Drama von Laurent Cantent.
Charlotte Rampling und Ménothy César
Nach seiner Kritik an der Leistungsgesellschaft in "Auszeit" (2001) nahm sich der französische Regisseur Laurent Cantet 2005 dreier Kurzgeschichten des haitianischen Autors Dany Laferrière an.
Im von politischer Repression gezeichneten Port au Prince Ende der 70er lassen sich Touristinnen aus Nordamerika und Europa in einem Hotelressort von einheimischen jungen Männern verwöhnen. Die Frauen sind alle über vierzig -- und damit in ihrer vom Jugendwahn dominierten Heimat als alt und unattraktiv abgestempelt. Unter ihnen sind die Respekt einflößende Ellen (Charlotte Rampling), die mollige Sue (Louise Portal) und die depressive Brenda (Karen Young). In Haiti holen sie sich die Zuwendung, die sie daheim nicht bekommen und hinter der sich eine tiefe Sehnsucht nach Liebe verbirgt. So ist es unvermeidbar, dass sich Brenda und Ellen schließlich über ihren Favoriten, den attraktiven Legba (Ménothy César), in die Haare geraten. Der junge Mann hat außerhalb der Ferienanlage allerdings ganz andere Sorgen: Die Schergen von "Baby Doc" Chevalier sind ihm auf den Fersen.
Unter den Extras der DVD lohnt das Interview, in dem Cantet die Entstehungsgeschichte des Films nachvollzieht.
