Nun ist auch die "El Mariachi"-Reihe eine vollwertige Trilogie. Natürlich wieder mit dabei: Latino Antonio Banderas als Gitarre spielender Killer
Einst ließ schon alleine der Klang seines Namens El Mariachis (Antonio Banderas) Feinde erzittern. Inzwischen führt er ein zurückgezogenes Leben in einem mexikanischen Dorf, wo er versucht, über den Verlust seiner Familie hinwegzukommen.
Für Julian Sands (Johnny Depp) soll El Mariachi noch einmal aktiv werden. Der zwielichtige CIA-Agent sorgt in Mexiko für die Wahrung des Gleichgewichts. Was in der Praxis nichts anderes bedeutet, als die Erstarkung einer demokratischen Regierung zu sabotieren, gleichzeitig aber auch die Drogenkartelle an der Machtergreifung zu hindern.
El Mariachi folgt Sands Ansinnen tatsächlich nur zu gerne, denn er hat noch eine persönliche Rechnung zu begleichen. Doch als es soweit ist, läuft nichts so, wie es Sands geplant hatte ...
Robert Rodriguez gehört zu den wenigen Regisseuren, die es sich erlauben können, auf Hollywood-Trends zu pfeifen und trotzdem erfolgreich zu sein. Das hat er nicht nur mit seiner "Spy Kids"-Reihe bewiesen, sondern auch mit der "El Mariachi"-Trilogie, die nun mit "Irgendwann in Mexiko" ihren Abschluss findet.
Wer den Film im Kino gesehen hat, dem wird bei der DVDsofort das abweichende Bildformat ins Auge springen. Während "Irgendwann in Mexiko" auf der Leinwand noch im Cinemascope-Format erstrahlte, so bietet die DVD-Fassung ein 1.78:1-Bild. Die Befürchtung, dass das Bild nun beschnitten sei, ist jedoch schnell zerstreut.
Für den Kinorelease des dritten "El Mariachi"-Streifens wollte Rodriguez unbedingt einen epischeren Look haben. Deswegen wurde das ursprüngliche Format kurzerhand am oberen und unteren Rand beschnitten, um so auf künstliche Weise auf 2.35:1 zu kommen. Auf DVD liegt der Actionfilm wieder in der Form vor, in der er gedreht wurde.
Für den deutschen DVD-Release von "Irgendwann in Mexico" wurde im Vergleich zur Code-1-Fassung bei den Boni ein wenig abgespeckt: Es fehlt nun der separate Musikscore mit gelegentlichen Anmerkungen von Rodriguez -- im Grunde genommen kein allzu großer Verlust. Dafür blieb der Regiekommentar unangetastet, der wie alle bisherigen Audiokommentare von Rodriguez kurzweilig und informativ ist. Ansonsten ist der Inhalt beider DVDs identisch. Es gibt noch immer sechs Featurettes, wie z.B. die 10-minütige "Filmschule" des Regisseurs, bei der es sich um ein kurzes Making of handelt.
In "Einblicke in die Troublemaker Studios" führt Rodriguez persönlich durch sein Aufnahmestudio und demonstriert, wie simpel es ist, einen Film zu vertonen. Nicht ganz ernst gemeint hingegen ist die Kochlektion mit dem Regisseur. Mehr über die blutigen Effekte des Actionfilms erfährt man in der "The Good, the Bad and the Bloody"-Featurette. Alle Extras, einschließlich des Regiekommentars, sind deutsch untertitelt.
