Jetzt läuft James Cameron's Avatar im Kino an! Wir haben das Spiel zum teuersten Film aller Zeiten getestet!
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Avatar (03)
Haben Sie sich in Pandora etwas zurechtgefunden, werden Sie vor die Wahl gestellt: Kämpfen Sie aufseiten der Na‘vi oder aufseiten der Menschen? Ihre Entscheidung beeinflusst das Spielgeschehen stark: Als Na‘vi liegt der Schwerpunkt auf Nahkampf-Action, als Mensch gleicht Avatar eher einem Shooter aus der Verfolger-Perspektive. Doch egal, für welche Partei Sie sich im Streit um die Güter Pandoras entscheiden, auf beiden Seiten sammeln Sie bei Gefechten Erfahrungspunkte und erstehen davon neue Waffen und Rüstungen. Oder Sie verbessern einfach Ihre Spezialfähigkeiten. Doch keine Sorge, diese kleinen Rollenspiel-Elemente sind weder kompliziert noch lenken sie vom eigentlichen Spielgeschehen ab.
Die Missionen gestalten sich relativ abwechslungsreich, wenn auch nicht sonderlich innovativ. Sie verteidigen als Na‘vi Dörfer, greifen die RDA aus dem Hinterhalt an und treiben dabei die Story voran. Als Invasor versuchen Sie, die blauen Aliens zu vertreiben und neue Gebiete zu erschließen. Haben Sie gerade keine Lust, sich für eine der Parteien zu engangieren, erledigen Sie Nebenaufgaben oder sammeln Erfahrungspunkte, um sich bessere Ausrüstung leisten zu können. Leider lässt sich aber nicht gezielt auswählen, welche Fähigkeiten wir verbessern und welche Waffen wir freischalten wollen.
Natürlich müssen Sie nicht alleine durch die faszinierend fremde Welt streifen. Im Multiplayermodus spielen Sie gleichzeitig mit bis zu 15 Zockern zusammen. Auf insgesamt zehn Maps liefern sich die RDA und die Na‘vi erbarmungslose Kämpfe. Die fünf Spielmodi bieten mit Disziplinen wie Team-Deathmatch und Capture the Flag eher Standardkost, sorgen aber dank unterschiedlicher Spezialfähigkeiten und Waffen für solide Mehrspieler-Unterhaltung.
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Avatar (04)
Optisch erwartet Sie ein farbenprächtiges Fantasy-Spektakel, das sich nahe an die Filmvorlage hält. Allerdings wirkt die akustische Untermalung in manchen Szenen etwas zu dezent: Ab und zu ist es geradezu unheimlich still im außerirdischen Urwald. Die Steuerung ist simpel und schnell erlernt. Ausnahme: Das Fliegen auf den Banshee-Ungetümen gerät schnell zu einer nervigen Controller-Frickelei. Auch die stark bewegliche Kamera macht im Kampfgetümmel die Orientierung oft unnötig schwer.
Etwas anders verläuft Ihr Ausflug auf den entfernten Himmelskörper, wenn Sie sich für die Wii-Version von Avatar entscheiden. Dann erleben Sie nämlich eine komplett neue Geschichte! Als junger Na‘vi verteidigen Sie Ihre Heimat gegen die Eindringlinge der RDA. Außerdem suchen Sie heilige Artefakte, die die Menschen gestohlen haben. Die Wahl zwischen RDA- und Alien-Kampagne fällt somit weg. Die Missionen im Storymodus sind zwar im Grunde ähnlich aufgebaut, aber nicht identisch mit denen der Next-Gen-Versionen. Die Rollenspiel-Elemente sind auf der Wii etwas vielfältiger. Hier haben Sie die Möglichkeit, Ihren Bogen, Ihren Stab und Ihre Schleichfähigkeiten speziell mit unterschiedlichen Boni zu verbessern und an Ihre Spielweise anzupassen. Anders als in den eher actionorientierten restlichen Versionen schleichen Sie sich hier in hohem Gras geschickt an Feinde heran, um ihnen lautlos den Garaus zu machen. Das ist in vielen Situationen lebenswichtig, denn auch wenn Na‘vi Menschen körperlich überlegen sind, sind die Aliens doch meistens in der Unterzahl.
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Avatar (05)
Die Wii-Ausgabe von Avatar unterstützt die technischen Besonderheiten der Nintendo-Konsole auf ganzer Linie. Mit Wii MotionPlus steuern Sie in speziellen Level-Abschnitten gigantische Insekten, die Gegner mit einem Stich betäuben. Auch das Wii-Fit-Board ist kompatibel mit der Blockbuster-Versoftung. Mehr als ein gutgemeintes Gimmick ist daraus aber nicht geworden, da sich die Kontrolle per Gewichtsverlagerung als ziemlich umständlich entpuppt. Während des Spiels kann jederzeit ein Freund per Knopfdruck ins Geschehen einsteigen. Das macht die Missionen nicht nur unterhaltsamer, sondern auch einfacher. Bei Flugmissionen teilen Sie so die Steuerung des Banshee-Monsters und das Feuern auf Gegner bequem untereinander auf. Grafisch weiß die Wii-Ausgabe von Avatar ebenfalls zu überzeugen. Zwar reicht die Optik nicht ganz an die der Next-Gen-Versionen heran, zaubert aber dennoch die Film-Atmosphäre auf den Bildschirm.
Egal, für welche Plattform Sie sich entscheiden: Avatar ist mehr als eine halbgare Filmumsetzung. Ubisoft hat sehr gute Arbeit dabei geleistet, die exotische Fantasy-Welt überzeugend darzustellen. Auch Technik und Missionsdesign sind gelungen. Dank des Multiplayermodus und der geteilten Kampagne auf Xbox 360, PC und PlayStation 3 wandert Avatar nach dem ersten Durchspielen nicht zwangsläufig in den Schrank. Lediglich kleine Problemchen wie die nervöse Kameraführung, die komplizierte Flugsteuerung und die teilweise unspektakulären Aufgaben trüben den Spielspaß.
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