Kingdom Come Deliverance: Technik- und Hardwarecheck - so läuft das Rollenspiel auf eurem PC

Special Antonio Funes
Kingdom Come Deliverance: Technik- und Hardwarecheck - so läuft das Rollenspiel auf eurem PC
Quelle: PC Games Hardware

Das Rollenspiel Kingdom Come: Deliverance steht nun in den Händlerregalen. Neben einer möglichst authentischen Mittelalterwelt erwartet euch auch eine beeindruckende Grafik. Doch welche Hardware ist nötig, um das Spiel zu genießen, beziehungsweise reicht eure Hardware aus, um mit dem virtuellen Schwert in der Hand loszuziehen? Wir klären diese Fragen anhand eines Techniktests unserer Kollegen der PC Games Hardware.

Das Rollenspiel Kingdom Come: Deliverance (jetzt kaufen ) ist seit heute offiziell im Handel erhältlich. Auf unserer Übersichtsseite findet ihr eine Zusammenfassung mit allen wichtigen Informationen, Links zu News und mehr zum neuen Werk der Warhorse Studios.

Nicht zuletzt die Grafik machte schon im Vorfeld einen sehr ordentlichen Eindruck - doch welche Hardware ist nötig, um Kingdom Come: Deliverance mit Wunscheinstellungen genießen zu können? Unsere Kollegen der PC Games Hardware haben das Rollenspiel bereits einem ausführlichen Techniktest unterzogen - und zwar inklusive Update, das die neuen AMD-Treiber berücksichtigt. Die Ergebnisse aus dem Benchmark- und Performance-Test zu Kingdom Come Deliverance lest ihr als Auszug an dieser Stelle. Viele weitere Eindrücke, Videos und Grafiken findet ihr bei den Kollegen von PCGH.

Engine

Für die Grafik von Kingdom Come: Deliverance ist die CryEngine in der aktuellen vierten Generation verantwortlich. Die vorigen Generationen sind vor allem durch die namensgebende Crysis-Reihe bekannt geworden.

Szene aus Kingdom Come: Deliverance Quelle: PC Games Hardware Szene aus Kingdom Come: Deliverance Die aktuelle Generation der CryEngine kam zwar schon beim mittlerweile über vier Jahre alten Ryse: Son of Rome zum Einsatz, wurde aber von Warhorse Studios in vielen Teilen angepasst, zum Beispiel mit einem Wettersystem sowie Tag- und Nacht-Wechsel. Im Vergleich zur Beta-Phase hat Kingdom Come: Deliverance grafisch noch einiges an Qualität gewinnen können. Eine große, frei begehbare und lebendige Spielewelt sowie eine sehr umfangreiche KI, die eine dynamische Mittelalterwelt glaubhaft berechnen soll, sind weitere Faktoren, die vom PC eine ordentliche Leistung erfordern - vor allem für den Fall, dass ihr höhere Detailstufen nutzen möchtet.

Flaschenhals: CPU oder GPU?

In einer Testszene, bei der unsere Kollegen der PC Games Hardware darauf Wert gelegt haben, dass sozusagen von jedem etwas vorhanden ist, um eine gute durchschnittliche Leistungsbewertung zu ermöglichen, zeigte sich erwartungsgemäß, dass die CPU bei geringeren Auflösungen als Full-HD zum Flaschenhals werden kann. Bei Full-HD, also 1920 x 1080 Pixeln, ist meistens die Grafikkarte der Grund dafür, dass ab einer bestimmten Fps-Grenze (Bilder pro Sekunde) Schluss ist. Für WQHD, also 2560 x 1440 Pixel, ist eindeutig die Grafikkarte der bremsende Faktor. Getestet hat die PC Games Hardware für diese allgemeine Erkenntnis mit einem Intel Core i7-6950X (10 Kerne, 20 Threads) sowie einer Nvidia Titan V und einer AMD RX Vega 64. Mit einer solchen edlen und kostspieligen Hardware-Kombination sind sicher die wenigstens Spieler unterwegs. Daher sind die Testwerte der PC Games Hardware, die mit 17 Grafikkarten aus allen relevanten Leistungsklassen entstanden, sicherlich interessanter.

Leistung mit verschiedenen Grafikkarten

Eine wichtige Erkenntnis für Gaming unter Full-HD: Mit einer der bei Gamern weit verbreiteten erschwinglichen Mittelklasse-Grafikkarte wie einer Nvidia GTX 970 beziehungsweise auf Seiten von AMD einer RX 570 lässt sich Kingdom Come: Deliverance auf Ultra-Details in Full-HD mit etwa 40 Fps spielen. Eine Nvidia GTX 1060 oder AMD R9 390 reicht für 44 Fps, AMDs RX 580 (die ansonsten eher unterhalb einer Nvidia GTX 1060 liegt) schafft auch dank neuer Treiber 47 Fps. Allerdings kann bei all den eben genannten Grafikkarten die Leistung auch ab und an auf nur 20 Fps abfallen. Da es sich aber um - wie erwähnt - die Detaileinstellung "Ultra" handelt, sollte einem Spielen bei hohen Einstellungen, was optisch bereits eine Menge hermacht, nichts im Wege stehen. Für etwa 55 Fps braucht es AMDs Vega-Modelle RX Vega 56 oder RX Vega 64. Wer eine Grafikkarte wie eine Nvidia GTX 980 Ti, GTX 1070 oder GTX 1070 Ti besitzt, freut sich über im Schnitt 60 bis 66 Fps auf Ultra-Details - die Minimalwerte liegen hier bei 30 bis 38 Fps. Mit einer Nvidia GTX 1080 überschreitet ihr die 70-Fps-Grenze. 80 Fps knackt eine Nvidia GTX 1080 Ti.

Szene aus Kingdom Come: Deliverance Quelle: PC Games Hardware Szene aus Kingdom Come: Deliverance Besitzer von WQHD-Monitoren müssen wiederum mindestens eine AMD RX Vega 64 Liquid oder Nvidia GTX 1080 nutzen, um gerade so an der 50 Fps-Grenze zu kratzen. Mehr als 60 Fps schafft nur eine Nvidia GTX 1080 Ti oder eine für normale Spieler unrealistisch teure Nvidia Titan V. Allerdings gilt auch hier: Es geht um den Detailmodus "Ultra", so dass mit einigen Abstrichen auch deutlich mehr Fps drin sind beziehungsweise auch Grafikkarten wie die Nvidia GTX 1060 oder AMD RX 580 ausreichen können. Dass die Zeit für PC-Gaming in 4K noch nicht reif ist oder aber eine Sache für Gamer ist, die selbst vor einem SLI-System nicht zurückschrecken, zeigen die Testwerte für 4K, also 3840 x 2160 Pixel. Selbst eine Titan V schafft auf Ultra nur 39 Fps und bricht teilweise auf nur 19 Fps ein.

Die Rolle von CPU und RAM

Testwerte mit mehreren CPUs fehlen derzeit allerdings noch. Da aber die Grafikkarte ab einer Full-HD-Auflösung der klar wichtigere Faktor ist und erfahrungsgemäß die von unseren Kollegen der PC Games Hardware für die Tests verwendete CPU, ein Intel Core i7-6950X mit 10 Kernen und 20 Threads, in Spielen nicht viel schneller als eine aktuelle CPU aus der Leistungsklasse Core i7-7700, Core i7-8700 oder AMD Ryzen 1600X ist, sollte eine teure CPU mit acht physischen Kernen oder mehr nicht zwingend erforderlich sein. Allerdings weist die PC Games Hardware anhand der Tests darauf hin, dass vor allem bei höheren Detailstufen die CPU eine starke Rolle spielt und wohl auch der Grund dafür ist, dass die minimalen Fps-Werte teilweise nahe beieinander liegen, egal ob man nur eine Grafikkarte wie die Nvidia GTX 970 oder eine deutlich stärkere Nvidia GTX 1080 verwendet. Etwas erstaunlich ist übrigens die Tatsache, dass trotz der großen Spielewelt und der Berechnung der NPC-Bevölkerung, deren Alltagsverhalten und Reaktionen im Spiel sehr authentisch erscheinen, nur acht Gigabyte Arbeitsspeicher ausreichen, um bei Kingdom Come: Deliverance keine Nachteile im Vergleich zu Nutzern mit mehr als acht Gigabyte RAM zu haben.

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 06/2026 play5 06/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk