Inkulinati in der Vorschau: Von furzenden Füchsen und bewaffneten Hasen

Special Lukas Egner Michael Grünwald 22,49 €
Inkulinati in der Vorschau: Von furzenden Füchsen und bewaffneten Hasen
Quelle: Yaza Games

Steht ihr auf Mittelalter? Und kleine, knuffige Tierchen? Und Pipi-Kacka-Humor? Dann könnte Inkulinati was für euch sein. In unserer Vorschau erfahrt ihr, ob sich ein Blick in die Early-Access-Version lohnt oder ihr das rundenbasierte Strategiespiel getrost im Bücherregal verstauben lassen könnt.

Wir schreiben das Jahr 1196 im mittelalterlichen Frankreich. Ein Mönch sitzt im sonnendurchstrahlten Innenhof eines Klosters und beendet gerade die letzte Seite eines Manuskripts, in das er all sein Herzblut gesteckt hat. In diesem Manuskript landen Zeichnungen, in denen Hunde eine majestätische Burg belagern und aushungern wollen. Verteidigt wird die Burg von bewaffneten Hasen, die nicht zulassen wollen, dass die fiesen Hunde ihrer habhaft werden.

Okay, die schöne Geschichte rund um den Mönch ist vielleicht erfunden, das Manuskript mit den absurden Zeichnungen von kämpfenden Hunden und Hasen gibt es aber wirklich und es heißt "Bréviaire de Renaud de Bar". Und genau von diesen Zeichnungen haben sich die Entwickler von Yaza Games inspirieren lassen, als sie die ersten Ideen für ihr Spiel Inkulinati (jetzt kaufen 22,49 € ) zusammengetragen haben.
Nach mehreren Jahren Arbeit und enger Beratung mit einem Mittelalter-Experten wollen sie mit ihrem ersten Spiel eine möglichst authentische Spielerfahrung für alle Fans von Mittelalter-Welten und dem aufwendigen und wunderschönen Stil von alten Büchern erschaffen. Und Style hat das Spiel definitiv, auch wenn Inkulinati sich gerade gameplaytechnisch mit der Vollversion erst noch beweisen muss.

Worum geht's denn eigentlich?

In manchen Schlachten stehen sich richtig viele Untiere gegenüber. Da kann man schon mal den Überblick verlieren. Quelle: PC Games In manchen Schlachten stehen sich richtig viele Untiere gegenüber. Da kann man schon mal den Überblick verlieren. Inkulinati hat Anleihen von rundenbasierten Strategiespielen, Rougelikes und Deckbuilding-Games. Alles wird vermischt und mit einer Prise schwarzem Humor und einem Esslöffel handgezeichneter Rollenspiel-Elemente garniert. Heraus kommt dann ein Spiel, dass stiltechnisch eine Menge zu bieten hat, sich gerade in Sachen Gameplay aber etwas überlädt.

Die grundlegenden Mechaniken des Titels sind schnell erklärt: Ihr startet mit einem "winzigen Inkulinati", eurem wichtigsten Charakter. Mit jeder Runde könnt ihr neue Figuren zeichnen, die verschiedene Fähigkeiten haben, um die Gegner zu vermöbeln.

Dazu kommen spezielle Kniffe, mit denen eure Feinde einfacher besiegt werden, euch aber potenziell auch schneller dem Erdboden gleichmachen können. Denn sie greifen genau wie ihr auf die fiesen Tricks zurück.

Das Spiel wird mit jedem Level schwieriger und die Lernkurve kann durchaus steil sein. Wenig hilft da die Permadeath-Funktion, die euch nach drei Niederlagen wieder an den Anfang des Spiels verfrachtet. Und noch dazu kommt der unausgeglichene Schwierigkeitsgrad. An manchen Levels verzweifelt ihr regelrecht, während ihr durch andere hindurchspaziert.
Im Duell-Auswahlbildschirm könnte ihr alles Mögliche einstellen. Hier befindet sich auch der Hot-Seat-Modus, der euch mit einer Maus und Tastatur gegen einen Freund neben euch antreten lässt. Quelle: PC Games Im Duell-Auswahlbildschirm könnte ihr alles Mögliche einstellen. Hier befindet sich auch der Hot-Seat-Modus, der euch mit einer Maus und Tastatur gegen einen Freund neben euch antreten lässt. Nach jeder Runde, die ihr überstanden habt, landet ihr auf der Übersichtskarte, die die textbasierte Story fortsetzt und euch immer wieder vor kleinere Entscheidungen stellt. Wollt ihr beispielsweise bei dem dubiosen Händler einkaufen oder euer Geld lieber sparen und dafür Ruhm kassieren? Eure Entscheidung! Das ist ganz nett und bringt eine weitere Ebene in das Spiel, die ihr bedenken müsst.

Wälzt die Manuskripte!

Das Mittelalter war dunkel und voller Schrecken. Die Pest ging um und die Leute knieten noch für den König. Naja, viele Geschichten rund um diese Zeitepoche stellen wir uns zumindest so vor, obwohl das laut Experten eigentlich gar nicht so verallgemeinert werden kann.

Die Leute frönten ihr Leben damals jedenfalls nicht nur in Angst und Schrecken, sondern hatten auch richtig Humor.
Der war oft unter der Gürtellinie und mit zahlreichen Umschreibungen von Fäkalien gespickt. Aber immerhin hatten sie Humor! Und Inkulinati greift genau diesen auf. In einem Community-Thread zum Spiel beschwert sich beispielsweise ein Spieler über Pipi-Kacka-Scherze.

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