und JB (Jack Black) macht sich das harte Rock`n´Roll-Training endlich bezahlt Dem grundsätzlich um die alten HBO-Serien von Tenacious D gestrickten Hauptfilm folgen Zugaben, die kaum Wünsche offen lassen. Während der Audiokommentar der Hauptdarsteller vor allem Unterhaltungswert hat, widmet sich Regisseur Liam Lynch auf einer gesonderten Tonspur den Produktionshintergründen. Er verrät u.a., wie sich der jugendliche JB-Darsteller auf seine Rolle vorbereitete, dass der Eröffnungscartoon vom "Ren & Stimpy"-Macher geschaffen wurde und weist auf die in Nebenrollen zu sehenden Promis wie Ronnie James Dio (Black Sabbath), Dave Grohl (Nirvana) oder auch Ben Stiller hin.

Fazit

Film-Check: Eins ist klar: Um diesen Film zu mögen, sollte man Begeisterung für klassischen Gitarren-Rock mitbringen und ein Faible für Jack Black haben. Wer diese Voraussetzungen erfüllt, darf sich auf 90 Minuten schräge Unterhaltung in bester "Wayne’s World"-Tradition freuen. Nach einem sehr knalligen Einstieg folgt ein etwas langsamerer Mittelteil, am Ende geht es dann unter Beteiligung von Foo-Fighters-Frontmann Dave Grohl noch einmal so richtig ab.
Die Bandbreite des Humors reicht von infantilen Gags bis zur geistreichen Stanley-Kubrick-Hommage. Großartig ist die eingängige Musik im Stil legendärer Rock-Opern von The Who. DVD-Fazit: Nicht nur für jene Fans empfehlenswert, denen das Studio-Album von Tenacious D deutlich zu kurz ist. Die DVD-Technik präsentiert den Film angemessen. Dank zahlreicher Extras heißt es auch nach dem Abspann: Rock on!

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