John Wick Hex-E3-Vorschau: So macht sich Keanu Reeves im actiongeladenen Strategiespiel
Special
John Wick Hex ist ein taktischer Shooter, der unweigerlich an rundenbasierte Spiele wie X-COM erinnert - ohne dabei aber wirklich rundenbasiert zu sein. Stattdessen spielt Zeit eine sehr wichtige Rolle, obwohl ihr genug davon habt, um stets strategisch vorzugehen. Wir haben uns John Wick Hex, das sich schwerlich in eine Schublade stecken lässt, im Rahmen der E3 2019 angeschaut und verraten euch, warum wir davon angetan sind.
Stellt man sich John Wick als Videospiel vor, dann denkt man wohl in erster Linie an einen actionreichen Shooter mit Prügelelementen, in dem es sehr hektisch abläuft und schnelle Reaktionen das A und O für den Erfolg sind. John Wick Hex (jetzt kaufen ) ist aber gänzlich anders. Reaktionszeit spielt zwar eine große Rolle - doch anders, als man es denken könnte. Denn John Wick Hex verbindet taktische Elemente aus rundenbasierten Actionspielen mit dem Faktor Zeit. Das klingt nicht nur komplex, sondern fühlt sich zu Beginn auch so an. Gewöhnt man sich aber erst einmal an das Spielprinzip, dann geht es leicht von der Hand und macht erstaunlich viel Spaß.
Inhaltsverzeichnis
Point-and-Click und Zeitleiste
In einem rundenbasierten Spiel kostet jede Aktion oder Bewegung in der Regel Aktionspunkte oder ähnliches. In John Wick Hex hingegen nicht.
Quelle: Good Shepherd Entertainment
In unserer John Wick Hex-Vorschau direkt von der E3 erfahrt ihr alles, was es über das actionreiche Strategiespiel zu wissen gibt.
Quelle: Good Shepherd Entertainment
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Stattdessen braucht jede Aktion eine bestimmte Menge an Zeit. Sei es die Bewegung von einem Hex-Feld der Karte zum nächsten, das Zielen mit der Waffe, das Nachladen oder das Überwältigen eines Gegners im Nahkampf. Entscheidet ihr euch für eine Aktion, dann läuft das Spiel, das sonst quasi im "Pause"-Modus ist, in Echtzeit ab. Ist die Aktion vorüber, pausiert das Spiel erneut und ihr startet die nächste Aktion. Taucht ein Gegner im Blickfeld von John Wick auf, dann pausiert das Spiel sofort, damit ihr reagieren könnt.
Soweit so gut - aber wie funktioniert der Kampf gegen feindliche Spießgesellen? Habt ihr einen Feind erspäht, dann könnt ihr mit eurer Pistole auf ihn schießen, oder - so ihr denn nah genug dran steht - mit verschiedenen Nahkampfangriffen attackieren. All diese Angriffe brauchen Zeit, bis sie gewirkt werden. So dauert es vom Start eines Schusses etwa 0,5 Sekunden, bis dieser dann wirklich den Lauf verlässt. Wählt ihr also den Schuss, dann läuft das Spiel eine halbe Sekunde weiter, und dann feuert John Wick auf den Gegner. Wer die Filme um den Attentäter kennt, der weiß aber, dass in einer halben Sekunde jede Menge passieren kann. Beispielsweise könnte euer Gegner bereits vorher mit einem Schuss begonnen haben, der euch dann um die Ohren fliegt. Oder er nimmt Reißaus. Bricht der Kontrahent die Sichtlinie in der Zeit, dann kann John nicht mehr schießen. Außerdem sinkt die Chance, ein sich bewegendes Ziel überhaupt zu treffen - sogar bei einem Mann wie John Wick. Was in den nächsten Sekunden passieren wird, dass zeigt euch das Spiel anhand einer Zeitleiste am oberen Rand des Bildschirms. Ihr seht eure laufende und geplante Aktion, sowie das, was der anvisierte Gegner gerade tut.
Klingt langweilig, spielt sich aber toll
Neben der Waffe hat John Wick aber auch noch seine Hände. Mit diesen kann er Gegner überwältigen, sie schlagen oder wegschubsen.
Ersteres macht betroffene Feinde kurzzeitig bewegungsunfähig, fügt aber weniger Schaden zu. Schlagen verursacht mehr Schaden, der Opponent kann sich aber wehren. Und beim Wegschubsen verändert ihr die Position von euch und eurem Gegenüber. Das ist insofern wichtig, als dass die Gegner selten allein kommen. Sich stets richtig zu positionieren, damit nicht mehrere Kontrahenten einen attackieren können, ist daher einer der Schlüssel zum Erfolg. Als kleines Schmankerl könnt ihr übrigens auch eure Waffe auf den Angreifenden werfen. Das macht ihn ebenfalls kurz handlungsunfähig. Ohne Waffe in der Hand müsst ihr euch dann aber wohl auf den Nahkampf verlassen.
Das Ganze klingt zugegebenermaßen auf dem Papier nicht sonderlich spannend. Dennoch wollten wir beim Anspielen gar nicht mehr aufhören. Gegen einzelne Gegner ist der Kampf recht simpel, aber John legt sich ja bekanntlich immer gleich mit einer halben Armee an. Treten euch mehrere Feinde - am besten noch von unterschiedlichen Seiten - entgegen, dann wird aus John Wick Hex eine Art Knobelspiel mit Waffengewalt. Es gilt zu entscheiden, mit welcher Vorgehensweise ihr unbeschadet ans Ziel kommt. Die daraus entstehende Vorgehensweise wirkt dann schnell wie eine Choreographie aus den Kinofilmen.
Quelle: Good Shepherd Entertainment
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Durchchoreographierte Action
Den ersten Gegner elegant hinter eine Säule geschoben, ihn niederschlagen, in die Hocke gehen und hinter der Säule herausrollen. Zwei schnelle Schüsse, um den nächsten Kontrahenten niederzustrecken, ehe ihr den dritten überwältigt, der euch aufgrund eurer Bewegung glücklicherweise verfehlt hat, und beim Abrollen geschickt hinter der Häuserkante verschwindet, damit Nummer vier euch nicht unter Feuer nehmen kann. Ein Schritt hinaus, die Waffe an den Kopf werfen, auf ihn zu rennen und umhauen - immerhin muss die Munition ja nicht verschwendet werden. So oder so
Quelle: Good Shepherd Entertainment
In unserer John Wick Hex-Vorschau direkt von der E3 erfahrt ihr alles, was es über das actionreiche Strategiespiel zu wissen gibt.
ähnlich prügelt ihr euch durch die verschiedenen Level, die im fertigen Spiel mit jeder Menge Zwischensequenzen, Voice-Over und Story versehen sein sollen.
Neben der Zeit spielen noch Lebenspunkte, Fokuspunkte und Geschwindigkeit eine große Rolle. Jeder Angriff verursacht eine bestimmte Menge an Schaden und tötet nicht unbedingt sofort - je nach Menge an Lebenspunkten. Das bedeutet, ihr müsst eventuell zweimal auf einen Gegner feuern oder einschlagen, was bei mehreren Angreifern eure Strategie beeinflusst. Fokuspunkte benötigt ihr, um Nahkampfangriffen auszuweichen oder selber Angriffe (mit Ausnahme von Schießen und Schlagen) einzusetzen. Beide Punkte könnt ihr wieder auffüllen. Lebenspunkte durch Bandagen, Fokus per kurzer Konzentration. Beides dauert aber einige Sekunden, in denen ihr dann schutzlos seid. Die Geschwindigkeit ist dann entscheidend, wenn geschossen wird. Je schneller ihr euch bewegt desto eher verfehlen euch die Gegner, was aber auch andersrum gilt. Im Zweifel ist Wegrennen daher keine schlechte Entscheidung.
Das Spielprinzip von John Wick Hex ist eigentlich ziemlich simpel und dennoch schwer zu greifen. Die Faszination stellt sich erst ein, wenn man selber Hand angelegt hat. Natürlich nur dann, wenn man eine Vorliebe für solche Rätselaufgaben hat. Denn was anderes ist der richtige Umgang mit einer Überzahl von Gegnern in John Wick Hex eigentlich nicht - nur deutlich cooler inszeniert. Allerdings ist das Spiel noch lange nicht fertig. In unserer Versionen waren weder Zwischensequenzen noch Voice-Over. Und auch einige fehlenden Animationen müssen noch bearbeitet werden.
