Es reicht jetzt mit den Sims! Dieses Spiel wird alles verändern - da bin ich sicher
Kolumne
Alte Spiele aus der Kindheit zu zocken sorgt für viel Nostalgie. Doch das allein reicht nicht aus, um sich viele Jahre später immer noch durchzusetzen. Redakteurin Anni findet, dass vor allem das Life-Sim-Genre endlich frischen Wind braucht
Und schon wieder ist mir das Spiel abgeraucht: So habe ich mir den Nostalgie-Trip in das größte Spiel meiner Kindheit eigentlich nicht vorgestellt. Aber gut, letztendlich darf man nicht zu viel erwarten - Die Sims 2 Legacy Collection ist schließlich kein Remaster oder gar Remake, sondern einfach eine spielbare Version des Klassikers für moderne Betriebssysteme.
Trotzdem freute ich mich nicht nur wie eine Schneekönigin, als die Gerüchte aufkamen und das Spiel plötzlich bei Steam verfügbar war. Ich hatte auch an dem Release-Wochenende direkt viele Stunden Spaß mit seinen charmanten Eigenheiten und habe mich direkt 20 Jahre zurückversetzt gefühlt.
Nachdem sich die erste Begeisterung nun langsam legt und ich meinen Blick wieder auf die anstehenden Neuerscheinungen anstatt auf meine Kindheitserinnerungen lege, wird mir klar: Lebenssimulationen brauchen frischen Wind im Genre. Und genau der steht womöglich schon fast vor der Tür.
Nostalgia Collection
Nichtsdestotrotz hätte Sims 2 - genau wie der erste Teil - mehr Liebe und wenigstens ein paar Verbesserungen für die neue Version verdient. Schon letztes Jahr schwebte ich auf Wolke sieben, als ich eine Version im Mac-Store entdeckte und nach vielen Jahren zum ersten Mal wieder eines meiner absoluten Lieblingsspiele zocken konnte.
Dort fehlten allerdings viele der Erweiterungen und Accessoires-Packs, weshalb ich neulich auch nicht zögerte, mir die Legacy Collection zu holen - beziehungswiese bekam ich sie geschenkt, bevor ich sie überhaupt in den Warenkorb legen konnte, aber das ist eine andere Geschichte. Genau wie die technischen Schwierigkeiten, mit denen die Community seit dem Release zu kämpfen hat.
Doch selbst die konnten meinen Spaß nicht trüben. Neben meinen liebsten großen Erweiterungen wie den Haustieren und den Jahreszeiten freute ich mich besonders über die Teen-Style-Accessoires, auf die ich bei der Mac-Version verzichten musste. Als Kind richtete ich die Zimmer meiner jungen Sims begeistert im Gothic-Stil ein, manchmal durfte es sogar ein bisschen Surfer-Look sein.
Und heute? Tja, da greife ich als allererstes zu den kitschigen, rosa Möbeln und mädchenhaften Dekorationen. Ich hoffe, mein Sim hat sich dadurch zumindest ein bisschen wie eine Prinzessin gefühlt. Nachdem ich mein inneres Kind glücklich gemacht hatte, ein Zimmer so einzurichten, als hätte sich ein pinkes Glitzereinhorn darin übergeben, musste ein wenig Abwechslung her.
Also setzte ich mir gleich zwei Challenges: ein Grundstück gestalten, als wäre es meiner liebsten Fantasy-Buchreihe entsprungen, und dann noch eine mittelalterliche Burg basteln, in der sich Heinrich von Skalitz aus Kingdom Come Deliverance wie zuhause fühlen würde.
Bildergalerie
Das erste Projekt funktionierte noch ganz gut, da brauchte ich nämlich nur viele sanfte Frühlingsfarben und eine ungesunde Menge an Blumen. Die Burg hätte ich vielleicht lieber in Die Sims: Mittelalter lassen sollen, meine Lieblingslebenssimulation scheint einfach nicht auf das Erstellen solcher Bauwerke ausgerichtet zu sein.
