Journey to the Savage Planet in der E3-Vorschau: Bunter und freundlicher Ego-Shooter

Special Philipp Sattler
Journey to the Savage Planet in der E3-Vorschau: Bunter und freundlicher Ego-Shooter (3)
Quelle: 505 Games

Auf der E3 2019 durften wir den ungewöhnlichen Ego-Shooter Journey to the Savage Planet spielen, der euch auf einen fremden Planeten mit allerlei Geheimnissen führt. Was wir hier alles erlebt haben, zeigt unsere E3-Vorschau aus Los Angeles!

Den Weltraum zu erforschen und auf einem fremden Planeten ums Überleben zu kämpfen, das ist wahrlich kein neues Setting. Trotzdem ist Journey to the Savage Planet (jetzt kaufen ) ganz anders. Denn statt eines stressigen Überlebenskampfes erwartet euch im Ego-Shooter von Entwickler Typhoon Studio (in dem Designer von Far Cry und Assassin's Creed mitwirken) ein entspanntes Erkunden in einer Welt, die farbenfroh und freundlich daher kommt - zumindest meistens, wie wir bei unserem Anspieltermin auf der E3 2019 erleben durften.

Ein ganzer Planet, nur für euch!

Ihr seid in Journey to the Savage Planet alleine auf einem fremden Planeten, müsst dort überleben und zudem ein Geheimnis erkunden. Was sich wie die Ausgangssituation eines düsteren Survival-Spiels anhört, ist hier ein kunterbunter Spaß, der kurzweilig unterhält.

Unser Protagonist arbeitet für eine Firma namens Kindred Aerospace, die bereits zum achten Mal in Folge als viertbeste Weltraum-Erforschungsfirma ausgezeichnet wurde. In deren Auftrag seid ihr mit einem kleinen Raumschiff unterwegs, um nach bewohnbaren Planeten zu suchen. Auf einem solchen angekommen, steigt ihr aus eurem Transportmittel, lediglich mit einem kleinen Blaster und jeder Menge schleimiger Fertignahrung bewaffnet, und ... könnt eigentlich tun, was immer ihr wollt.

Erforschen, katalogisieren und ein großer Turm

Eure eigentliche Aufgabe ist es, zumindest laut eures Arbeitgebers, die Welt zu erforschen und alle Arten von Leben zu katalogisieren. Allerdings steht ihr bereits zu Beginn vor einigen, kleineren Problemen. Beispielsweise der Beschaffung von verlorener Fracht oder neuem Treibstoff.

Im Verlauf dieser ersten Aufgaben stellt ihr fest, dass ihr nicht der erste Abkömmling einer intelligenten Spezies auf diesem Planeten seid. Denn in der Ferne streckt sich ein gewaltiges Bauwerk in den Himmel, das wohl nicht von der ansässigen Flora und Fauna erschaffen wurde. Damit hätten wir auch schon die lose Hintergrundgeschichte für Journey to the Savage Planet. Natürlich siegt die Neugier und ihr wollt unbedingt wissen, was es mit dem großen Turm auf sich hat.

Journey to the Savage Planet in der E3-Vorschau: Bunter und freundlicher Ego-Shooter (1) Quelle: 505 Games Journey to the Savage Planet in der E3-Vorschau: Bunter und freundlicher Ego-Shooter (1)

Eine knuffige Welt voller niedlicher Feinde

So bunt und liebevoll die Welt auch aussieht, in der ihr gelandet seid, es lauern an allen Ecken und Enden Gefahren auf euch. Auf dem halbwegs linear gehaltenen Weg zu euren nächsten Missionen, müsst ihr nicht nur einige kleine Rätsel lösen und Sprungeinlagen meistern, sondern euch mit verschiedenem angriffslustigen Getier herumschlagen. Das reicht von kleinen, kugeligen Tierchen mit riesigen Kulleraugen, bis zu gepanzerten Viechern, die euch schnell mal zu Brei verarbeiten.

Letzteres ist jedoch nicht schlimm, denn die künstliche Intelligenz eures Schiffes kann euch problemlos wieder zum Leben erwecken. Dazu stellt sie euren Körper einfach neu her. Das geht laut Aussage eures Schiffs einige hundert Mal.

Die begleitende Stimme

Und da sind wir auch schon beim eigentlichen Star des Spiels - oder zumindest des Teils, den wir gespielt haben. Die KI unseres Schiffes, mit uns ständig per Funk verbunden, steht uns nicht nur als eine Art Tutorial zur Seite, sondern lässt auch gerne mal den einen oder anderen Spruch fallen. So finden wir recht früh im Spiel eine merkwürdig aussehende Glibbermasse, die wir auf Anweisung brav vertilgen. Unser KI-Begleiter fragt daraufhin höflich nach, ob wir noch ganz dicht sind, etwas zu essen, von dem wir buchstäblich gar nichts wissen. Da sich die Erbauer der KI (oder eher die Entwickler des Spiels) allerdings darüber im Klaren sind, dass nicht jeder darauf steht, dauernd genervt zu werden, darf unser Protagonist im Schiff einstellen, wie redselig die KI sein soll.

Journey to the Savage Planet in der E3-Vorschau: Bunter und freundlicher Ego-Shooter (2) Quelle: 505 Games Journey to the Savage Planet in der E3-Vorschau: Bunter und freundlicher Ego-Shooter (2)

Viel Freiheit für Unfug - mit klassischen Mechaniken

Die gesamte Welt von Journey to the Savage Planet lädt geradezu ein, um Unfug zu veranstalten. Ihr könnt niedliche Tiere zum Platzen bringen oder sie an fiese Würmer verfüttern. Glibberblumen lassen euch hoch in die Luft fliegen, während andere euch durch Halluzinogene noch buntere Farben als ohnehin schon sehen lassen.

Die eigentlichen Spielmechaniken sind im Gegensatz zum bunten Setting recht klassisch gehalten. Ihr sammelt in der Welt Materialien, die ihr beispielsweise von toten Tieren (wenn man die Kreaturen so nennen kann) oder diversen Pflanzen bekommt. Diese könnt ihr wiederum per Crafting in verschiedene Verbesserungen stecken. Beispielsweise lässt sich euer Blaster verstärken oder das Jetpack tunen. Überdies dürft ihr euch andere nützliche Fähigkeiten aneignen.

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Im Kampf verlasst ihr euch hauptsächlich auf euren Blaster, schnelles Ausweichen und einen Doppelsprung per Jetpack. Stirbt euer Charakter, dann verbleiben die gesammelten Besitztümer bei der Leiche, während ihr in eurem Schiff wiederbelebt werdet. Wollt ihr euren Kram wiederhaben, dann müsst ihr ihn euch holen - bevor er von irgendwelchen wilden Viechern verschleppt wird. So spielt ihr euch durch die derzeit drei verschiedenen Gebiete und sammelt Erfahrung durch das Entdecken neuer Lebensformen. Dabei hilft euer Scanner, den ihr per Knopfdruck nutzen könnt.

Die Hintergrundgeschichte um das gewaltige Bauwerk in der Ferne, die nach ungefähr zwölf Stunden erledigt sein soll, ist zwar dauerhaft präsent. Sie lässt sich aber von der Umgebung und den lustigen Missionen, die euch die Schiffs-KI gibt, eindeutig die Show stehlen.

Journey to the Savage Planet soll Anfang 2020 für PC (Epic Games Store), PS4 und Xbox One erscheinen. Macht euch das bunte Abenteuer an? Wir sind gespannt auf eure Kommentare! Viele weitere News, Vorschauen und Videos von der E3 2019 findet ihr auf unserer E3-Übersichtsseite.

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