Vorschau zu Iratus: Rundenbasiertes Roguelike-RPG für Fans von Darkest Dungeon

Special Maximilian Paffrath
Vorschau zu Iratus: Rundenbasiertes Roguelike-RPG für Fans von Darkest Dungeon
Quelle: Daedalic Entertainment

Am 24. Juli startet Iratus Lord of the Dead von Daedalic Entertainment in die Early-Access-Phase auf Steam. In unserer Vorschau verraten wir euch, wie sich das rundenbasierte RPG spielt und ob es sich lohnt, einen Blick in das Spiel zu werfen. Fans von Roguelike-RPGs sollten sich zumindest unsere Vorschau durchlesen und danach ihr Urteil fällen.

Mit Iratus Lord of the Dead aus dem Hause Daedalic Entertainment kommt am 24. Juli ein neues rundenbasiertes Roguelike-RPG in die Early-Access-Phase auf Steam. Im Spiel schlüpfen wir in die Rolle des namensgebenden Nekromanten Iratus. Er, oder besser gesagt wir, haben den Auftrag, ihn aus seiner Gefangenschaft im Kerker zu befreien und ihn zur Weltherrschaft zu führen.

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Das Böse erwacht

Bevor ihr in das Spiel startet, müsst ihr erst ein Tutorial absolvieren, in dem euch die grundlegendsten Spielmechaniken erklärt werden. Gerade für Neulinge im Genre ist dies äußerst hilfreich. Nachdem ihr das Tutorial erfolgreich absolviert habt, beginnt ihr Iratus: Lord of the Dead im leichtesten der drei Schwierigkeitsgrade. Vermutlich lassen sich die zwei fortgeschritteneren Stufen erst spielen, nachdem ihr dem Kerker vorher erfolgreich im leichteren Modus entkommen seid. Dies war jedoch bei unserer Spielesession, selbst nach ein paar Stunden, nicht der Fall. Das hat zwei Gründe. Zum einen ist das Spiel schon auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad eine echte Herausforderung und zum anderen sind es zahlreiche Kämpfe, die ihr zu bestreiten habt, um schlussendlich aus dem Kerker zu entkommen.

Minions sind wichtig

Euer Reich. Je stärker ihr werdet, desto größer wird es. Quelle: PC Games Euer Reich. Je stärker ihr werdet, desto größer wird es. Bevor ihr jedoch in einen Kampf ziehen könnt, müsst ihr euch erst eine aus vier Minions bestehende Kampfgruppe zusammenstellen. Dabei könnt ihr anfänglich aus 14 unterschiedlichen Kämpfern wählen. Euch stehen Skelette und Zombies zur Verfügung, die überwiegend physische Attacken ausführen. Magische Wesen, wie zum Beispiel Lich, ermöglichen es euch, eure Gegner zu verzaubern und entscheidend zu schwächen. Eure Aufgabe ist es dabei, eine möglichst ausgeglichene Truppe zusammenzustellen.

Ängstliche Widersacher?

Das liegt vor allem daran, dass eure Gegner neben der klassischen Lebensleiste noch eine zusätzliche Stressleiste haben. Diese Leiste spiegelt den Geisteszustand eurer Gegner wieder. Ist diese Leiste gefüllt, stellen sich euch eure Feinde bis zum bitteren Ende gegenüber. Wenn der Stressbalken jedoch geleert wird, nimmt die Angst eurer Gegner zu. Dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich eure Kontrahenten schon vor deren eigenem Ableben dazu entscheiden, das Schlachtfeld zu verlassen und so dem sicheren Tod zu entgehen. Auch können eure Gegner ob ihres schwachen Gemütszustands wahnsinnig werden.

Oder starke Gegner?

Das ist Iratus. Ihr übernehmt seine Rolle als Necromancer. Quelle: PC Games Das ist Iratus. Ihr übernehmt seine Rolle als Necromancer. Denn trotz der Möglichkeit, eure Gegner mental zu schwächen, zeigen sich diese oft unbeeindruckt und kontern ihrerseits mit wirklich starken Attacken. Es lohnt sich also nicht, nur mit Minions in den Kampf zu ziehen, die größtenteils auf magische Buffs und Stressattacken ausgelegt sind. Dann werdet ihr nämlich relativ schnell und schmerzvoll abgeschlachtet. Selbiges geschieht, wenn ihr nur mit Figuren antretet, deren Fokus ganz klar auf physischen Attacken liegt. Baut ihr also nur auf eine bestimmte Klasse, werdet ihr mit Iratus bald wieder ins Reich der Toten geschickt.

Permadeath bringt Taktik!

Je weiter ihr voranschreitet, desto mehr Figuren schaltet ihr frei. Quelle: PC Games Je weiter ihr voranschreitet, desto mehr Figuren schaltet ihr frei. Bevor dies geschieht, müssen aber erst einmal alle eure Minions vernichtet werden. Da ihr zu Anfang des Spiels acht Minions craften könnt, habt ihr also im schlechtesten Fall immerhin zwei Kämpfe, bevor ihr endgültig das Zeitliche segnet. Stirbt nämlich einer eurer Untergebenen, ist er dauerhaft ausgelöscht. Verliert ihr alle Minions, ist das Spiel vorbei und ihr müsst komplett von vorne starten. Was Iratus dabei zusätzlich herausfordernder macht, ist die Tatsache, dass die Lebensleiste eurer Minions nicht automatisch nach jedem Kampf wieder aufgefüllt wird. Ist eure Leiste nämlich zu Beginn des nächsten Kampfes nur zur Hälfte gefüllt, wird es verdammt schwer, diese Runde zu überleben. Ihr müsst allerdings nicht bis zum Endkampf auf Heilung verzichten. Nach einigen Auseinandersetzungen könnt ihr die Lebenspunkte eurer Kämpfer wiederherstellen.

Keine Chance ohne Craften

Auch ist es unerlässlich, nach gewonnen Schlachten neue Minions zu craften, um eure Gefolgschaft zu vergrößern und stärker zu machen. Dafür benötigt ihr Ressourcen, die ihr nach den Kämpfen erhaltet. Diese Gegenstände können in ihrer Wertigkeit variieren, sodass ihr mit besseren Ressourcen auch bessere und vor allem stärkere Minions herstellen könnt. Spätestens wenn ihr auf diese Weise einen Kampf gewinnt, den ihr im vorherigen Durchgang noch verloren habt, kommt ein befriedigendes Euch-habe-ich-es-jetzt-gezeigt-Gefühl auf. Das Spiel macht dabei schon jetzt eine gute Figur und das, obwohl es am 24. Juli erst in die Early-Access-Phase eintritt. Nach unserer mehrstündigen Spielesession können wir also für Fans von rundenbasierten Roguelike-RPGs guten Gewissens eine erste Empfehlung aussprechen.

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