Naughty Dog: Überstunden für Intergalatic-Entwickler angeordnet - kommt eine Demo-Version?
News
Jason Schreier von Bloomberg deckt Crunchtime für Intergalactic-Entwickler auf: Laut seinem Bericht wurden die Angestellten von Naughty Dog zwangsverpflichtet, Überstunden zu machen. Hier ist die ganze Geschichte.
Naughty Dog fiel in der Vergangenheit schon öfter auf, wenn es um anstrengende Arbeitsumfelder, ungesunde Arbeitskultur und Crunchzeiten, also massig Überstunden, ging. Mehrere Mitarbeiter klagten damals über Burnout und andere kündigten nach der Fertigstellung von The Last of Us 2. In Folge stellte Naughty Dog neue Produzenten ein, die alles besser machen sollten (und teilweise selbst schon wieder gekündigt haben). Das hat nicht wirklich geklappt, wenn man den neuen Bericht von Jason Schreier auf Bloomberg liest.
Was berichten Mitarbeiter von Naughty Dog im Zuge der Arbeiten an Intergalactic?
Einige Mitarbeiter bei Naughty Dog, die logischerweise anonym bleiben möchten, haben Schreier laut seiner Aussage vertrauliche Informationen zugespielt, in denen sie von neuen bedenklichen Arbeitszuständen berichten. Dementsprechend sollen die Mitarbeiter Ende Oktober angewiesen worden sein, wöchentlich mindestens acht Überstunden zu leisten, jedoch nicht mehr als 60 Stunden pro Woche zu arbeiten.
Alle Stunden sollten sorgfältig in einer Tabelle festgehalten werden. Statt zwei Tage Home-Office pro Woche sollten zudem alle wieder komplett ins Büro zurückkehren. Infolge der Anordnung mussten viele Mitarbeiter sich in kürzester Zeit um die zusätzliche Betreuung ihrer Kinder oder Haustiere kümmern. Alle Mitarbeiter erhielten eine Münze mit dem Aufdruck "Das Leid von Generationen muss ertragen werden, um unser göttliches Ziel zu erreichen" (maschinell übersetzt). Dieses Zitat aus Intergalactic wirkt im Zuge der angeordneten Überstunden wie eine Verhöhnung.
Die Crunchtime-Periode endete für die meisten Mitarbeiter kürzlich wieder, vermutlich mit der Fertigstellung der Demo-Version von Intergalactic: The Heretic Prophet, die intern wohl mehrfach verschoben worden war und durch die Überstunden in den rund sechs Wochen zum Abschluss gebracht werden sollte. Wann die Demo-Version erscheint und ob sie nur als Zwischenschritt zur Überprüfung durch den Mutterkonzern gedacht ist (wie die anonymen Mitarbeiter berichteten) oder ebenfalls für Pressevertreter zum ersten Anspielen gegeben bzw. sogar allen Spielern zugänglich gemacht wird, ist derzeit nicht bekannt.
Quelle: Jason Schreier, via Bloomberg
