Jurassic World: Evolution 2 Vorschau - Der Dino-Zoo wird größer und bekommt Tiefgang

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Jurassic World: Evolution 2 Vorschau - Der Dino-Zoo wird größer und bekommt Tiefgang
Quelle: Frontier Development

Kurz nach der Ankündigung von Jurassic World Evolution 2 auf der E3 2021 hatten wir die Gelegenheit einen ersten Eindruck vom Spiel zu bekommen. In der Vorschau erklären wir euch welche Neuerungen und Verbesserungen im Bereich der Dinopflege, der Besucher-Bespaßung und dem Aufbau des Parkes auf euch warten.

"Wenn uns die Evolutionsgeschichte eins gelehrt hat, dann, dass das Leben sich nicht einsperren lässt. Das Leben bahnt sich seinen Weg, es erobert neue Territorien, es überwindet sämtliche Barrieren, ob schmerzlich oder gefährlich. Das Leben findet einen Weg." Schon früh warnte Dr. Ian Malcolm, gespielt von Jeff Goldblum, immer wieder vor den Gefahren der Wiederbelebung der Dinosaurier. Trotz seiner Warnungen ist er aber auch immer wieder zugegen, wenn in der Jurassic-Park- und World-Filmreihe er mit seinen Vorhersagen wieder einmal Recht behalten sollte.

Somit gehört der exzentrische Chaoswissenschaftler schon zum Inventar des Jurassic-Universums. Also lässt er es sich auch nicht nehmen in den Videospielen aufzutreten. So war es Jeff Goldblum höchstpersönlich, der auf dem Summer Game Fest Kickoff im Vorfeld der E3 2021 das kommende Jurassic World Evolution 2 (jetzt kaufen 33,99 € / 53,99 € ) ankündigte. Die beliebte Park-Management-Simulation von Frontier geht also in die zweite Runde. Wir hatten kürzlich die Gelegenheit den Machern virtuell über die Schultern zu schauen und einen ersten Eindruck von den Neuerungen zu bekommen.

Inseln sind so von gestern

Hinweis:
Die im Artikel verbauten fünf Portrait-Bilder von verschiedenen Dinosauriern sind leider die einzigen Screenshots, die uns die Entwickler von Frontier zur Verfügung gestellt haben. Daher sind wir leider nicht in der Lage euch die Dinge zu zeigen, die wir in der Vorschau ansprechen. Wir hoffen bald besseres Bildmaterial zu erhalten.

Zeitlich setzt das Spiel nach den Ereignissen von Jurassic World: Das gefallene Königreich an. Es erzählt in seiner Kampagne allerdings eine eigenständige Geschichte. Mit dabei sind aber natürlich bekannte Figuren wie der bereits erwähnte Dr. Ian Malcolm (Jeff Goldblum) und die ehemalige Jurassic-World-Direktorin Claire Dearing, gespielt von Bryce Dallas Howard. Über Inhalten und Ablauf der Storykampagne wollten die Entwickler bisher aber noch nichts verraten.

Klar ist aber bereits, dass wir nicht mehr wie im Vorgänger auf die fünf Inseln der fünf Tode sowie die Hauptinsel Isla Nublar beschränkt sein werden. Wie die Ereignisse des letzten Kinofilms klarmachten, ist die Population der Dinosaurier nicht mehr auf Inseln beschränkt. Entsprechend können wir unsere Parks jetzt auch auf dem Festland errichten. Das erlaubt zum einen deutlich größere Karten. Außerdem sind die Entwickler nicht mehr an das tropische Klima der Inseln gebunden. Stattdessen wird es diesmal Karten in verschiedensten Biomen geben. Bekannt sind bisher Wüsten- und Taiga-Umgebungen, weitere sollen im fertigen Spiel enthalten sein.

Um uns ein paar der neuen Features des Spiels zu zeigen, führen uns die Entwickler in der Präsentation durch Sandbox-Park im Taiga-Biom. Das sieht auf den ersten Blick schon erfrischend neu, aber dank der bekannten Gebäude auch bekannt aus. Die Karte besteht aus einer leicht hügeligen, weitläufigen Landschaft, die von einer Art Fjord durchzogen wird. Am Horizont erheben sich majestätische Berge mit schneebedeckten Gipfeln. Dem Klima entsprechend ist das Gebiet vor allem mit Nadelbäumen bewachsen.

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Tierärzte auf Rädern

Die erste aktive Veränderung am Gameplay, die uns die Entwickler zeigen, betrifft die Ranger. Wie im Vorgänger handelt es sich dabei um Parkwächter, die mit dem Jeep ausrücken und das reibungslose Leben der Dinosaurier überwachen. Viele ihrer Aufgaben können nun aber automatisiert werden. Dazu wird innerhalb eines Geheges ein Ranger-Posten errichtet, dem ein Ranger-Team zugewiesen werden kann. Dieses Team unternimmt dann automatisch immer wieder Patrouillen in das betreffende Gehege, wo sie die ansässigen Dinos beobachten, scannen und die aktuellsten Informationen über ihren Zustand und Gesundheit sammeln.

Diese Informationsbeschaffung ist essenziell, denn in Jurassic World Evolution 2 sind die Angaben über Komfort, Gesundheit und Zufriedenheit der Dinosaurier nicht immer automatisch up-to-date. Je länger die letzten Beobachtungen der Ranger zurückliegen, umso ungenauer werden die vorhandenen Informationen. Darüber hinaus können die Ranger aber auch weiterhin für Reparaturen und das Auffüllen der Fleischfresser-Futterstellen eingesetzt werden.

Kenner des Vorgängers fragen sich jetzt bestimmt, warum nur die Futterstellen der Fleischfresser? Ganz einfach, es gibt keine Futterstellen für Pflanzenfresser mehr. Stattdessen ernähren sich die Herbivoren nun direkt aus der sie umgebenden Natur. Das ergibt natürlich völlig Sinn. Wozu sollte man mühsam Heu und Äste herankarren, wenn es davon im Bewuchs des Geheges mehr als genug gibt? Allerdings gilt es jetzt bei einigen Sauriern auch auf spezielle Vorlieben zu achten. So essen Brachiosaurier für ihr Leben gern von sogenannten "Tall Nut"-Bäumen, die dann entsprechend in ihrem Gehege angepflanzt werden müssen.

Eine Aufgabe der Ranger wurde übrigens ausgelagert. Stellt ein Ranger zum Beispiel fest, dass mit einem Dino etwas nicht stimmt, kommt die neue mobile Veterinär-Einheit zum Einsatz. Diese Rücken vom neuen Gebäude der Palaeo-Medical Facility mit ihren Unimog-Laboren aus, um das betreffende Tier genauer zu untersuchen und zu diagnostizieren. Gegen normale Krankheiten kann der mobile Tierarzt vor Ort die Behandlung durchführen. Sollte es sich um etwas Ernsteres handeln, muss der Dino unter Umstand in die medizinische Einrichtung transportiert werden. Jurassic World: Evolution 2 - Vorschau zum Dino-Parkmanager (4) Quelle: Frontier Development Jurassic World: Evolution 2 - Vorschau zum Dino-Parkmanager (4)

Modulare Fressmeile

Neben den vertieften Mechaniken bei der Verwaltung unserer Dinosaurier, haben sich die Entwickler den Parkbesuchern angenommen, um auch hier mehr Spieltiefe zu erreichen. Das geht bereits damit los, dass alle Besucher nun in vier verschiedene Interessengruppen eingeteilt werden, die jeweils andere Dinge von ihrem Parkbesuch erwarten. Neben dem normalen Besucher gibt es nun also auch noch Abenteurer, Naturliebhaber und Besucher mit einer Vorliebe für Luxus. Diese Gruppen haben jeweils andere Vorlieben von Dinosauriern, die sie gerne sehen möchten.

Parkbesucher lassen sich aber nicht nur mit lebenden prähistorischen Tieren zufrieden stellen. Jeder geübte Parkmanager weiß, dass die Attraktionen ja nur dazu dienen, den zahlfreudigen Kunden in die Touristenfallen bestehen aus Fressbuden, Souvenirshops und völlig überteuerten Jurassic World: Evolution 2 - Vorschau zum Dino-Parkmanager (1) Quelle: Frontier Development Jurassic World: Evolution 2 - Vorschau zum Dino-Parkmanager (1) Eventlocations zu locken. Während es in diesem Bereich im Vorgänger eine Handvoll vorgefertigter Gebäude gab, überlassen die Macher nun dem Spieler viel mehr Kreativität. Die sogenannten Annehmlichkeiten-Gebäude sind jetzt nämlich zunächst nur leere Hüllen, die dann individuell ausgebaut werden können.

Bauen wir zum Beispiel ein großes Restaurant, stehen uns acht Slots für Inneneinrichtung zur Verfügung. Diese füllen wir mit verschiedenen Modulen wie einem digitalem Bestellsystem, einem Entertainer, einem Aquarium, einem Geschenkstand und vielen, vielen mehr. Jedes dieser Module richtet sich wiederum an verschiedene Besuchergruppe. Auf diese Weise können wir ganz genau steuern, welche Art von Besucher sich in dem Etablissement wohlfühlt und welche nicht. Mit jedem verbauten Modul erhöht sich natürlich der Unterhalt für das Gebäude. Es gilt also immer abzuwägen, ob sich die Investition in ein Modul durch eventuell steigende Kundenzahlen lohnt.

Neben der spielerischen Freiheit bei der wirtschaftlichen Ausrichtung von Gebäuden stehen auch diverse optische Gestaltungsmöglichkeiten zur Verfügung. So können wir Details an der Fassade, am Dach, am Eingang, der Beschilderung und den Dekorelementen im Umfeld verändern. Auch die Farbgebung vieler Elemente lässt sich an die persönlichen Vorlieben anpassen. Das ist alles ganz schick und dürfte Fans viel gestalterischen Spaß bereiten, so tief wie bei einem Planet Coaster geht das individuelle Park bauen aber nicht. Wie die Entwickler erklären soll es sich bei Jurassic World Evolution 2 ja nicht in erster Linie um einen Parkmanager, sondern um einen Dinosaurier-Manager handeln. Jurassic World: Evolution 2 - Vorschau zum Dino-Parkmanager (5) Quelle: Frontier Development Jurassic World: Evolution 2 - Vorschau zum Dino-Parkmanager (5)

Zu Land, Wasser und Luft

Die Stars sind daher natürlich die vielen verschiedenen prähistorischen Tierarten, die darauf warten in unserem Park angesiedelt zu werden. Viele bekannte und beliebte Spezies aus dem Vorgänger sind dabei natürlich wieder mit von der Partie. Wer sich also an Triceratops, Stegosaurus, Brachiosaurus und natürlich T-Rex nicht satt sehen kann, der kommt auch diesmal wieder voll auf seine Kosten. Wie schon im Vorgänger spielt auch die Manipulation der DNA wieder eine Rolle. Hier wurden unter anderem die Möglichkeiten bei den Mustern und der Farbgestaltung der Dinos erweitert. Damit sollen sich die Dinos auch gut an die neuen Umgebungsarten des Spiels anpassen lassen.

Jurassic World: Evolution 2 - Vorschau zum Dino-Parkmanager (3) Quelle: Frontier Development Jurassic World: Evolution 2 - Vorschau zum Dino-Parkmanager (3) Aber natürlich haben die Entwickler auch eine ganze Reihe neuer Arten von Urzeitechsen dem Spiel hinzugefügt. Dazu gehört der Amargasaurus, ein etwas gedrungen aussehender Pflanzenfresser mit zahlreichen Spitzen auf dem Halsrücken. Die große Neuerung sind jedoch die Flug- und Wasserechsen, die das Angebot eures Parks jetzt noch vielfältiger machen. Zu den Wasserdinos wollten uns die Entwickler noch nichts zeigen, aber wir haben immerhin schon einen Blick auf die berühmten Pteranodons werfen dürfen. Damit diese nicht unkontrolliert durch den Park fliegen, werden für Flugsaurier entsprechende Vogelhaus-Kuppeln aus Glas gebaut. Diese lassen sich mehrfach zusammenfügen, um ausreichend große Gehege für all die coolen Flugechsen zu schaffen.

Der Prozess, um an neue Dinos zu gelangen, ist altbekannt. Wir schicken Expeditionen los, bis wir genügend genetisches Material gesammelt haben, aus dem wir dann neue Eier klonen können. Neu ist diesmal jedoch, dass wir mehrere Eier auf einmal synthetisieren können. Allerdings bilden möglicherweise nicht alle davon die von uns während der DNA-Bearbeitung angestrebten Eigenschaften aus. Also müssen wir dann wählen, welche Eier wir schlussendlich ausbrüten und welche nicht. Auch das Brüten kann jetzt für eine ganze Gruppe auf einmal durchgeführt werden, so dass wir relativ einfach mehrere Dinos derselben Art auf einmal ins Gehege entlassen können.

Anhand der vergleichsweise großen Gehege, die uns in der Demo gezeigt wurden, konnten die Entwickler noch eine weitere Neuerung deutlich machen, die für das Zusammenleben der Dinos nicht unerheblich ist. So bilden die verschiedenen Spezies nämlich eigene Territorien innerhalb der Gehege heraus, in denen sie sich hauptsächlich aufhalten. Diese Gebiete können sich überschneiden, können aber auch große Stücke enthalten, in denen der betreffende Dino keine fremde Art antreffen wird. Die Territorien sind dann auch wichtig, wenn man sich die Bedürfnisse der einzelnen Spezies anschaut. Wenn meinem Brachiosaurus hohe Bäume fehlen, bringt es wenig, wenn diese zwar im richtigen Gehege, aber außerhalb des Brachiosaurus-Territoriums gepflanzt werden.

Was soll schon schiefgehen?

Es wäre aber natürlich nicht Jurassic Park, wenn nicht stets die Gefahr bestünde, dass irgendwas gewaltig schiefgeht. Den wir erinnern uns an das Eingangszitat, dass sich das Leben nicht einsperren lässt. Unsere Aufgabe ist es daher wieder vor allem dafür zu sorgen, dass das eingesperrte Leben so zufrieden wie möglich ist, da es sich sonst einen Weg nach draußen sucht. Um diese Aufgabe zu erschweren, stellt sich uns natürlich auch wieder das Wetter in den Weg. Im Vorgänger waren es tropische Stürme, jetzt passen sich die Wetterkapriolen an die jeweilige Umgebung an. In der gezeigten Demo auf einer Taiga-Karte konnten wir so am Ende noch einen ausgewachsenen Schneesturm bestaunen, der auch direkt mal für Stromausfälle gesorgt hat.

Jurassic World Evolution 2 setzt an den Stärken des Vorgängers an und bringt mit sinnvollen Neuerungen mehr Spieltiefe in virtuelle Dino-Betreuung. Die größeren Karten laden zum Austoben und Experimentieren ein. Neue Features wie Flug- und Wassersaurier bringen frischen Wind in den Park. Wichtig ist jetzt vor allem, dass die Entwickler die wirtschaftliche Komponente besser in den Griff bekommen. Hier war der Vorgänger viel zu leicht und wenig herausfordernd. Wenn genau das Spiel erscheinen soll, ist bisher nicht bekannt. Zumindest vor dem Jahreswechsel soll es noch soweit sein.

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