Stierkampf, Raketenritt und qualvolle Selbstversuche -- die "Jackass"-Crew meldet sich in Bestform auf DVD zurück
Kräftemessen: Ringkampf mit einer ausgewachsenen Anakonda, die einen erwachsenen Menschen in Minuten töten kann
Kamikaze-Kult, Runde 2: Johnny Knoxville, Bam Margera, Steve-O, Chris Pontius, Ryan Dunn, Wee Man, Preston Lacy und die anderen MTV-Chaoten haben sich erneut zusammengefunden, um unter der Regie von Jeff Tremaine ihren sadomasochistischen Neigungen freien Lauf zu lassen. Einmal mehr wurde das höchst erfolgreiche TV-Format des Musiksenders MTV auf satte 90 Minuten für die große Leinwand aufgeblasen.
Das "Jackass"-Prinzip ist dabei so simpel wie genial. Es gilt durchweg der Grundsatz "Amüsement auf Kosten anderer". Doch was der schadenfrohe Zuschauer noch zum Totlachen findet, ist für die Protagonisten manchmal gar nicht lustig -- sondern ungeheuer schmerzhaft.
Stichwort Eröffnungsszene: Die Jungs lassen sich von einer aufgebrachten Rinderherde durch ein idyllisches Vorstädtchen jagen und werden von den gereizten Paarhufern mehrfach auf die spitzen Hörner genommen. Autsch! Oberchaot Johnny Knoxville geht daraufhin noch einen Schritt weiter und stellt sich einem schnaubenden Bullen mit verbundenen Augen. Lebensmüde!
Schockierend
Ene, mene muh und raus bist du: Johnny Knoxville
Spielereien mit Stromschlägen stehen in "Jackass Nummer Zwei" ebenso auf dem Programm wie "Testflüge" mit raketengetriebenen Einkaufswägen, Rollstühlen und BMX-Rädern. Und wieder ist es Knoxville, der sogar den halsbrecherischen Ritt auf einer selbstgebastelten Riesenrakete wagt. Fans dürfen sich zudem auf einen "Riot Control Test" freuen, bei dem Bam, Johnny und Ryan eine Waffe mit 700 gleichzeitig abgefeuerten Gummigeschossen testen, die Botschaften zum Schutz gegen Eindringlinge verwenden. Zudem wird auch in Teil 2 wieder reichlich gekotzt, gefurzt und gesch..., was zum Großteil auf das Konto von Megaprolet Steve-O geht.
Da die anderthalb Stunden extrem kurzweilig und schnell vorüber sind, erfreut es umso mehr, dass für die DVD-Auswertung jede Menge Material übrig geblieben ist. Den Anfang macht ein höchst ver- gnüglicher Audiokommentar der gesamten Truppe (nur Bam fehlt), mit dem man sich den Film gleich noch ein zweites Mal ansehen sollte. Wer sich daraufhin für dessen Entstehungsgeschichte interessiert, erhält im halbstündigen Making of Antworten auf alle offenen Fragen. Ironie des Schicksals: Durch den großen Erfolg der Serie und des ersten Kinofilms war es dem Team oft unmöglich, unerkannt und damit ungestört zu filmen.
